Start: Ausflugslokal Forellenhof-Reinhartsmühle (Reinhardtsmühle 1, 55626 Bundenbach)
(S) Am Ausflugslokal Forellenhof-Reinhartsmühle im kleinen Weiler Rudolfshaus starten wir in die 2. Etappe des Soonwaldsteigs. Sogleich geht es auf schmalen Waldpfaden und Felsensteigen stramm bergan. Während zur Linken Schiefergestein aufragt, bricht zur rechten Seite hin das Gelände nahezu senkrecht ins Hahnenbachtal ab. Kurz darauf geht es durch zwei in den Fels gesprengte Tunnel.
Sie gehen auf die Grube Friedrichsfeld zurück, in der bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts Blei-Zinkerze abgebaut wurden. Schienen einer Grubenbahn und die Überreste einer Lore sind am Wegrand heute noch zu sehen.
Des öfteren haben können wir von kleinen Felsenkanzeln einen Blick auf die weitläufige Anlage der Schmidtburg werfen, die jenseits des Hahnenbachtales auf einem Höhenzug aufragt.
(1) Kurz darauf erreichen wir das Besucherbergwerk Herrenberg. Hier kann man in die Unterwelt einfahren und viel über die Gewinnung von Dachschiefer in Erfahrung bringen. Auch der Besuch des angeschlossenen kleinen Museums mit alten Bergwerksutensilien und Fossilienfunden lohnt sich.
(2) Von der Grube Herrenberg führt uns der Soonwaldsteig zur Keltensiedlung Altburg hinauf. Hier befindet sich die Rekonstruktion einer 2000 Jahre alten Höhensiedlung der Treverer, die in der Frühzeit auf dem Hunsrück gesiedelt haben. Von der Keltensiedlung läuft der Soonwaldsteig in das idyllische Hahnenbachtal hinein.
(3) Wir queren den Hahnenbach über eine Metallbrücke.
(4) Aus dem Hahnenbachtal besteht die Möglichkeit kann man mit einem 300 Meter langen Abstecher die Ruine Schmidtburg erkunden. Diese diente schon dem Räuberhauptmann Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, als Zufluchtsort. Das Ruinengelände kann ganzjährig begangen werden.
Von der Schmidtburg genießen wir eine tolle Aussicht ins Hahnenbachtal.
Wieder zurück auf der Hauptroute des Soonwaldsteigs folgen wir jetzt der Beschilderung hinein in den Wassererlebnispfad Hahnenbachtal. Am Wegesrand befinden sich interessante Hinweistafeln, die uns teils spielerisch erfahren lassen, wie wertvoll naturbelassene Fließgewässer für das Ökosystem sind.
Eine ganze Weile schlängelt sich der Fernwanderweg im nahezu unberührten Tal durch die mittlere Hangflanke bachaufwärts. Neben dem munter plätschernden Hahnenbach treffen wir auch hier auf Relikte der aufgelassenen Bergwerkstradition.
(5) Wir kommen an einem Biotopweiher vorbei und der Soonwaldsteig zweigt nach rechts ab und wir verlassen das Hahnenbachtal. Wir wandern lange bergan und dann geht es in die freie Feldflur hinaus.
(6) Nachdem wir den Wald verlassen haben, folgen wir dem Soonwaldsteig nach links, dann nach rechts. Dann macht der Weg einen Linksknick und es geht weiter über die Felder.
(7) In der Nähe der Ortschaft Schneppenbach queren wir die L184 und folgen der Streckenführung wieder in den Wald hinein.
(8) An der Alten Teufelsfelshütte biegen wir links ab und erreichen kurz später den Teufelsfels (9). Es handelt sich um einen gewaltigen Quarzitblock, der mitten im Wald des Lützelsoons auf 569 Metern aufragt.
Gleich daneben steht ein Aussichtsturm und von oben hat man einen Blick hinüber zum Idarwald und den Donnersberg im Nordpfälzischen Bergland.
Nun geht es über steinerne Blockschutthalten und wild neben- und übereinander liegende Quarzitblöcke. Hier ist absolute Trittsicherheit gefragt. Häufig ist kaum noch eine Wegspur zu erkennen. Lediglich die sehr zahlreich angebrachten Wegeschilder sorgen für eine zweifelsfreie Routenfindung.
(10) Auf dem geradeaus über den Kamm führenden Steig passieren wir die 596 Meter hohe Womrather Höhe und gelangen dann zum aussichtsreichen Blickenstein, der sich auf der rechten Seite befindet.
Wir gehen zurück und folgen der Routenführung geradeaus, dann links, an der Kreuzung rechts und die nächste erneut rechts.
(11) Nach einer Weile stoßen wir auf einen Querweg, biegen links ab und an der nächsten Kreuzung rechts. Dann geht es geradeaus über die nächste Kreuzung und die nächste rechts.
(12) Im Simmerbachtal queren wir die L 421 und über eine Fußgängerbrücke den Simmerbach. Kurze Zeit wandern wir bachabwärts am Gewässer entlang. Dann steigt der Fernwanderweg sehr steil auf Waldpfaden und Treppenstufen in den Hang hinein.
(13) Oberhalb einer alten Abbruchhalde treffen wir auf einen Querweg. Von hier genießen wir eine schöne Aussicht auf den jenseits des Tales aufragenden Langenstein.
Dann führt unser Weg leicht nach rechts und es geht noch ein weiteres Mal überaus steil, diesmal über Quarzitblöcke, in den Berghang hinein.
(14) Auf der Anhöhe hoch über dem Steinbruch Henau werden wir dann für den mühevollen Aufstieg belohnt. Von einer Ruhebank schweift der Blick weit in das Kellenbachtal hinein, das den Lützelsoon vom Großen Soon trennt.
Wir biegen rechts ab und halten uns dann links und dann ist es nicht mehr weit bis zur Burg Koppenstein.
(15) Sie ragt mitten im Wald auf und verfügt über einen fünfeckigen, besteigbaren Bergfried. Wir steigen zur Aussichtsplattform hinauf. Aus einer Höhe von zwanzig Metern können wir herrliche Fernsichten über den Soonwald genießen.
Von der Ruine Koppenstein geht es hinab zur Kreisstraße die nach Henau führt (Z)
Von hier aus bringt uns ein hoteleigener Shuttle-Bus zur Unterkunft in Gemünden.