Start: Zentrum Kirn
(S) Bevor wir mit dem offiziellen Soonwaldsteig beginnen, unternehmen wir noch einen insgesamt rund zwei Kilometer langen Abstecher zur Kyrburg. Wir folgen der Nahegasse Richtung Steinweg, biegen links auf die L182 ab und verlassen sie sofort wieder nach rechts.
(1) Links über "Auf der Kyrburg" geht es zur Burg.
(2) Auf einem lang gestreckten Höhenzug zwischen Nahetal und Hahnenbachtal trifft man auf das ruinöse mittelalterliche Gemäuer, das erstmals im Jahre 1128 urkundlich erwähnt wurde. Die Kyrburg war der Stammsitz der Wildgrafen, die im frühen Mittelalter die Naheregion dominierten. Im Jahre 1734 wurde sie unter französischer Besatzung gesprengt. Heute befindet sich die Kyrburg im Besitz der Stadt Kirn, ist ihr Wahrzeichen und ist ein herausragender Aussichtspunkt ins Nahe- und Hahnenbachtal.
Von der Burg gehen wir wieder zurück in Richtung des Kirner Marktplatzes und folgen nun der Beschilderung des Soonwaldsteiges. Wir biegen links in die Embdengasse ein, queren den Hahnenbach und biegen links ab. Am Ende der Straße "An der Mühle" gehen wir rechts und dann sofort wieder links.
(3) Dann biegen wir erneut rechts ab und kommen am Alisa-Park vorbei. Der Straße dahinter folgen wir nach links und nun geht es ausgangs des nördlichen Stadtviertels in den Hang hinein.
(4) Über Wiesengelände und an Waldsäumen entlang geht es stets bergan zu den Oberhauser Felsen, den "Kirner-Dolomiten" hinauf. Dabei handelt es sich um ein natürliches Felsenriff, das man im Mittelalter dazu benutzte, um die Burgen Stock im Hane, Stein und Kallenfels in das schroffe Quarzitgestein hinein zu bauen, die man heute insgesamt als "Steinkallenfels" bezeichnet.
(5) Gut sichtbar, überaus spektakulär aber leider nicht zugänglich ragt mitten in der Ortschaft Kallenfels auf einem ausgesetzten Felsensporn der Bergfriedstumpf der ehemaligen Burg Kallenfels auf.
Über den Burgweg und die Schloßstraße, die wir dann nach rechts verlassen, geht es durch Kallenfels. Dann treten wir in den Niederwald ein und folgen einem Waldpfad.
(6) Dieser Weg führt auf den "Drei-Burgen-Weg", der nun gemeinsam mit dem Soonwaldsteig nach links führt. Über einen breiteren Forstweg geht es in Richtung Schloss Wartenstein.
(7) Das Schloss wurde im Jahre 1357 als Burg erbaut. In der auf Schloss Wartenstein kostenlos zugänglichen Ausstellung "Erlebniswelt Wald und Natur" erfährt der Besucher einiges über die vielgestaltige Landschaft des Soonwaldes und die Gewinnung von Eichenlohe, die der Gerber zur Herstellung von Leder benötigte.
Aber auch die Panoramablicke vom Schlosshof tief hinab ins Hahnenbachtal, einem der Durchbruchstäler des Soonwaldes und zurückblickend auf die Quarzitfelsen von Steinkallenfels sind überaus erwähnenswert.
Vom Schloss Wartenstein fällt der Soonwaldsteig über Treppenpfade steil hinab ins Tal.
(8) Dann streifen wir die Ortschaft Hahnenbach und biegen hier auf "In der Au" und dann auf die Neue Straße ab. Über den Fasanenweg und dann links verlassen wir die Ortschaft wieder und gehen noch ein Stück am Dorfrand weiter.
(9) Dann geht es auf einem felsigen, fast alpinen Pfad zum Aussichtspunkt "Talblick" hinauf. Hier hat man eine Ruhebank platziert die herrliche Tiefblicke ins Hahnenbachtal ermöglicht.
Von diesem Aussichtspunkt läuft die Route in das idyllische Steinbachtal.
(10) Wir queren den Steinbach und folgen dem Weg nach links ins Hahnenbachtal hinein.
(11) Im Talgrund wird die L 182 überschritten und auf der westlichen Talseite in die Feuchtwiesen des Hahnenbaches hinein marschiert. Nur selten direkt am Bach, aber stets in Hörweite des Gewässers führt der Soonwaldsteig eine Weile am Hahnenbach entlang. Aber schon wenig später geht es wieder bergan und in den Wald hinein.
(12) In ständigem Auf und Ab gelangen wir auf schmalen Waldpfaden in den winzigen Weiler Rudolfshaus. Ein asphaltierter Wirtschaftsweg, der dem Hahnenbach folgt, führt von hier aus direkt zur ca. 600 Meter entfernten ehemaligen Reinhardsmühle, dem heutigen Ausflugslokal Forellenhof und dem Wanderziel der 1. Etappe.
(13) Abweichend von dieser einfachen und verlockenden Routenführung steigt der Soonwaldsteig noch einmal überaus steil in den Hang hinein, führt auf der Anhöhe an einem Aussichtspunkt vorbei und fällt dann wieder steil ins Hahnenbachtal und zum Hotel Forellenhof hinab. Hier endet die erste Etappe des Soonwaldsteiges(Z).