Start: Maria-Stern-Platz im Dammbacher Ortsteil Wintersbach (Taubendelle, 63874 Dammbach). Hier steht ausreichender Parkraum zur Verfügung.
(S/Z) Wir beginnen die Rundwanderung auf dem Maria-Stern-Platz im Dammbacher Ortsteil Wintersbach. Auf dem Platz steht der schön gestaltete Schwesternbrunnen. Wir starten mit der Nordschleife des Kulturweges und durchwandern wir Wintersbach über die Friedhofstraße und den Triebweg und verlassen die Bebauung.
Anfangs auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg und dann nach rechts auf einem geschotterten Waldweg geht es bergan in den Wald hinein. Den breiten Forstweg verlassen wir allerdings recht bald.
(1) Links schwenkend führen hölzerne Trittstufen zur Pollershöhe hinauf. Entlang des schmalen Pfades begleiten uns immer wieder bemooste Mauerreste, die auf eine ehemalige landwirtschaftliche Nutzung hinweisen.
(2) Durch spessarttypische Mischwaldparzellen geht es ständig sanft bergan zum 422 Meter hohen Dürrenberg hinauf. Hier vollzieht der Kulturweg einen scharfen Rechtsschwenk und führt wenig später zum geheimnisvollen Scharstein hinüber.
Dabei handelt es sich um einen Bildstock, dessen nach Nordwesten ausgerichtete Nische leer ist und durch Schießübungen im Jahre 1945 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Spessartsage nach sollen sich an dieser Stelle zwei junge Burschen wegen einem Eifersuchtsdrama gegenseitig mit Pflugscharen zu Tode gebracht haben.
(3) Nicht weit weg vom Scharstein gelangen wir zu einer kleinen Waldkapelle. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert und bietet mehrere Bänke zur Wanderrast an. An der Gabelung hinter der Kapelle halten wir uns links und weiche Waldpfade führen talwärts nach Krausenbach.
(4) Eingangs des Dammbacher Ortsteils stand laut der Info-Tafel im Mittelalter in der Nähe des Unterschnorrhofes eine Burg mit Namen "Horbruch". Heute treffen wir dort auf die bewirtschaftete Ferchenmühle, die zur Einkehr einlädt.
Hinter der Ferchenmühle überschreiten wir den Dammbach und biegen rechts auf die Krausenbacher Straße ab. In der Dorfmitte führt die Route an der Wendelinuskirche vorbei. Der Chorraum des historischen Bauwerkes ist sehenswert.
Wir folgen der Beschilderung nach links durch den Heppenweg und dann nach rechts durch die Gerlachstraße und nehmen dann am Abzweig der Dorfstraße Schnorrenhöhe links abzweigend und stark ansteigend die Südschleife des Kulturweges in Angriff.
Wer an dieser Stelle entscheiden möchte, lieber nur die Nordschleife zu gehen, der folgt weiterhin den Wegezeichen des Kulturweges entlang der Gerlachstraße.
Auf asphaltierten Wirtschaftswegen geht es jetzt an der winzigen Angeluskapelle vorbei zur Geishöhe hinauf.
Uns bieten sich nun herrliche Spessartpanoramen hinab ins Dammbachtal und auf den jetzt im Tal liegenden Ortsteil Krausenbach.
(5) Über aussichtsreiche Freiflächen geht es schließlich wieder in den Wald hinein. Breite, teilweise geschotterte Forstwege bestimmen jetzt das Streckenprofil. Nahe Oberkausenbach erreichen wir eine Kreuzung und biegen rechts ab und dann kurz darauf scharf links.
(6) An der nächsten Kreuzung mit Schutzhütte und Rastplatz biegen wir rechts ab.
(7) Wir halten uns geradeaus und biegen dann links ab zur 522 Meter hohen Geishöhe. Die dortige Siedlung besteht seit dem 18. Jahrhundert und ist der höchste, ständig bewohnte Ort im Spessart. Auf der Geishöhe befindet sich der Ludwig-Keller-Turm, der schöne Weitblicke bis weit in den Taunus hinein möglich machen soll. Im kurz darauf anzulaufenden Restaurant "Zur Geishöhe" ist eine Einkehr möglich. Von jetzt an gehts bergab!
(8) Wir verlassen die aussichtsreiche Geishöhe auf dem Erlebnispfad "Alter Schulweg". Die Bezeichnung "Alter Schulweg" dokumentiert, dass die Schulkinder der Geishöhe die Route bei Wind und Wetter bis zum Jahre 1972 als Schulweg benutzt haben. Heute ist der Pfad für Wanderer ausgesprochen erlebnisreich gestaltet.
Der Europäische Kulturweg führt in diesem Teilabschnitt über einen Findling-Klettersteig, läuft an einem winzigen Bachlauf entlang und an einem kleinen Biotopgewässer vorbei. Unterwegs können ein gewaltiger Mühlstein, ein Insektenhotel und die Bilder der Dammbacher Passionsspiele bewundert werden. Auch eine Waldlaube zum Rasten hat man in den Abstieg von der Geishöhe integriert.
(9) Am Ende des Weges geht es am Parkplatz nach links durch ein idyllisches Seitentälchen des Dammbaches. Hinter dem Recyclinghof führt unser Weg nach rechts und dann nach links über die Taubendelle zurück zum Ausgangspunkt (S/Z).