Räuberland-Pfad Höhen und Tiefen

Die Tour führt tief in das Elsavatal hinein und geht über naturbelassene Pfade, Wald- und Wiesenwege über aussichtsreiche Höhenzüge hinweg. Mal geht es durch spessarttypischen Mischwald, dann wieder auf Freiflächen hinaus, die herrliche Panoramablicke ermöglichen. Wir kommen an der sehenswerten Martinuskirche im Rokokostil und an den ehemaligen Gemäuern eines Eisenhammerwerkes vorbei. Auch kommen wir an zwei kleinen Seen vorbei, die überaus idyllisch in die waldreiche Spessartlandschaft eingebettet sind.

Details

Nr.27236100
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Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 12,30 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 4:25 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Mittel

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 310 m
  • ↘
    Abstieg: - 310 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 413 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 205 m

Fotos

Beschreibung der Wandertour

Start: Parkplatz an der Martinuskirche in Heimbuchenthal (Hauptstraße 27, 63872 Heimbuchenthal) - Hier steht kostenloser Parkraum zur Verfügung.

(S/Z) Von der Martinuskirche geht es in Richtung Hotel Lamm und hier biegen wir, der Beschilderung des "Räuberland-Rundweg 3" folgend, links ab, dann rechts am Hotel vorbei. Wir kommen an einem mächtigen Wasserrad vorbei, das vom Elsavabach angetrieben wird. Es handelt sich dabei um das heute noch intakte Mühlrad der ehemaligen Walzenmühle.

(1) Hinter dem Wasserrad steigt der Räuberland-Pfad steil in den Wald hinein. Auf einem schmalen Waldpfad geht es stramm bergan.

(2) Weiter oben tritt die Route aus dem Wald heraus und ermöglicht einen schönen Ausblick auf den Start- und Zielort Heimbuchenthal im Elsavatal. Im ständigen Wechsel werden jetzt, lang anhaltend bergauf wandernd, schmale Pfade und breite Waldwege beschritten.

(3) Als wir schließlich die Spessarthöhen erklommen haben, zeigt sich auf einem weitläufigen Wiesenplateau und direkt unter einem ausladenden Kastanienbaum die Kapelle "Herrin der Berge". Diese wurde mit einem hölzernen Vorbau ausgestattet, der auch als Schutzhütte für Wanderer genutzt wird.

Von hier aus hat meinen einen tollen Weitblick über die waldreichen Erhebungen des Spessarts. Vom Kapellchen läuft der Räuberland-Pfad in einem scharfen Rechtsschwenk in Richtung Volkersbrunn.

Kurz vor Volkersbrunn verlassen wir den Wald, queren einen asphaltierten Weg und gehen über einen sanft ansteigenden Wiesenpfad, dem wir bis zum Ortsrand folgen.

(4) Hier wechselt die Beschilderung des Räuberland-Pfades. Wir folgen ab der Kreuzung dem Wegezeichen "Spessart-Weg 2" nach links und halten uns an der zweiten Möglichkeit links. Auf breiten Wegen geht es in die Flanke des 426 Meter hohen Eichelsbergs hinein. In diesem Wegeabschnitt bieten sich uns immer wieder herrliche Spessartpanoramen. Über das Elsavatal hinweg schweift der Blick weit in den Naturpark Spessart.
Von einer Wanderhütte erwarten uns schöne Aussichten über ausgedehntes Wald-, Wiesen- und Weideland.

(5) Wenig später streifen wir Heimbuchenthal und gelangen in den Weiler Heimathen. Im dortigen Hotel-Restaurant mit angeschlossenem Reiterhof ist eine Einkehr möglich. Wir folgen dem Straßenverlauf nach links und biegen dann vor dem Parkplatz rechts ab, weiterhin der Beschilderung "Spessart-Weg 2" folgend. Bergab geht es nun in das Elsavatal hinein.

(6) Im Talgrund treffen wir nach Querung der St2308 auf das historische Industriedenkmal Höllhammer.

Um der einheimischen Bevölkerung ausgangs des 18. Jahrhunderts ausreichendes Arbeitseinkommen zu sichern und sie vom Auswandern nach Amerika abzuhalten, erteilte die kurmainzische Regierung im Jahre 1794 Johann Ludwig Rexroth die Erlaubnis, im Elsavatal einen Eisenhammer zu betreiben. Da die Rexroths zeitweise im Besitz von sieben Eisenhämmern waren, hat man sie im Volksmund als die "Krupps des Spessarts" bezeichnet. Die heute leider nicht zugänglichen ehemaligen Gemäuer des Höllhammers sind weit über die Region hinaus bekannt.

Vom Höllhammer geht es nach rechts noch ein kurzes Stück flussabwärts an der Elsava entlang.

(7) Hinter der Wilhelmsscheune erfolgt ein scharfer Linksschwenk. Die Route steigt in den Hang hinein. Wieder wechselt das Wegezeichen. Der Räuberland-Pfad folgt jetzt der Beschilderung "H3". Die Route führt an steilen Hangwiesen entlang, die an Almen im Alpenraum erinnern.

Breite Forstwege geleiten uns dann hinauf. Wir erreichen einen Querweg, biegen links ab und an der nächsten Möglichkeit rechts.

(8) Wir erreichen den idyllisch gelegenen Waldsee. Ruhebänke laden hier zu einer Rast ein. Vom Waldsee fällt der Räuberland-Pfad erneut nach links in das Elsavatal hinab. An der Gabelung hinter dem See halten wir uns geradeaus. Wir erreichen Heimbuchenthal über die Straße Buchrain und biegen dann rechts auf "Am alten Bahnhof" ab.

(9) Wir kommen am Musikpavillon und an der Sankt Johannes Kirche vorbei.

(10) Dann erreichen wir den Kurpark von Heimbuchenthal. Wir biegen rechts ab und gehen am Kurparksee, einem schön gestalteten Bauerngarten und einen Lehrbienenstand vorbei. Wir verlassen den Kurpark nach rechts, biegen rechts auf die Elsavastraße ab, queren den Fluss und folgen der Straße nach links. Wir erreichen die Hauptstraße und folgen ihr nach rechts zurück zum Ausgangspunkt (S/Z)

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 236 m - Martinuskirche in Heimbuchenthal
  2. 1 : km 0.21 - alt. 252 m - Wald, steil bergauf
  3. 2 : km 1.05 - alt. 325 m - Aussichtspunkt Heimbuchenthal
  4. 3 : km 1.92 - alt. 379 m - Kapelle "Herrin der Berge"
  5. 4 : km 2.89 - alt. 350 m - Spessart-Weg 2
  6. 5 : km 5.14 - alt. 351 m - Heimathen
  7. 6 : km 6.69 - alt. 215 m - Industriedenkmal Höllhammer
  8. 7 : km 7.03 - alt. 205 m - Wilhelmsscheune
  9. 8 : km 8.94 - alt. 252 m - Waldsee
  10. 9 : km 10.14 - alt. 219 m - Musikpavillon
  11. 10 : km 11.23 - alt. 223 m - Kurpark von Heimbuchenthal
  12. S/Z : km 12.3 - alt. 237 m - Martinuskirche in Heimbuchenthal

Hinweise

Die Beschilderung der Rundwege im Räuberland ist etwas gewöhnungsbedürftig. Meist gibt es kein einheitliches Wegezeichen. Oftmals sind drei oder vier verschiedene Markierungen zu beachten, um vom Start- zum Zielpunkt zu gelangen.

Einen Besuch wert

Das Räuberland, Teil des bayerischen Naturparks Spessart, liegt im Herzen des so genannten Mainvierecks und verfügt über eines der größten Mischwaldgebiete Deutschlands. Die Region erhielt im Jahre 2016 die Zertifizierung "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland".

Martinuskirche in Heimbuchenthal (S/Z)
Kapellenberg und Kapelle "Herrin der Berge" (3)
Industriedenkmal Höllhammer (6)
Kurpark Heimbuchenthal (10)

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