⚠️ Die Wegbeschreibung bezieht sich auf eine Wanderung, die zu zweit im Winter (Dez. 2023) bei mittlerer, nicht frisch gefallener Schneedecke unternommen wurde.
Ab (1) sind weder Weg noch Markierungen zu sehen! Der Großteil der Route orientiert sich an der Wegbeschreibung, ergänzt durch eine GPS-Route sowie gegebenenfalls die Spuren früherer Skifahrer oder Schneeschuhwanderer.
Man sollte sich nur auf diese Route begeben, wenn man die Technik des Schneeschuhwanderns oder Skitourengehens sowie den Umgang mit Steigeisen und Eispickel perfekt beherrscht. Es handelt sich nicht um eine Einsteigerroute.
Diese Wanderung kann man auch im Sommer unternehmen, wobei man im Wesentlichen derselben Route folgt und sich – soweit möglich – auf den Pisten und Wegen hält, die dann überall gut sichtbar sind.
Parkplatz am Start
Der Ausgangspunkt befindet sich auf dem Parkplatz der Cabane du Caillou de Soques (S/Z). Die Departementsstraße (D934) ist in sehr gutem Zustand und wird, da sie über den Col du Pourtalet die Verbindung nach Spanien herstellt, sowohl im Sommer als auch im Winter geräumt.
Auf der linken Straßenseite gibt es beim Aufstieg im Winter Platz für etwa ein halbes Dutzend Fahrzeuge.
Angegebene Dauer
Ich habe diese Strecke mit Schneeschuhen in 4 Stunden zurückgelegt (inklusive Pausen), nachdem ich um 13:15 Uhr vom Parkplatz aufgebrochen war. Das ist eine „normale“ Zeit. Rechnen Sie mit 4 bis 5 Stunden.
Schwierigkeitsgrad
– Ich habe die Route aufgrund des Höhenunterschieds, der steilen Passagen und der Tatsache, dass sie im Winter nicht markiert ist, als „schwierig“ eingestuft. Es ist eine etwas anspruchsvolle Tour, bei der man sich jedoch nicht verlaufen kann.
- Im Sommer gilt die Einstufung „mittel“.
Der IBP-Index (automatisches Bewertungssystem für den Schwierigkeitsgrad einer Route) beträgt 86 HKG, was einer „schwierigen“ Route für einen Wanderer mit „mittlerer“ körperlicher Verfassung entspricht.
Wasserstellen
- Im Sommer gibt es keine Trinkwasserstellen. Bei Quellen, Seen, Flüssen oder Oberflächengewässern besteht aufgrund der Weidehaltung von Viehherden keine Garantie für Trinkbarkeit. 1,5 Liter pro Person einplanen.
- Im Winter bei Schnee kann der Ruisseau d’Arrious ohne größere Gefahr als Wasserstelle genutzt werden. Nehmen Sie jedoch 0,5 Liter kaltes Wasser pro Person und 0,5 Liter warmes Wasser in einer Thermosflasche pro Person mit.
Unterstände
An der Quèbe d’Arrious (1.885 m) befindet sich eine Schäferhütte (bzw. eine Hütte für Schäferinnen). Die Hütte lehnt an einem riesigen Findling, der als möglicher Unterstand dienen kann.
Ausrüstung
- Im Sommer sollte man die übliche Ausrüstung für Mittelgebirgswanderungen mitnehmen: Wanderschuhe, geeignete Kleidung, Regenbekleidung, Wasser, Verpflegung, Rettungsdecke, Messer, Kompass, Karte, Pfeife.
- Im Winter bei Schnee sind zusätzlich unbedingt Schneeschuhe oder Tourenskier, ein Paar Stöcke, Gamaschen, Sonnencreme, Lippenbalsam, ein GPS-Gerät oder die Visorando-App auf dem Smartphone, Handschuhe, geeignete warme Kleidung, eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk, eine Mütze sowie eine für die Sonneneinstrahlung auf dem Schnee geeignete Sonnenbrille mitzubringen. Manche nehmen zusätzlich ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine Schaufel und eine Sonde mit. Auf dieser Route sind Steigeisen und Eispickel zwingend erforderlich.
Besucherzahlen
- Im Sommer ist die Route auf der gesamten Strecke sehr stark frequentiert.
- Im Winter bei Schnee sieht man manchmal fast auf der gesamten Strecke Spuren von Skitourengehern oder Schneeschuhwanderern. Je nach gewähltem Tag und Wetter kann man jedoch den ganzen Tag über alleine unterwegs sein.
Unabhängig von der Jahreszeit sollten Sie nicht vergessen, Ihren Angehörigen Ihre genaue Route mitzuteilen und sie per SMS oder Telefon über etwaige Änderungen zu informieren.
„Schneeschuhe + Stöcke oder Steigeisen + Stöcke oder Steigeisen + Eispickel“
Wenn Sie mitten im Winter in den frühen Morgenstunden aufbrechen, ist es bei stark verkrustetem Schnee wahrscheinlich bequemer, mit Steigeisen so hoch wie möglich zu steigen. Das Gehen mit Steigeisen ist nämlich fast identisch mit dem Gehen in Wanderschuhen, hat aber den Vorteil, dass man kleine ebene Stellen oder leicht vereiste Anstiege sowie vor allem enge, überhängende Passagen auf hartem oder vereistem Schnee gefahrlos überwinden kann.
Wenn man die Steigeisen auf ebenem Gelände oder an leichten Hängen anlegt, behält man die Stöcke bei. Sobald die Steigung 15 bis 20 % übersteigt, werden Schneeschuhe und Stöcke verstaut und sicher am Rucksack befestigt, und man benutzt den Eispickel. Der Umgang mit dem Eispickel erfordert ein gutes Maß an Übung, insbesondere im Falle eines Sturzes oder beim Abstieg.
Bergwetterbericht von Météo-France und Lawinengegehenbericht (BRA oder BERA)
Informieren Sie sich über die Wettervorhersagen, insbesondere über den Schnee- und Lawinenbericht von Météo-France für das Ossau-Aspe-Massiv in den Pyrénées-Atlantiques. Ein Anruf bei der Hochgebirgsgendarmerie oder bei der Hochgebirgs-CRS kann Ihnen ebenfalls Sicherheit geben.
Lawinengefährdete Gebiete
Das Gebiet gilt auf dieser Route nicht als lawinengefährdet.
Die Hänge liegen im Norden und Süden, und je nach dem vor dem Aufbruch abgerufenen BERA-Risiko sowie der vorhandenen Schneedecke muss man auf mögliche Brüche achten, die Vorboten einer Lawine oder eines Schneerutsches sein können. Wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, muss man Sicherheitsabstände einhalten.
Achten Sie auf mögliche Schneewechten an den Graten.
Sollten Sie auf Ihrer Route oder auf der verwendeten Karte Fehler bei der Markierung oder der Ortsnamenbezeichnung feststellen oder …, können Sie als Mitwirkender diese melden:
- Fehler bei der Markierung, Sicherheitsprobleme, Nutzungskonflikte, Umwelt, …: hier klicken
- Fehler bei der Kartografie, Ortsnamen, …: hier