Der Bericht bezieht sich auf eine Solo-Wanderung zu Beginn der Winterzeit (Ende November 2021) bei mäßiger, frischer Schneedecke.
Zwischen (S/Z) und (1) ist die Spur, obwohl schneebedeckt (30 cm), recht gut erkennbar. Ab (1) sind weder Spur noch Weg noch Markierungen mehr zu sehen! Der Großteil der Route folgt der Wegbeschreibung, ergänzt durch eine GPS-Route sowie gegebenenfalls die Spuren früherer Skifahrer oder Schneeschuhwanderer.
Zwischen (2) und (3) ragten die Geröllsteine fast bis zur Oberfläche, was das Vorankommen erschwerte. Zwischen (3) und (4) waren mehrere Abschnitte sogar völlig schneefrei.
Man sollte sich nur auf diese Route wagen, wenn man den Umgang mit Schneeschuhen oder Tourenskiern sowie mit Steigeisen und Eispickel beherrscht. Diese Tour kann man auch im Sommer unternehmen, wobei man im Wesentlichen derselben Route folgt und sich – soweit möglich – auf den Pisten und Wegen hält, die dann überall gut sichtbar sind.
Parkplatz am Start:
Der Parkplatz befindet sich auf der linken Seite, während man den Pourtalet hinaufsteigt. Bei Schnee auf der Straße ist der Unterschied zwischen der gestrichelten Mittellinie und der Seitenmarkierung kaum zu erkennen. Sehr früh am Morgen ist der Parkplatz möglicherweise noch nicht geräumt. Achten Sie daher darauf, einen Parkplatz zu wählen, der den Verkehr nicht behindert.
Angegebene Zeit
Ich habe diese Tour mit Schneeschuhen in 6 Stunden zurückgelegt, einschließlich Pausen und Picknick, wobei ich um 9:15 Uhr vom Parkplatz aufgebrochen bin. Das ist eine recht knappe Zeitangabe. Rechnen Sie mit 6:30 bis 7 Stunden. Achtung, im Winter wird es schnell dunkel!
Im Sommer kann man mit 5 bis 6,5 Stunden rechnen.
Schwierigkeitsgrad:
Ich habe die Route als „schwierig“ eingestuft, da es zwischen (2) und (3) steile Abschnitte gibt und die Strecke insgesamt nicht markiert ist. Es handelt sich um eine etwas anspruchsvolle Tour, bei der man einen guten Orientierungssinn haben muss, die aber nicht sehr kompliziert ist. Die Strecke ist weder besonders lang noch weist sie einen großen Höhenunterschied auf,
es gibt jedoch vier steile Abschnitte von 100 m und mehr mit einer Steigung von über 30 % (aber < 40 %).
Im Sommer gilt der Schwierigkeitsgrad als „mittel“.
Der IBP-Index (automatisches Bewertungssystem für den Schwierigkeitsgrad einer Route) beträgt 86 HKG, was einer „schwierigen“ Route für einen Wanderer mit durchschnittlicher körperlicher Verfassung entspricht.
Wasserstellen:
- Im Winter bei Schnee können Bäche ohne große Gefahr als Wasserstellen genutzt werden. Planen Sie jedoch 1 Liter kaltes Wasser pro Person und 1 Liter warmes Wasser in einer Thermosflasche pro Person ein.
- Im Sommer sollten 2,5 Liter pro Person eingeplant werden.
Unterkünfte
Im Notfall kann man in allen Hütten der Umgebung Unterschlupf finden.
Ausrüstung
- Im Sommer sollte man die übliche Ausrüstung für Hochgebirgswanderungen mitnehmen: Wanderschuhe, geeignete Kleidung, Regenbekleidung, Wasser, Verpflegung, Rettungsdecke, Messer, Kompass, Karte, Pfeife.
- Im Winter bei Schnee sind zusätzlich unbedingt Schneeschuhe, ein Paar Wanderstöcke, Gamaschen, Sonnencreme, Lippenbalsam, ein GPS-Gerät oder die Visorando-App auf dem Smartphone, Handschuhe, geeignete warme Kleidung, eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk, eine Mütze sowie eine für die Sonneneinstrahlung auf Schnee geeignete Sonnenbrille mitzunehmen. Manche nehmen zusätzlich ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine Schaufel und eine Sonde mit. Steigeisen und Eispickel sind nicht immer unverzichtbar, sollten aber mitgenommen werden.
Besucherzahlen:
- Im Winter bei Schnee kann man je nach gewähltem Tag und Wetter den ganzen Tag alleine unterwegs sein.
- Im Sommer sind die Routen im Kar d’Anéou sehr stark frequentiert.
Unabhängig von der Jahreszeit sollten Sie nicht vergessen, Ihren Angehörigen Ihre genaue Route mitzuteilen und sie per SMS oder Telefon über etwaige Änderungen zu informieren.
Schneeschuhe + Stöcke oder Steigeisen + Stöcke oder Steigeisen + Eispickel
Mitten im Winter kann es morgens einfacher sein, Steigeisen zu tragen als Schneeschuhe oder Skier. Das Gehen mit Steigeisen ist nämlich fast identisch mit dem Gehen in Wanderschuhen, mit dem Vorteil, dass man kleine ebene oder leicht vereiste Anstiege und vor allem enge, überhängende Passagen auf hartem oder vereistem Schnee gefahrlos überwinden kann.
Wenn man die Steigeisen auf ebenem Gelände oder an leichten Hängen anlegt, behält man die Stöcke bei. Sobald die Steigung 15 bis 20 % übersteigt, werden Schneeschuhe und Stöcke verstaut und sicher am Rucksack befestigt, und man benutzt den Eispickel. Der Umgang mit dem Eispickel erfordert ein gutes Maß an Übung, insbesondere bei Stürzen oder beim Abstieg.
Bergwetterbericht von Météo-France und Lawinengegehenbericht (BRA oder BERA)
Informieren Sie sich über die Wettervorhersagen, insbesondere über den Schnee- und Lawinenbericht von Météo-France für das Aspe-Ossau-Massiv in den Pyrenäen-Atlantiques.
Lawinengefährdete Bereiche:
Auf dieser Route gibt es keine als lawinengefährdet bekannten Gebiete. Seien Sie jedoch auf der unmittelbaren Nordostflanke des Pic de Canaourouye wachsam.
Die MarkierungenGR® undPR® sind geistiges Eigentum des französischen Wanderverbandes (Fédération Française de Randonnée Pédestre).
Sollten Sie auf Ihrer Route oder auf der verwendeten Karte Fehler bei der Markierung oder bei Ortsnamen feststellen oder …, können Sie als Mitwirkender diese melden:
- Fehler bei der Markierung, Sicherheitsprobleme, Nutzungskonflikte, Umwelt: hier klicken
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