Gschwendle-Heinehof-St. Ulrich-Winterberg-Talweg

Der markierte Rundwanderweg (gelbe Raute) verläuft zusammen mit dem St. Ulrich-Rundweg (gelbe Raute und Ortswappen) vom Berglusthaus in südwestlicher Richtung durch eine reizvolle Wiesenlandschaft, von der aus man herrliche Ausblicke auf Geiersnest und das Oberrheintiefland erhält. Entlang des Weges sind Terrassenstufen und am Waldrand Steinwälle zu erkennen, die auf frühere ackerbauliche Nutzung hinweisen.
Es lohnt sich auch, einen Blick auf das schön gelegene Berglusthaus zurück zu werfen und auf die eindrucksvolle Landschaft um den Hohbühl. Weiter abwärts folgt ein Wechsel zwischen Waldungen und Grünland. Von einem Wegkreuz am Waldrand aus genießen wir nochmals den Ausblick auf die Wiesen und Einzelhöfe von Geiersnest, bevor der steinige Weg auf kurvenreicher Strecke in den geschlossenen Wald hineinführt.

Details

Nr.53156672
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Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 6,66 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 2:45 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Mittel

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 311 m
  • ↘
    Abstieg: - 320 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 823 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 563 m

Beschreibung der Wandertour

Start: Berglusthaus, 79283 Bollschweil – St. Ulrich
Zufahrtsweg Freiburg – Merzhausen – Au – Sölden – St. Ulrich

(S/Z) Vom Berglusthaus gehen wir bergab bis zum Wegweiser „Gschwendle“ (715 m).

(1) Dort treffen wir auf eine geteerte Straße, die zum Gschwendlehof (Haus-Nr. 23) führt.

Über die Entstehungszeit des Anwesens läßt sich nichts Genaues feststellen. Als sogenanntes Berghäuschen gehörte es früher zum Trudperthof in Geiersnest. Ab dem 18. Jahrhundert ist die Familiengeschichte seiner Besitzer bekannt. 1969 übernahmen Herbert und Annemarie Sumser das Anwesen, das sie 2017 an ihren Sohn Ralf weitergaben. Nach Ausbau des Hofes wird dort eine Ferienwohnung („Ferien auf dem Bauernhof“) angeboten.

Am Wegweiser, wo wir auch auf den Lebensweg St. Ulrich stoßen, biegen wir nach rechts in Richtung Heinehof ab.

Der Weg führt vorbei am Hüslihansenhof (Haus-Nr. 20), der 1785 erbaut wurde. Seit 1818 war das Geschlecht Steiert auf dem Hof ansässig, wo die Landwirtschaft zuletzt im Nebenerwerb betrieben wurde. 1982 wurde das Haus verkauft und in den nachfolgenden Jahren zu Wohnzwecken umgebaut. Auf den Flächen findet weiterhin eine landwirtschaftliche Nutzung statt.

Es folgt nun ein steiler Abschnitt des Wanderwegs hinab zur Kreisstraße 4956 (Nesterbachsträßle).

(2) Am Wegkreuz (errichtet 1935) überqueren wir die Straße und folgen dem auf der Gegenseite ausgeschilderten Fahrweg zu „Sonners Heinehof“ (Haus-Nr. 21).

Der Wanderweg verläuft vorbei an der Hofkapelle und entlang der Wirtschaftsgebäude zum Wegweiser "Heinehof" (617 m). Von hier aus geht es weiter auf dem St. Ulrich Rundweg zum Wegweiser "Eichbühl" (650m) und dann hinab zum Nesterbach. Der Wanderweg führt zuerst durch einen Mischwald.

Auch hier treten Wuchsformen des ehemaligen Niederwalds und Weidbuchen (mehrstämmige Bäume) auf. Der Jungwuchs von Rotbuche, Tanne und Traubeneiche weist auf die ursprüngliche Zusammensetzung des Waldes hin. Der alte Fuhrweg im Wald hat sich tief eingeschnitten.

Dann geht es hinab auf offenes Grünland, von wo sich ein herrlicher Ausblick auf das Bergland von St.Ulrich eröffnet. Hier werden zunehmend Ziegen gegen die Verhurstung (Verbuschung) eingesetzt. Rechter Hand liegt ein Bienenhaus.

Am Waldrand des Buchen-Tannen-Mischwalds wachsen Stechpalmen, die als Zeiger für wintermilde und feuchte Klimalagen gelten. Das gesellige Vorkommen der immergrünen Pflanze im Buchen-Tannen-Wald wurde durch ehemalige Waldweide gefördert und heute durch starken Wildbesatz. An der Wiese oberhalb der geteerten Straße fallen am Hang Steinwälle und Trockenmauern auf, die zum einen als Wegbefestigung dienen. Zum anderen weisen die Terrassenstufen and Mauerreste im Grünland auf den früheren Ackerbau hin.

Von dem Wiesenweg aus erhält man einen herrlichen Blick auf den Kernbereich von St. Ulrich und die beherrschende Lage des Klosterbereichs mit der Pfarrkirche.

Wo der Wanderweg wieder auf die Teerstraße stößt, erkennt man im Wald eine Riese (Schleifbahn für Baumstämme), die zum Nesterbach hinabführt. Die Straße verläuft weiter abwärts durch einen Buchen-Mischwald und trifft im Tal des Nesterbachs auf den Wanderweg vom Heinehof. An der Abzweigung liegt der Haltpunkt 13 des Lebenswegs („Blickwinkel“).

(4) Vom Wegweiser "Am Nesterbach" (583 m) folgen wir nun der gelben Raute weiter bis zur Ortsmitte von St. Ulrich.

(5) Am Wegweiser "St. Ulrich Rössle" überqueren wir die Kreisstraße zum Gasthaus und folgen dem Fahrweg zur ehemaligen Klosteranlage. Beim Aufstieg zur Kirche kommen wir an der St. Ulrichsbrunnen-Kapelle vorbei.

Sie wurde 1771 über der Quelle am Fuße der Klosteranlage errichtet. Die Rückwand der Kapelle ist mit dem ehemaligen Grabdenkmal St. Ulrichs geschmückt.

Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul ist ein Prunkstück des barocken Kirchenbaus. Die Kirche und das Prioratsgebäude in ihrer heutigen Form wurden von dem Vorarlberger Meister Peter Thumb 1740 bis 1741 errichtet. Der Turmbau erfolgte durch Hans Willam 1763/65 anstelle des Dachreiters, der auf die Kirche in Sölden versetzt wurde, wo er sich heute noch befindet. 1766 wurde durch Jakob Natter der Chor erweitert. Das ehemalige Benediktinerkloster wurde 1087 im Auftrag des Cluniazenser Ordens vom Prior Ulrich von Grüningen gegründet, der in der Literatur entsprechend seiner früheren Wirkungsorte auch als Ulrich von Regensburg, Ulrich von Zell bzw. Ulrich von Cluny genannt wird. Somit gehört St.Ulrich mit Hirsau, Alpirsbach und Sölden zu den cluniazensischen Orten im Schwarzwald (s. Schild am Ortseingang).
Weitere Erklärungen siehe "Entdeckungen"

Nach der Besichtigung des Klostergeländes geht die Wanderung weiter zum Wegweiser „St.Ulrich Klosterkirche“ (579 m), wo auch ein Hinweis zum Berglusthaus angebracht ist.

Nahe des oberen Parkplatzes beginnt auch der 3,8 km lange Lebensweg St. Ulrich. Der mit einem eigenen Wegzeichen versehene Rundweg (Schriftzug Lebensweg gesäumt von einem Kreissymbol und der gelben Raute) weist 15 Haltepunkte auf, an denen Elemente aus der Natur und Landschaft mit Lebensthemen verbunden werden.

Der Wanderweg (gelbe Raute) führt den Winterberg hinauf in Richtung Wegweiser „Winterberghütte“ (642 m). Er zeichnet sich durch großartige Ausblicke auf die Landschaft um St. Ulrich aus. Vom ersten Haltepunkt schauen wir nochmals zurück auf den Ort mit der Kirche und links davon auf den Maierhof.

Er ist das älteste Ökonomiegebäude des Klosters, das 1778 als zweigeschossiges Walmdach-Fachwerkhaus mit einer schmalseitigen Tenneneinfahrt erbaut wurde. Im Hintergrund erkennt man die Gehöfte von Geiersnest. Die Weidflächen entlang des Weges sind stellenweise durch Trockenmauern abgegrenzt. Auf den Weiden stehen Bäume und Sträucher mit ausgeprägten Verbissformen und Weidbuchen.

Weiter oberhalb erhält man nach Westen nochmals einen herrlichen Ausblick auf das Möhlintal und seine Seitenbäche, das Oberrheintiefland und die Vogesen. Die tektonisch bedingte Anlage wird hier durch die rechtwinkligen Flussabbiegungen besonders deutlich.

Dann führt der Wanderweg hinauf in einen artenreichen Buchen-Tannen-Mischwald.

(7) Am Wegweiser „Winterberghütte“ (642 m) folgen wir dem Wanderweg und dem Lebensweg Richtung Haltepunkt „Kreuz“, wo wir nochmals einen wunderbaren Ausblick auf St. Ulrich erhalten.

Auf der Wiese oberhalb fallen die Terrassenstufen und Steinwälle auf. Diese weisen auf die frühere Nutzung des Hanges als Ackerland hin.

Die Wanderung geht weiter zum Wegweiser „Winterbergparkplatz“(642 m), wo wir auf den Talweg stoßen, der von der Kreisstraße entlang der Möhlin verläuft. An der Weggabelung steht eine Informationstafel des Lebensweges (Station 5: Quelle).

Von hier ab kann der Wanderweg zum Berglusthaus auf der derselben Strecke des St. Ulrich-Rundwegs gewählt werden (links ab in den Kohlwald und zum Gschwendle).

Wer einen schnell fließenden Bergbach in einem eindrucksvollen Waldtal erleben will, bevorzugt den steinigen Talweg hinauf in Richtung Kaltwasser. Er war bereits auf der Gemarkungskarte von 1884 als Forstweg eingezeichnet. Der Wanderweg ist jedoch nicht mehr mit der neuen Beschilderung des Schwarzwaldvereins gekennzeichnet. Die Holztafel mit dieser Nummer blieb an wenigen Stellen noch erhalten, zum Beispiel hinter der Abzweigung des Priorfelsenwegs, der rechter Hand die Möhlin auf einer Betonbrücke mit Eisengeländer überquert. An der auffallenden Verebnung befand sich in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Baumschule.

Weiter aufwärts verengt sich das Tal, und es treten ungleichmäßige Talhänge auf: Die Hänge auf der linken (nördlichen) Seite sind steiler geneigt als die auf der Gegenseite. Erstere sind gekennzeichnet durch Felsen und Blockschutt. An manchen Stellen treten Felsrippen auf, die an widerständige Ganggesteine gebunden sind. Die großen Blöcke unterhalb der Felsen wurden zu unterschiedlicher Zeit abgesprengt. Auch heute noch geschieht der Vorgang durch gefrorenes Wasser entlang von Klüften (Frostsprengung). Im Tal münden etliche kleine Bäche in die Möhlin, die im St.Ulricher Wald entspringen, u. a. der von Norden kommende Horbenbach, dessen Quellbereich sich nahe des Hofs Nr. 55 befindet.

Im Unterlauf hat er sich tief in den Hang eingeschnitten und felsige Wände freigelegt. Hinter der Einmündung des Horbenbachs liegt linker Hand ein aufgelassener Steinbruch. Das Festgestein wurde für den Straßenbau gebrochen. Auf der rechten Talseite enden die kleinen Bäche auf dem Talgrund zumeist in einem Schwemmfächer. Ein anschauliches Beispiel dafür befindet sich nahe des Hüttenweges, der rechter Hand abbiegt.

Weiter oberhalb versteilt sich das Tal auf beiden Seiten. An einigen Stellen hat die Möhlin an Prallhängen bis zu 2m mächtige Hangschuttlagen freigelegt.

An der nächsten Wegkreuzung geht rechts der Kännelesgrundweg ab, nach links der Kohlwaldweg. Weiter oberhalb führt rechts ein aufgegebener Wanderweg über die Möhlin. An der hohen Esche hängt noch ein alter
Wegweiser nach Gießhübel und zum Schauinsland. Der Talweg steigt weiter an und führt über die verrohrte Möhlin.

(9) In der scharfen Linkskurve zweigt ein Pfad hinauf zu einem Forellenteich ab.

Das Wasser wird von der Möhlin über einen Zulauf in den Teich geleitet. Sicherlich gab es im oberen Möhlintal früher noch weitere Fischteiche. Dafür spricht ein Aufschluß im Gewann Erbmatt. Dieser zeigt unter einer lehmig-sandigen Deckschicht eine organische Ablagerung mit Holzresten. Nach der Altersbestimmg der Hölzer bestand hier ein Teich seit dem 15. Jahrhundert und könnte in Verbindung mit den klösterlichen Aktivitäten von St. Ulrich stehen.

Der Name Erbmatt weist auf ein früheres Wiesengelände (Matte) hin, das von der Möhlin und ihren Quellbächen durchflossen wird.

(10) Etwa 100 m nach Überquerung der Möhlin hinter der Kurve biegt ein Waldweg scharf nach links ab. An einer großen Fichte befindet sich noch ein Schild der alten Wegmarkierung des Schwarzwaldvereins (ehemals roter Punkt). Es zeigt zum Berglusthaus hin (und in der entgegengesetzten Richtung zum Kohlerhof). Wir folgen dem Waldweg zum Berglusthaus, der zuerst parallel zum Hang durch einen Fichtenforst verläuft.

Dann steigt er leicht an und umgeht in einer Linkskurve einen tief eingeschnittenen Bach. Im Wald treten weitere Quellbäche auf, die sich tief in den Hangschutt unter der Waldbedeckung eingeschnitten haben. Hinter der nachfolgenden Rechtskurve erscheint am Oberhang das offene Weidland, während der Steilhang zur Möhlin hin noch bewaldet ist.

Auf der Weide stehen Obstbäume, u. a. aufgereihte Kirschbäume. Der Wegrand ist mit Buchen und Tannen gesäumt. Hinter einer hohen Baumgruppe mit Birke, Lärche und Edeltanne liegt der Hof Nr. 55 (Langtannen). Gegenüber dem Anwesen folgt nun auch auf der linken Hangseite das Grünland, im Mai und Juni mit bunter Blumenpracht, darunter auch mit Orchideen. Zwischen der Wiese und dem Waldrand stehen noch Obstbäume (Birne und Kirsche). Ab der Hofzufahrt ist die Straße geteert. Linker Hand taucht am Hang eine Eintiefung auf, die zum Oberlauf des Horbenbachs gehört.

Seine Quellbereiche erkennt man an der feuchten Mulde rechts des Weges. Von der Fahrstraße aus erhält man einen herrlichen Blick auf den Kammschwarzwald und den Hohen Blauen sowie auf das Oberrheintal und die Vogesen. Im Vordergrund liegt das Berglusthaus mit der geschlossenen Solaranlage auf der nach Süden ausgerichteten Dachseite.

Vorbei an dem Bauerngarten des Anwesens Steiert erreichen wirden Wegweiser „Berglusthaus“ ( 831 m) (S/Z).

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 823 m - Berglusthaus
  2. 1 : km 0.77 - alt. 730 m - Wegweiser „Gschwendle“
  3. 2 : km 1.25 - alt. 624 m - Kreisstraße 4956 queren
  4. 3 : km 1.43 - alt. 627 m - Heinehofkapelle
  5. 4 : km 2.6 - alt. 603 m - Wegweiser "Am Nesterbach"
  6. 5 : km 2.95 - alt. 565 m - Wegweiser "St. Ulrich Rössle"
  7. 6 : km 3.16 - alt. 576 m - Wegweiser „St.Ulrich Klosterkirche“
  8. 7 : km 3.68 - alt. 650 m - Wegweiser „Winterberghütte“
  9. 8 : km 4.61 - alt. 657 m - Wegweiser „Winterbergparkplatz“
  10. 9 : km 5.69 - alt. 800 m - Abstecher Forellenteich
  11. 10 : km 5.76 - alt. 814 m - Scharf links auf Waldweg
  12. S/Z : km 6.66 - alt. 819 m - Berglusthaus

Hinweise

Quelle: Festschrift zum 90-jährigen Bestehen des Wanderheims "Berglusthaus"

Einen Besuch wert

St Ulrich - Klosterkirche (6)

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf eine Tauschurkunde des Klosters St. Gallen im Jahr 859 zurück. Darin überläßt der Abt Grimwald von St. Gallen den gerodeten und überbauten Klosterbesitz „im Schwarzwald am Flusse Möhlin“ einem gewissen Herrn namens Toto. Dafür erhält das Kloster St. Gallen Gelände in Au im Hexental, und zwar vier Jucharte (etwa 160 ha) und einen Weinberg. Der Wald ringsum und das nicht in Kultur genommene Land sollte bei St. Gallen verbleiben. In diesem Zusammenhang wird erstmalig der „Schwarzwald“ („svarzwald“) als Landschaftsbezeichnung erwähnt. In den mittelalterlichen Urkunden und Quellen taucht das Kloster unter verschiedenen Namen auf, u. a. Celle oder Celle S. Petri. Schon bald nach seinem Tod setzt eine lebhafte Verehrung Ulrichs als Heiliger ein. Den Namen St. Ulrich, der sich erst Ende des 14. Jahrhunderts durchsetzte, nahm der Ort bereits um 1300 an (1376 Cella S. Ulrici). 1546 zogen die letzten Cluniazenser aus St. Ulrich fort. Ein Jahr später wurde das Kloster Priorat des Klosters St. Georgen im Schwarzwald und 1560 des Klosters St. Peter im Schwarzwald. 1806 kam das Priorat, das seit 1368 unter dem Schutz der Habsburger stand, zum Großherzogtum Baden. Mit der Säkularisierung des Klosters St. Peter in demselben Jahr erfolgte auch die Aufhebung des Priorats St. Ulrich. Im 20. Jahrhundert wurde in den Gebäuden eine Jugendbildungsstätte und Landvolkhochschule, sowie später das „Bildungshaus Kloster St. Ulrich“ eingerichtet. Mit den neuen Aufgaben erfolgten bis 2015 aufwendige Renovierungs und Sanierungsarbeiten an den historischen Gebäuden sowie moderne Anbauten. Beim Besuch der Klosteranlagen sollte der in Süddeutschland einmalige Taufstein („Brunnenstein“) im Hof nicht fehlen. Es handelt sich um eine riesige romanische Brunnenschale aus rotem Buntsandstein (ein Brunnenbecken) mit einem Durchmesser von 2,50 m und einem Gewicht von 8 Tonnen. Auf alten Abbildungen ist sie im Klostergarten als Verwendung für einen Springbrunnen zu erkennen. Das Kloster hatte für die mittelalterliche Besiedlung des oberen Möhlintals eine große Bedeutung.
Wirtschaftlich wichtig waren die Waldnutzung sowie die Rodung und Schaffung von Acker- und Weideflächen. Es bestand jedoch kein Zusammenhang zwischen den Silbergruben und Verhüttungsanlagen an der Birchiburg und dem Kloster St. Ulrich, da diese durchweg auf Bollschweiler Gemarkung lagen. Klimageschichtlich fiel die Klostergründung in das mittelalterliche Klimaoptimum: es war wärmer und trockener als heute.

Einkehrmöglichkeiten
Heinehof (3)
Gasthaus Rössle (5)
Wanderheim Berglusthaus (nicht bewirtschaftet, kalte Getränke) (S/Z)

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