Start: Berglusthaus, 79283 Bollschweil – St. Ulrich
Zufahrtsweg Freiburg – Merzhausen – Au – Sölden – St. Ulrich
(S/Z) Der Rundwanderweg verläuft südlich des Hohbühls und vorbei am Wegweiser „Am Hohbühl“ (852 m) zur Eduardshöhe.
(1) Am Wegweiser „Eduardshöhe“ (859 m) biegt der Wanderweg nach rechts ab zum Wegweiser „Kaltwasser" (880 m).
(2) Von hier führt die Route (gelbe Raute) auf dem geteerten Zufahrtsweg zum Kaltwasserhof.
Er befindet sich am weitesten abseits an der östlichen Gemarkungsgrenze von Bollschweil-St.Ulrich und ist zugleich mit 880 m ü. NN der höchst gelegene Hof der Gemeinde. 1787 wurde er an dieser Stelle erbaut trotz der ungünstigen Umgebung (Höhenlage, Klimabedingungen) wohl wegen des reichlich vorhandenen Wassers im Quellgebiet der Möhlin. Das Gebäude wurde zwischen 1964 und 1968 in den heutigen Zustand komplett umgebaut. Bewirtschaftet wird der Betrieb von der Familie Helmut und Agathe Kenk. Neben der landwirtschaftlichen Nutzung gehört zum Hof eine Ferienwohnung, von der aus man eine wunderbare Panoramaansicht auf den Schwarzwald und über das Oberrheintal bis zu den Vogesen erhält. Außerdem bietet sich die Unterkunft als Ausgangspunkt für erlebnisreiche Wanderungen und Bergradtouren an.
Südlich des Hofes führt der befestigte Wanderweg, die Fortsetzung des „Heuwegs“, in den Kaltwasserwald hinein, der zum St. Ulricher Wald gehört. Auffallend sind entlang des Weges die reichlichen Quellmulden mit entsprechender Vegetation (Hochstaudenflur).
(3) Kurz bevor wir auf den kurvenreichen Forstweg stoßen, überschreiten wir die Möhlin, die sich hier im
Oberlauf tief in den Talkessel eingeschnitten hat. Nach etwa 1 km interessanter Wegstrecke in einem vielfältig strukturierten Wald kommen wir zu einer Abzweigung, von der ein ausgeschilderter Pfad zum Rastplatz am
Priorfelsen führt.
(4) Dieser ist mit einer Schutzhütte, einem Brunnen und Bänken ausgestattet.
Der 30 m hohe Felsen besteht aus widerständigem Gneis-Anatexit, der durch die südlichen Quellbäche der Möhlin entlang von Klüften herausgeformt wurde. Vom Rand des Felsens aus (Achtung! Absturzgefahr!) erhält man einen herrlichen Blick auf die Schwarzwaldlandschaft und das Oberrheintiefland bis hin zu den Vogesen. Aufgrund seiner auffallenden Form und Lage im Wald wurde der Priorfelsen 1964 mit einer Größe von 1,2 ha als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen. Seinen Namen bekam er von „Prior“ (lat. der Erstere, der höher Stehende = Vorsteher eines Priorats). In diesem Fall ist die Lokalität wohl nach dem Prior Ulrich, dem Begründer des Klosters St. Ulrich, benannt.
Auf dem Stichweg kehren wir zurück zur Abzweigung. Der Wanderweg führt weiter auf dem Heuweg durch den Gründenwald zum Wegweiser „Kohlplätzle Heuweg“ (800 m).
(5) Nach drei Wegbiegungen, u. a. um die Quellaustritte des Sulzbächels am Stutzkopf (916,4 m ü. NN) zu umgehen, erreicht er schließlich die Kohlerhöfe.
(6) Die ersten beiden Höfe liegen links und rechts des Weges am Hang oberhalb der eingetieften Quellbäche des Gründenbachs.
Am unteren Hof ist ein gepflegter Bauerngarten zu bewundern. Darunter wurde ein Hofweiher (Feuerteich) angelegt. Die muldenförmigen Talschlüsse weisen Gräben für die Wiesenwässerung auf. In dem nächsten Anwesen befindet sich die „Berggaststätte Kohlerhof“, die - wie an der Hauswand zu lesen - früher den Namen „Gasthaus zum Kohler“ führte. Der Kohlerhof, der bereits zur Gemeinde Ehrenkirchen gehört (Kohlerweg 13), ist ein beliebtes Ausflugsziel, besonders für Wanderer und Bergradler sowie ein bevorzugter Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Wälder und zu den Höhenwanderwegen. Von der Freiterrasse kann man den Ausblick auf den bewaldeten Kammschwarzwald (im Herbst mit den gelb und rot gefärbten Laubbäumen), auf das Oberrheintiefland und die Vogesen genießen.
Der Kohlweg, der von Ehrenstetten hinaufkommt, ist gesäumt von Vogelbeerbäumen (Ebereschen).
(7) Vom Wegweiser „Kohlerhof“ (750 m) benutzen wir den steilen Zugang auf die Anhöhe und erreichen dort zuerst den Wegweiser „Sonnhaldeeck“ (865 m) und dann weiter auf aussichtsreicher Strecke den Wegweiser „Sonnhaldeberg“ (865 m).
Von hier aus erhalten wir einen herrlichen Rundblick auf den Südschwarzwald (u. a. den Belchen und den Schauinsland sowie ins Münstertal).
(8) Danach geht es wieder in den Wald hinein zum Wegweiser „Sonnhaldenkreuzle“ (826 m).
(9) Von hier aus führt ein markierter Weg (gelbe Raute) hinab zum Heuweg-Erbmatt.
(5) Dort stoßen wir am Wegweiser „Kohlplätzle – Heuweg“ (800 m) wieder auf die uns vom Hinweg her bekannte Route
(4) Hinter der Abzweigung zum Priorfelsen biegt am Höhenpunkt 852,9 m ü. NN und noch vor dem südlichen Zufluß der Möhlin ein Fahrweg nach links ab. Hier verlassen wir den markierten Wanderweg nach Kaltwasser (gelbe Raute) und folgen dem unteren Weg, der auf der alten Wanderkarte Hexental als Wanderweg Nr. 7 ausgewiesen war. (Die Holztafeln mit der entsprechenden Nummer sind zum Teil noch vorhanden.)
(10) Dieser Wanderweg führt vorbei an einem mit Blumen geschmückten Brunnen, der Alfons Sonner (verstorben 2007) gewidmet ist. Auf dem Holztrog steht eine aus Holz geschnitzte Eule, daneben eine Ruhebank. Der Brunnen wird von der Möhlin gespeist, die am Brunnen vorbeiplätschert (s. Wassserschlauch).
Unterhalb des Weges hat sie sich unter dem Fichtenforst tief in den Waldboden eingeschnitten. Der Wanderweg verläuft hangparallel und überquert ein weiteres Gerinne, das auch im Gewann Erbmatt in die Möhlin mündet.
(11) Dahinter stoßen wir auf den Talweg, der nach links steil hinabführt und durch ein altes Hinweisschild „Berglusthaus Wanderheim SV - St.Ulrich“ gekennzeichnet ist.
Am Wegrand hat sich dieses Gerinne ebenfalls tief in den Talboden eingeschnitten und unter Aufschüttungsmaterial eine auffallende dunkle, humose Schicht freigelegt, die auf einen früheren Fischteich hinweist.
Wir folgen jedoch dem Weg geradeaus, der durch einen alten SWV-Wegweiser markiert ist („Horben –Kohlerhof“).
(12) Nach 300 m erreichen wir das offene Wiesen- und Weideland mit Weidbäumen. Beiderseits des Weges liegen Wochenendhäuschen, zu denen Zufahrten abzweigen. Dann geht es vorbei an der großen Weidscheune vor der aufgelassenen und inzwischen verbuschten Sandgrube zur Eduardshöhe. Noch vor dem Wegweiser biegt die Route auf der geteerten Straße nach links in Richtung Berglusthaus ab (S/Z).