"Die Bach nab" - Drei Stege im Elztal

Eine abwechslungsreiche Wanderung durch das stille Elztal: Von Einbach führt die Tour auf historischen Wegen über aussichtsreiche Höhen, vorbei an alten Mühlen, Bildstöcken und kleinen Kulturdenkmälern bis zu den „Dreistegen“ bei Scheringen. Immer wieder eröffnen sich schöne Blicke ins Wiesental und auf den Bach, der sich durchs Tal schlängelt. Wer Natur, Geschichte und stille Pfade mag, findet hier eine besonders reizvolle Runde.

Details

Nr.108416603
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Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 11,31 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 3:45 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Mittel

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 167 m
  • ↘
    Abstieg: - 163 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 460 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 357 m

Beschreibung der Wandertour

(S/Z) Der Einstieg der Tour bildet der Wanderweg E3 nahe des ehemaligen Schulhauses. Von dort geht es an der Kreuzung die Langenelzer Straße weiter auf dem E3. Dieser Weg ist ein alter Fernweg, der Main-Neckar-Fernweg, der früher von Wimpfen im Tal über die damals noch leeren Höhen des Odenwaldes bis an den Main bei Miltenberg verlief.

An der Kreuzung oben hat man einen schönen Blick auf große Teile des kleinen Dorfes. Einbach wurde erstmals 1306 erwähnt, man geht aber davon aus, dass es noch vor dem Jahr 1000 durch einen Beauftragten des Benediktinerklosters und siedlungswillige Bauern gegründet wurde. Westlich des Fernwegs, auf der gegenüberliegenden Seite, sind Wohn- und Wirtschaftsgebäude zu sehen, die teilweise noch auf den Adels- bzw. Fronhof zurückgehen. Besitzer davon war 1306 Rüdt von Bödigheim, der um 1500 aber das Areal an den Erzbischof von Mainz weitergab. Seit dem 30-jährigen Krieg kam Familie Henn auf den Hof, deren Nachkommen heute immer noch dort wohnen.

Mit E3 geht es weiter nach Norden Richtung Main auf dem "Langenelzer Weg". Oberhalb des Dorfes erkennt man die Odenwaldhochflächen, in die die Elz ihr Tal gegraben hat. Buntsandstein und Plattensandstein an den Talhängen sind typisch für die Gegend. Rechts im ersten Waldstück finden sich wassergefüllte Vertiefungen, weshalb das Gebiet in Einbach auch "Lehmegrube" genannt wird. Früher wurde dort der gelbe Lehm für die Häuser abgebaut. Der Weg führt weiter zur Langenelzer Gemarkung und das Flurstück "Mostenbach" mit seinen vielen Lichtungen. Mostenäcker waren Wiesen, die es früher typisch für die Odenwaldlandschaft waren und nur einmal im Jahr gemäht werden konnten. Vorbei an Kleindenkmalen und einem sog. "Orientierungsstock" geht es zur Flur "Schlagbaum". An dieser Stelle wurden einst durch einen 1,5m tiefen Graben und einer dahinterliegenden beinahe unüberwindbaren Hecke aus Hainbuchen und Dornsträuchern Reisende kontrolliert. Solche Sperranlagen gab es mehrere rund um den Mudauer Heerhag.

An dieser Stelle wird der ehemalige Fernweg verlassen und man folgt weiter dem E3 nach links ins Elztal. Auf dem Weg hat man einen wunderschönen Blick auf das Wiesental, in dem sich der Bach schlängelt. Die Tour wechselt nun auf den Weg Le2 und schließlich auf E1. Nach einer Weile erreicht man die Gemeindeverbindungsstraße Einbach-Laudenberg und die Einbacher Mühle. Es geht weiter über die Brücke auf den Weg La5, der an die nächste Mühle ("Schneidemühle") führt. Sie ist eine Sägemühle, die kurz nach 1700 von den Müllern der Einbacher Mühle errichtet wurde. Im Hof der Mühle steht ein wunderschöner Bildstock, der an einen Arbeitsunfall im Jahre 1836 in der Mühle erinnern soll. Einem 24-jährigen Müllersohn hat damals ein Schneidklotz die Brust eingeklemmt.

Der Weg La5 führt nun den Hainberg hinauf, bis man auf dem Weg V auf einer Brücke das Laudenbächle überquert und zur Kreisstraße zwischen Laudenberg und Scheringen geht. Dieser Straße folgt man, bis rechts der Fernwanderweg mit einem blauen Dreieck abzweigt. Er führt in den Wald und den Hang hinauf. Sie stoßen auf einen alten Fernweg, der das Neckartal von Neckargerach aus über Limbach und Buchen mit dem Taubertal verband. Bis zum Jahre 1426 gingen die Limbacher diesen Weg zu ihrer Pfarrkirche nach Hollerbach. An einem Bildstock verlassen Sie den Weg und gehen mit dem Kirchweg S2 hinunter zum Kulturdenkmal "Dreistege". Die Elz ist an dieser Stelle mit Stegen aus Sandstein überbrückt. Danach kommt man auf der L584 in den Ort Scheringen, welches aus zwei Ortsteilen besteht: Ober- und Unterscheringen.

Weiter auf dem Weg S2 geht es zurück nach Einbach. Der Weg führt über die Einbacher Höhe, von der man einen weiten Blick ins Land hat und an sog. "Hohlbrunnen" vorbei. Er war 1870 gebaut worden, um die Wasserversorgung weiterhin zu gewährleisten. Seit 1968 versorgt sich Einbach und auch Hollerbach und Oberneudorf über die Steinkautzenquelle, im Gegensatz zu Buchen und den anderen Stadtteilen, die allesamt der Bodenseewasserversorgung angeschlossen sind.(S/Z)

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 418 m - Einbach Rathaus
  2. S/Z : km 11.31 - alt. 418 m

Hinweise

Autor/in: Odenwald

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