Von Saint-Pé-de-Bigorre aus überqueren Sie den Gave de Pau an der Brücke im Stadtteil Le Bout-du-Pont. Folgen Sie den Schildern „Monastère de Bethléem“ bis zu einer kleinen Straße auf der rechten Seite mit der Beschilderung „Sep“. Nehmen Sie diesen Weg für einige hundert Meter bis zu einer Pumpstation. Parken Sie auf dem angrenzenden Parkplatz.
(H/R) An der Ecke des Zauns der Pumpstation einen Pfad nehmen, der bergab in den Wald führt. Sobald möglich, diesen Pfad verlassen und links einen kleinen Pfad einschlagen, der noch weiter ins Flussbett hinabführt. Folgen Sie dann diesem alten Pfad (manchmal mehrere Spuren am selben Ufer oder an verschiedenen Ufern) so nah wie möglich an der Génie Braque entlang. Die Strecke ist sehr uneben. Es gibt keinerlei Markierungen, abgesehen von einigen roten und weißen Klebestreifen oder Markierungsbändern.
Hinweis: Der auf der gedruckten IGN-Karte eingezeichnete Weg stimmt nicht ganz mit dem auf der digitalen IGN-Karte überein. Man sollte sich besser am Gelände orientieren und dabei auf seinen Orientierungssinn vertrauen.
Während des gesamten Aufstiegs entlang des Flusslaufs wechselt man von einem Ufer der Génie zum anderen, entweder über Stege, die in mehr oder weniger gutem Zustand sind, über Furten oder indem man geschickt über die hervorstehenden Felsen klettert. Man kommt dabei zunächst an der Trinkwasserentnahmestelle der Génie vorbei („prise d’eau“ auf der gedruckten IGN-Karte). In der Nähe dieses Weges muss man direkt durch den Fluss waten, da ein mit einem Gitterzaun umzäuntes Gelände den alten Weg versperrt.
Anschließend alle Nebenflüsse der Génie passieren, die in sie münden. In der Nähe der 750-m-Marke ist der Weg am Grund des Wildbachs nicht mehr begehbar, doch auf der rechten Seite öffnet sich ein Pfad, über den man den gelb markierten Hauptweg „Sep-Bat dé Haü par les Gatés“ erreicht.
(1) Dem Weg nach links folgen; der Wegverlauf wird in diesem Abschnitt deutlich einfacher. Nach und nach weicht der dichte und feuchte Wald aus Buchsbaum, Haselnusssträuchern und Kastanienbäumen einem herrlichen Buchenwald. Nun geht es am linken Ufer der Génie Braque entlang bergauf (schöne Ausblicke auf die Schlucht und das rechte Ufer).
(2) Optionaler Abschnitt: Am Fuße einer kleinen Coume (Bachbett) kann man einen Abstecher zum Wasserfall von Chourrepich, auch „Petit Picharrot“ genannt, machen und wieder zurückkehren.
(3) Kehren Sie auf demselben Weg zurück.
(2) Gehen Sie in Richtung Süden (nach rechts, wenn Sie vom Wasserfall zurückkommen, geradeaus, wenn Sie diesen Abstecher ausgelassen haben) auf dem gelb markierten Weg. Folgen Sie ihm fast bis zur Höhe von 975 m.
(4) Der gelb markierte Weg führt hier eindeutig am rechten Ufer der Génie über eine Furt entlang (und nicht am linken Ufer, wie fälschlicherweise auf der IGN-Karte durch eine violette Linie angegeben). Kurz darauf gelangt man in den unteren Bereich der sehr steilen Almen. Dies ist der Beginn des Kar de Bat dé Haü, nördlich des auf der Karte als „Clots des Cuts d’Ausets“ angegebenen Ortes (dies ist ein weiterer Fehler der IGN, da sich die „Clots de Cuts d’Aüsets“ auf der anderen Seite des Kamms befinden, also südlich der violetten Linie und somit südlich des Soum de la Génie Braque).
(5) Durch das hohe Gras (im Sommer) der gelben Markierungen folgend oder „mitten im Nirgendwo“, wenn im Winter alles mit Schnee bedeckt ist, wobei man den oben herausragenden Teilen der Holzpfähle folgt, erreicht man in einer Viertelstunde die Quelle von Bat dé Haü.
Anmerkung: Auf der digitalen IGN-Karte ist die Angabe „Cabane de Bat de Hau“ verzeichnet, doch in Wirklichkeit handelt es sich um Ruinen, die fast vollständig zerstreut sind; „Ruinen“, wie auf der Papierkarte angegeben. Die Sehenswürdigkeit dieses Ortes bleibt die Quelle, die gut sichtbar und gut ausgeschildert ist.
Weiter geht es in Richtung Aülhet. Die Verbindung zwischen den beiden ehemaligen Almen erfolgt über den Platè de l’Abétou unterhalb des Bois du Trounca auf dem Mesplè-Weg, wobei man eine Stunde lang kaum Höhenmeter überwinden muss. Der Weg führt durch unberührte und sehr abgelegene Landschaften am Fuße des Felsmassivs Garrocq d’Eth Abétou (1208 m) und umrundet dann am Hang den Soum des Brioles (oder Soum de Mesplè – 1272 m), einen bescheidenen Gipfel, auf dem vereinzelte Nadelbäume wachsen. Man erreicht die neue Schutzhütte von Aülhet (oder d’Aoulhet), eine Holzhütte, die in der Alm von Aülhet eingebettet ist.
(6) Folgen Sie nun dem Hirtenweg, einem sehr alten Saumpfad, der auch „Sentier de Coumo-Redo“ genannt wird. Verlassen Sie die Hütte und gelangen Sie in west-nordwestlicher Richtung zum Waldrand, wobei die gelbe Markierung nur sehr schwach zu erkennen ist; folgen Sie dabei der am häufigsten begangenen Wegspur. Am Waldrand ist der Weg durch den Wegweiser des Regionalschutzgebiets gekennzeichnet. Von dort aus ist die gelbe Markierung bis ins Tal wieder regelmäßig sichtbar.
Man passiert den Ort „l’Amphithéâtre“, einen weiteren herrlichen Buchenwald an einem kreisförmigen Hang, steigt eine Rampe namens „l’Escala“ hinab und kommt an der Kreuzung von „Pla dé Bers“ vorbei, einem ehemaligen Lieblingsort der Holzfäller und Köhler. Über den Kamm, der links die Schlucht „Coumo Rédo“ überragt, gelangt man fast bis zum ehemaligen Bauernhof von Peyras, dem heutigen Kloster von Bethlehem.
(7) Wenn der Weg an einer Kreuzung auf einen vollständig von Buchsbäumen umschlossenen Hohlweg trifft, findet man an der Weggabelung auf einem Pfosten links verschiedene Hinweisschilder mit der Aufschrift „Aoulhet“ und ein weiteres mit der Aufschrift „Soum de la Génie Braque“. Nehmen Sie nun den Weg, der links in Richtung der Grotte von Castets abzweigt. Er überquert die Rédo im Furt (die hübsche Brücke wurde 2024 zerstört) … Ein kleiner Wasserfall und die Umgebung machen diesen Ort wirklich reizvoll … Weiter vorne führt der Weg durch einen seltsamen Ort, geprägt von Ruinen und merkwürdigen Überresten von Bauten. Es handelt sich um ein ehemaliges „Jugendlager“ aus dem Zweiten Weltkrieg. Dort findet man verschiedene Pfadfinderhütten aus Holz. Etwas tiefer überquert der Weg die Génie Braque auf einer weiteren Brücke, die man nicht umgehen kann. Aber Vorsicht, sie ist besonders rutschig!
Die Strecke endet mit einem kurzen Anstieg, den man auf dem Hinweg im Abstieg zurückgelegt hat, bis man die Pumpstation von Sep erreicht, die sowohl Ankunfts- als auch Ausgangspunkt (A/A) ist.