Start: Kirche St. Margareta
Politisch gehörte Neustadt bis 1803 zum Kurfürstentum Köln und kam nach dem Wiener Kongress 1815 zu Preußen. Die erste Pfarrkirche aus dem Jahr 1229, die sich an der heutigen Hauptstraße befand, wurde 1873 durch einen neugotischen Neubau, die Kirche St. Margareta, an der Wiedbachstraße ersetzt. Sie beherbergt einen Taufstein aus dem 14. Jahrhundert.
(S) Unsere Wanderung beginnen wir an der Kirche St. Margareta. Wir wenden uns nach rechts, treffen nach 200 Metern an der Wied auf den Kölner Weg, überqueren auf der L255 den Fluss und gehen auf der linken Seite der L255 weiter. Kurz darauf laufen wir an einem Firmengelände linker Hand vorbei und biegen nach links in einen Weg ein, der uns sehr schnell bis zur Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Linz-Neustadt (Wied) führt.
Die Bahnstrecke wurde von 1909 bis 1912 erbaut. Die Baukosten betrugen 7.5 Millionen Reichsmark, wovon die an der Strecke liegenden Gemeinden einen großen Teil aufbringen mussten. Zwischen Kasbach und Kalenborn überwindet die Strecke einen Höhenunterschied von rund 300 Metern. Das erforderte ursprünglich auf diesem Teilbereich einen Zahnradbetrieb. Im Jahr 1931 wurde der Zahnradbetrieb eingestellt, als Lokomotiven mit Gegendruckbremse eingesetzt wurden.
Wegen der Kriegsereignisse wurde der Zugverkehr im März 1945 eingestellt, konnte aber nach Instandsetzungsarbeiten bald bis Neustadt und ab Oktober 1945 auch wieder bis Neustadt-Mettelshahn aufgenommen werden. Im Mai 1950 wurde der Betrieb auf dem Abschnitt Neustadt-Mettelshahn, ab Ende Mai 1960 auch der Personenzugverkehr Linz-Neustadt (Wied) eingestellt.
(1) Wenig später biegt das K nach links ab, unterquert durch einen kleinen Durchlass die alte Bahntrasse und stößt wieder auf die Wied. Wir wenden uns nach rechts und wandern oberhalb der Wied auf einem wunderbaren Pfad langsam bergan. Rechts verläuft die ehemalige Bahntrasse in einem Tunnel. Der schmale Weg steigt höher und höher und mündet neben einem Wegekreuz links auf eine Straße.
(2) Wir sind in Krummenau, wenden uns auf der Straße nach links, verlassen sie aber nach wenigen Metern wieder nach rechts. Entlang einer hohen Hecke links wandern wir auf einem beschaulichen Grasweg weiter. Der Weg führt zu einem quer verlaufenden Asphaltweg, auf den wir nach rechts einbiegen.
(3) Schließlich steigt der Weg ein wenig an und stößt erneut auf die ehemalige Bahntrasse, die heute als Wanderweg dient. Schwenken wir jetzt scharf nach rechts ein, gelangen wir an das Tunnelportal des Neustadter Tunnels. Der Tunnel ist in seiner ganzen Länge begehbar.
Wir aber folgen dem Kölner Weg weiter und wenden uns nach links. Die Wied nähert sich wieder der alten Bahntrasse. In herrlichem Laubwald gondeln wir langsam weiter, bis wir schließlich eine unscheinbare Abzweigung erreichen.
(4) Das K ist deutlich angebracht und zwingt uns, den Wanderweg nach rechts zu verlassen. Wenig später beschreibt der Weg im Wald eine ansteigende Rechtskurve und trifft bald darauf auf einen Querweg, wo wir uns an einer Wiese nach rechts wenden. Etwa 50 Meter weiter gehen wir nach links und immer ein wenig ansteigend erreichen wir erneut einen Querweg, in den wir nach links einschwenken. Wir steuern nun auf das erste Haus von Rüddel zu.
(5) Von hier aus haben wir einen schönen Ausblick über die soeben halb umrundete Wiese und das Wiedtal. Hinter dem ersten Haus von Rüddel schwenken wir im spitzen Winkel nach rechts in einen ansteigenden Grasweg ein. Rechts klettert Laubwald den Hang empor, während sich links Wiesen und Weiden ausbreiten. In der Ferne erkennen wir den Bertenauer Kopf.
Schließlich nimmt uns der Laubwald gänzlich auf. Wir durchqueren ihn, laufen auf eine Wiesenkuppe zu, gehen etwa 20 Meter nach links und wenden uns am Ende einer eingezäunten Weide nach rechts. Jetzt marschieren wir direkt auf Etscheid zu, das wir aber nur streifen.
(6) Wenig später queren wir die Straße von Etscheid nach Wiedmühle. Erneut führt der schöne Wanderweg durch Wiesengelände mit gutem Rundblick, bis wir wieder zu einem Wald gelangen. Anschließend geht es auf einem schattigen Weg steil bergab. Rechts breitet sich das Tal des Hammerbachs aus. Wir nähern uns jetzt der Talsohle, in der sich der Hammerbach zu uns gesellt. Hier an einer Kreuzung halten wir uns rechts, überqueren den Hammerbach und treffen in dem winzigen Weiler Hammerhof ein.
(7) In diesem Weiler gab es vor Jahrhunderten ein Hammerwerk. Der Kölner Weg beschreibt einen Rechtsbogen; überwindet einen kurzen Anstieg und verlässt Hammerhof. Links des Weges fließt nun der Pfaffenbach in einer weiten Wiesenaue.
Der Pfaffenbach bildete bis zur kommunalen Neuordnung im Jahr 1970 die Grenze zwischen den Ämtern Asbach und Neustadt (Wied), den Gemeinden Windhagen und Bühlingen. Noch heute ist er Grenzbach zwischen der Erzdiözese Köln und der Diözese Trier. Der Bach leitet seinen Namen von den Mönchen, den Pfaffen, ab. Nahezu 600 Jahre lang - bis zur Säkularisation im Jahre 1803 - hatten die Mönche des Klosters Heisterbach im Siebengebirge das Patronatsrecht sowie die Pfarr- und Seelsorgeaufgaben in der Pfarrei Neustadt übernommen. Die Mönche mussten, um ihren Aufgaben nachzukommen, den Pfaffenbach entlangwandern.
Für geraume Zeit schlendern wir auf dem beschaulichen Wanderweg im Pfaffenbachtal weiter. Nach links haben wir freien Blick auf die Bachaue und die Hügel jenseits des Bachs.
(8) Schließlich überqueren wir den Bach, der nun rechts verläuft. Später gelangen wir zu einer Gabelung mit einem Hinweisschild „Jugendlager", und halten uns rechts.
(9) An der nächsten Gabelung verlassen wir das Pfaffenbachtal, wenden uns nach links und laufen im Tal des Stockhauserbachs weiter. Erneut wandern wir auf einem breiten Waldweg weiter.
(10) An einer Abzweigung wenden wir uns nach links, queren den Windhagenerbach und kommen an einer Schutzhütte vorbei. Der Bach fließt nun auf der linken Seite. Nach etwa 200 Metern biegen wir an einer Gabelung nach links ab und nach weiteren 100 Metern vor einem Hang auf einen Querweg nach rechts. Ab jetzt geht es im Wald stetig bergan. Mehrfach queren wir den Bach, der sich tief eingegraben und Prallwände ausgebildet hat.
(11) Hinter einer ehemaligen Kläranlage schwenken wir nach rechts auf einen breiten Querweg ein. In einem schmalen Tälchen streben wir nun Windhagen zu.
(12) Schließlich führt der Weg in den Ort hinein. Vor der Raiffeisenbank biegen wir in die Hauptstraße nach rechts ein und kommen zum Hotel Zur Post.
(13) Vor uns reckt sich die Kirche St. Bartholomäus empor.
Windhagen wird erstmals im Jahr 893 erwähnt. Schon im 8. Jahrhundert soll in Windhagen eine Kirche gestanden haben. Die Pfarrer in Windhagen wurden bis 1803 vom Erzstift Mariengraden in Köln bestellt, das im Jahr 1058 gegründet wurde. Bis 1803 gehörte Windhagen zu Kurköln und ab 1815 zu Preußen. Mit dem Bau einer neuen Kirche wurde 1869 begonnen. Ein Erdbeben ließ 1871 den beibehaltenen Westturm der früheren Kirche einstürzen. Die heutige Pfarrkirche wurde als gotisierender Neubau dem alten Turm zugefügt und 1908 um ein halbes Joch verlängert.
Hinter dem Hotel Zur Post gehen wir nach links in die Vierwindenerstraße. An der nächsten Gabelung zweigt nach rechts die Schulstraße ab. Dort befindet sich das Hotel Garni 4 Winden.
(14) Wir bleiben in der Vierwindenerstraße, die ab hier nur noch ein kleiner Pflasterweg ist.
(15) Kurz darauf gelangen wir an die quer verlaufende K28. Wir biegen nach links ein und verlassen die K28 sofort wieder nach rechts in die Straße Richtung Hallerbach. Nun laufen wir auf die Autobahn zu, unterqueren sie und überqueren anschließend die Strecke der Deutschen Bahn.
(16) Wenig später wenden wir uns in die zweite Straße nach rechts, um nach 200 Metern der Markierung nach links zu folgen. Durch Wiesen und am Waldrand vorbei gelangen wir zum Hallerbach. Vor einem Golfgelände wenden wir uns nach rechts, folgen dem Bach bis zu einer Querstraße.
(17) Dort biegen wir nach links ein und passieren den Angelpark Köhlershohn. Kurz darauf wenden wir uns nach rechts in einen Waldweg.
Links begleitet uns im Wald ein kleiner Bach. Es ist der Grenzbach zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Wenige Meter weiter überqueren wir die Grenze zu Nordrhein-Westfalen und wandern auf dem Waldweg bis zu einer eingezäunten Pumpstation.
(18) Hier zweigt der Kölner Weg nach links in Richtung der Straße Rederscheid-Rottbitze ab. Wer möchte, kann auf dem Kölner Weg rund 500 Meter bis zur Rederscheider Straße gehen und dort die Wanderung beenden.
Da unser Ziel Rottbitze lautet, laufen wir auf dem breiten Waldweg geradeaus weiter in Richtung der L247, der Rottbitzer Straße, um zum Hotel Domblick zu gelangen. Wir schwenken nach rechts auf die L247 ein, folgen ihr über den nächsten Kreisverkehr hinaus bis kurz vor die Anschlussstelle Honnef/Linz und erreichen das Hotel Domblick (Z)