Start: Grenzbachmühle
(S) Vom Hotel Grenzbach-Mühle führt der Kölner Weg links des Grenzbachs bis zu einer Schutzhütte, wendet sich dort nach links und steigt auf einem Waldweg stetig bis Horhausen an.
(1) Im Ort biegen wir nach rechts auf die B256 ein, gehen bis zur Kirchstraße, in die das K nach links einschwenkt. Folgen wir der Rheinstraße etwa 50 Meter geradeaus, stoßen wir auf ein Haus mit einer Erinnerungstafel. Es war das Geburtshaus von Kaplan Georg Friedrich Dasbach (1846-1907), eines katholischen Theologen, Publizisten und Sozialreformers. Der eg verläuft nun durch die Kirchstraße und passiert die nach rechts abzweigende Kaplan-Dasbach-Straße, in der Kardinal-Höffner geboren wurde.
(2) Wenig später erreichen wir vor der Kirche Maria Magdalena das Denkmal von Joseph Kardinal Höffner (1906-1987).
Kardinal Höffner war Erzbischof von Köln (1969-1987). Die stattliche Kirche, die als Westerwälder Dom bezeichnet wird, wurde 1902 als Nachfolgebau einer früheren Kirche errichtet. Von dem ursprünglichen Sakralbau blieben lediglich Teile des romanischen Turms erhalten.
Der Weg führt anschließend durch einen kleinen Basaltpark, leitet uns zur Friedhofstraße, in die Neue Schulstraße und schließlich nach links aus Horhausen heraus.
(3) Auf einem schmalen Waldpfad talwärts wandern wir bis zu einer Straße, biegen dort ein und kurze Zeit später nach rechts ab, um in Richtung Niedersteinebach zu gehen.
(4) Schließlich gelangen wir zum Otto-Stollen, so benannt nach Otto Fürst von Bismarck.
Der Stollen wurde 1866 in der Tallage zwischen Luchert und Niedersteinebach angesetzt und erreichte nach einer Länge von 340 Metern in schnurgerader Richtung die beim Gabeler Kopf sich berührenden Grubenfelder Louise und Nöchelchen, 1899 wird der Betrieb eingestellt.
Wir verlassen den Stollen, folgen dem Kölner Weg weiter, biegen nach links ab und gelangen auf der K3 kurz vor Luchert zur Grube Friedrich-Wilhelm.
(5) Wenige Meter vor der Grube zweigt der Kölner Weg nach rechts in einen Wald ab. Wir aber machen einen kurzen Abstecher zur ehemaligen Grube.
Eine erste Verhüttung erfolgte von 1338-1664. Im Jahre 1815 übernahm Preußen den Bergbau um Horhausen und 1818 wurde der Friedrich-Wilhelm-Stollen angesetzt. 1894 endete der Erzabbau.
Der Weg führt nun bergan, beschreibt einen Rechtsbogen und senkt sich durch eine Wiese nach Niedersteinebach hinab.
(6) Dort stoßen wir auf die K1, wenden uns kurz nach links und steigen wenig später über Treppenstufen im waldigen Hang steil nach oben, bis wir auf eine freie Wiesenfläche stoßen. Hier werden wir nach dem anstrengenden Anstieg mit einem schönen Fernblick entschädigt.
(7) Der Weg wendet sich schließlich von der Freifläche ab und führt nach links durch einen Buchenwald.
(8) Bald darauf nähern wir uns dem Waldhotel Heiderhof, biegen aber in kurzer Entfernung davor nach rechts ab. Das K führt uns nun erneut auf herrlichen Waldwegen bis zur Bildeiche.
(9) Der Wanderweg schlängelt sich anschließend durch Fichtenwald und senkt sich ins Wiedbachtal. Rechts öffnet sich der Blick auf die Lahrer Herrlichkeit und Burglahr.
(10) Kurz darauf treffen wir in Peterslahr ein, wandern bis zum Haus Kirchstraße 23, und biegen nach links ein.
(11) Das K führt uns nun zum Friedhof und einem Kreuzweg mit alten Bildstöcken sowie zur Kirche St. Petrus.
Von der ursprünglich um 1150 erbauten Kirche St. Petrus ist nur noch der Westturm erhalten. 1901 wurde die Kirche bis auf den Turm niedergelegt und im neuromanischen Stil wieder aufgebaut. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen ein Reliquiar des Apostels Petrus sowie zwei gotische Holzplastiken aus dem 15. Jahrhundert.
Nun entführt uns das K aus Peterslahr und über die Wied und nach links in ein ausgedehntes Waldgebiet. Der Weg steigt an und fällt wieder steil ins Tal ab.
(12) An einem Querweg im Wald folgen wir der Beschilderung nach links.
(13) Vor uns taucht die mächtige Burgruine Ehrenstein auf, die 1333 erstmals urkundlich erwähnt wird. Auf einem Sträßchen gelangen wir schließlich zum Kloster Ehrenstein.
1449 fiel die Burg an den Ritter von Nesselrode-Reichenstein. Die damals schon vorhandene Schlosskapelle wurde vergrößert und Ritter Bertram von Nesselrode erwirkte 1477 die Erhebung der Kapelle zur Pfarrkirche. 1486 stiftete er ein Kloster für die Kreuzherren. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg Ehrenstein zerstört. Das Kreuzherrenkloster wurde 1812 aufgehoben. Die Wiederaufnahme klösterlichen Lebens erfolgte erst 1893. Der einschiffige Bau aus Bruchstein ist einheitlich gotisch (1477). Chor und Sternengewölbe stammen aus dem Jahr 1486. Sehenswert sind die aus dem 15. Jahrhundert stammenden Glasmalereien, die Kanzel (um 1700), der neugotische Hochaltar von 1886 oder die Kreuzigungsgruppe im Triumphbogen (um 1500).
(14) Vom Kloster führt der Kölner Weg zunächst zu einer Brücke über die Wied, verläuft für eine kurze Wegstrecke auf einer früheren Bahntrasse, um anschließend auf bezaubernden Waldwegen immer höher zu klettern, bis wir schließlich tief unten im Tal die Wied sehen.
(15) Wir haben die Metteshahner Schweiz erreicht. Schließlich gelangen wir zum Scheitelpunkt der Steigung.
(16) Dort führt uns ein Weg nach links zum Bertenauer Kopf, einem 351 Meter hohen Basalthügel. Es lohnt sich, den Kölner Weg zu verlassen und den Gipfel zu besteigen.
Wir jedoch gehen geradeaus weiter und genießen den sich uns bietenden Fernblick, wandern bergab nach Eilenberg.
(17) Von Eilenberg geht es weiter bis zur Wied.
(18) Der Kölner Weg verläuft entlang der Wied und vorbei an bizarren Felsformationen bis Neustadt.
(Z) An der Wiedbrücke wenden wir uns nach links und haben das heutige Etappenziel, Neustadt (Wied), erreicht.