Höhlenwanderung um Muggendorf

Geheimnisvolle Höhlen, herrliche Aussichten, Wald und Wasser - all das bietet der Rundweg um Muggendorf. Da ist nicht nur die Oswaldhöhle, die tropfsteinreiche Rosenmüllerhöhle, die Versturzhöhle Riesenburg und das Quackenschloss, sondern auch der Aussichtsturm Hohes Kreuz auf dem Hohlen Berg und der Adlerstein mit Panoramablick, sondern auch die Wiesent und die Aufseß mit ihren idyllischen Tälern. Bitte nehmt unbedingt eine Taschenlampe für die vielen Höhlen mit!

Details

Nr.48385144
Erstelldatum:
Bearbeitungsdatum:
Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 14,00 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 5:35 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Schwer

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 552 m
  • ↘
    Abstieg: - 556 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 524 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 321 m

Fotos

Beschreibung der Wandertour

Start: Der Rundweg beginnt auf dem Parkplatz direkt vor der Riesenburg an der St2191 zwischen Schottersmühle und Doos (etwa 700 m hinter der Schottersmühle von Behringersmühle aus kommend) auf der linken Seite.

Markierungen

  • gelber Ring
  • roter senkrechter Balken (Heinrich-Uhl-Weg)

(S/Z) Vom Parkplatz an der Riesenburg gehen wir die Stufen empor und kommen direkt in die Versturzhöhle Riesenburg hinein,

(1) Sie wird von weiten Steinbögen aus Resten der ehemaligen Decke überspannt. Über weitere Stufen geht es im Zickzack durch die Höhle hindurch. Am hinteren Ende befindet sich auf der rechten Seite der König-Ludwig-Felsen mit Gedenktafel.

Hinter der Höhle folgen wir dem Weg mit der Gelbringmarkierung weiter durch den Wald und biegen an der nächsten Kreuzung nach links ab. An der T-Kreuzung hinter einem Wiesenstück am Waldrand halten wir uns links und kommen nach Engelhardsberg. Im Ort halten wir uns geradeaus über den Marktplatz mit der Dorflinde und zahlreichen Wandertafeln und biegen an der T-Kreuzung wieder nach links.

(2) Am Ortsende von Engelhardsberg wandern wir an der Kreuzung rechts auf den Feldweg. Ab hier halten wir uns an die Markierung Heinrich-Uhl-Weg (roter Balken). An der nächsten Abbiegung geht es dann links. Wir folgen dem Wegverlauf über eine Rechtskurve durch ein kleines Waldstück, hinter dem ein kleiner Wanderparkplatz liegt. Wir gehen geradeaus am Parkplatz vorbei. Am Waldrand gabelt sich der Weg, wir nehmen den rechten Weg.

(3) Dieser führt uns in den Wald hinein und direkt zum Adlerstein, einem etwa 8 m hohen Aussichtsfelsen, auf den eine Leiter hinaufführt. Hinter dem Adlerstein geht es immer auf dem Waldweg geradeaus bis zu einem Abzweig nach links.

(4) Wenn wir hier einen kurzen Abstecher machen, kommen wir zum Quackenschloss, einer wunderschönen, sehr hoch gelegenen Durchgangshöhle im Karstgebiet.

Wir gehen das kurze Stück zum Hauptweg zurück, biegen nach links ab (Markierung Heinrich-Uhl-Weg) und halten uns an der Gabelung nur ein paar Meter weiter links. Der Weg führt uns leicht bergab über eine Kreuzung geradeaus hinüber und an der folgenden T-Kreuzung nach links.

Wir gehen weiter auf dem Heinrich-Uhl-Weg an der nächten Abzweigung nach rechts, dann über die Kreuzung geradeaus auf den schmalen Weg. Die nächste Kreuzung überqueren wir geradeaus, dann an der Gabelung wandern wir nach rechts weiter. Der Forstweg beschreibt eine weite Rechtskurve und trifft auf eine T-Kreuzung, an der wir rechts, dann wieder rechts abbiegen.

(6) Die Markierung Heinrich-Uhl-Weg leitet uns über gewundene Pfade durch den Wald bergauf, über eine Kreuzung hinweg geradeaus und an den folgenden zwei Gabelungen jeweils links weiter. Fast auf oben auf dem Berg angekommen führt ein Weg nach rechts zum Gipfel des Hohlen Berges mit dem 12 m hohen Aussichtsturm Hohes Kreuz.

(6) Noch vor dem Aussichtsturm liegt auf der rechten Seite etwas versteckt die Doktorshöhle. (Taschenlampe notwendig), die noch ein paar vereinzelte Tropfsteine enthält. Wir gehen auf demselben Weg wieder zum Hauptweg zurück und biegen nach rechts ab. An der Kreuzung nehmen wir den rechten Weg und gelangen zur Oswaldhöhle

(7) Wir gehen durch diese hindurch (Achtung: Taschenlampe notwendig!). Auf der anderen Seite wenden wir uns an der Kreuzung nach links. Wir bleiben noch ein Stück auf dem Heinrich-Uhl-Weg (roter Balken), der uns an den nächsten zwei Abzweigungen geradeaus (bzw. leicht rechts) führt.

(8) In einer weiten Rechtskurve biegen wir dann nach links ab und folgen dem Verlauf des Steiges im Zickzackkurs den Berghang hinab. Unten trifft dieser dann auf den Gebürgsweg, auf dem wir nach rechts weiterwandern.

Nach einer Linkskurve treffen wir auf die Straße, die hier am Dooser Berg eine Schleife macht. Hier liegt der Parkplatz Dooser Berg. Wir gehen am Parkplatz vorbei und gelangen an den Ortsrand von Muggendorf. Auf der Straße Lindenberg wandern wir ortseinwärts weiter. An der Bayreuther Straße biegen wir nach rechts ab und nach etwa 30 m gehen wir leicht rechts über die Kirchgasse weiter.

(9) Dort liegt auf der rechten Seite gleich die St. Laurentius Kirche von Muggendorf. Die gotische Saalkirche wurde nach einem Brand im frühen 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. An der Kreuzung am Oberen Markt gehen wir geradaus über den Schmiedsberg weiter und folgen dessen Verlauf immer leicht rechts.

(10) An der Kreuzung im Wald gibt es zwei lohnenswerte Abstecher.

(11) Der erste führt nach rechts zum Aussichtsfelsen Koppenburg (etwa 200 m Entfernung + Rückweg).

(12) Ein zweiter Abstecher, diesmal nach links und gleich wieder links führt uns nach etwa 200 m zur Rosenmüllerhöhle, die einmal eine Schauhöhle mit Tropfsteinen war und jetzt frei zugänglich ist (schmaler Eingang, unbedingt gute Lampe erforderlich!!!).

(10) Nach diversen Abstechern geht es an der Kreuzung diesmal geradeaus (vom ursprünglichen Weg aus) weiter durch den Wald. Am Waldrand biegen wir nach rechts ab und an der T-Kreuzung auf den Feldern nach links (Markierung Gelbring). Der Fahrweg bringt uns nach etwas über 1 km zur Hauptstraße nach Albertshof, an der wir nach links weitergehen und bald in den Ort hineinkommen.

(13) Am Ortsende biegen wir vor einem Reifengeschäft mit grüner Verkehrsinsel nach rechts ab und folgen dem Straßenverlauf wieder aus Albertshof hinaus. Nach gut 200 m biegen wir nach links auf den Feldweg ab, dann rechts. Der Weg leitet uns am Waldrand entlang zum Landgasthof Kuchenmühle.

(14) Dieser ist berühmt für seine exzellenten selbstgebackenen Kuchen. Hinter dem Gasthof gehen wir gleich links, überqueren die Aufseß und wandern anschließend nach rechts weiter. Ab hier begleiten uns die beiden Wanderwege Main-Donau-Weg und Scheßlitz-Doos immer entlang des Baches durch das Aufseßtal.
Hinter ein paar Häusern treffen wir auf die St 2191, überqueren diese geradeaus und überqueren die Wiesent.

(15) Auf der anderen Seite geht es ein paar Meter nach links, dann nach rechts und wieder links weiter. An der T-Kreuzung biegen wir nach rechts ab und nehmen an der Gabelung den oberen (linken) der beiden Wege entlang der Wiesent in südliche Richtung (Markierung IFS Weg und Hiltpolstein-Thurnau).

An der nächsten Brücke überqueren wir die Wiesent und halten uns anschließend links.

(S/Z) Nach etwa 150 m erreichen wir den Wanderparkplatz an der Riesenburg, von dem wir gestartet sind.

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 367 m - Parkplatz an der Riesenburg
  2. 1 : km 0.07 - alt. 383 m - Riesenburg (Versturzhöhle)
  3. 2 : km 1.3 - alt. 484 m - Heinrich-Uhl-Weg (roter senkr. Balken)
  4. 3 : km 1.89 - alt. 523 m - Adlerstein mit Aussichtsplattform
  5. 4 : km 2.35 - alt. 511 m - Quackenschloss
  6. 5 : km 4.01 - alt. 445 m - Kreuzung
  7. 6 : km 4.75 - alt. 521 m - Aussichtsturm
  8. 7 : km 5.26 - alt. 472 m - Oswaldhöhle
  9. 8 : km 5.48 - alt. 425 m - Links auf Felsensteig
  10. 9 : km 6.24 - alt. 323 m - St. Laurentius Kirche Muggendorf
  11. 10 : km 6.86 - alt. 419 m - Kreuzung: 2 Abstecher möglich
  12. 11 : km 7.1 - alt. 407 m - Aussichtsfelsen Koppenburg
  13. 12 : km 7.55 - alt. 441 m - Rosenmüllerhöhle
  14. 13 : km 9.34 - alt. 460 m - Ortsende Albertshof
  15. 14 : km 11.01 - alt. 354 m - Gasthof Kuchenmühle
  16. 15 : km 12.98 - alt. 360 m - Wiesent und Wiesenttal
  17. S/Z : km 14 - alt. 367 m - Parkplatz Riesenburg

Hinweise

Die Wanderung führt in großen Teilen durch den Wald durch das Wiesent- und das Aufseßtal und zeigt einige der Schönheiten und Sehenswürdigkeiten rund um Muggendorf und Engelhardsberg, die charakteristisch für die Fränkische Schweiz sind. Während einige der Pfade gemütlich und ohne Höhenmeter am Ufer der Wiesent und der Aufseß entlangführen, sind auch steilere Steige zu bewältigen, die ein wenig Trittsicherheit erfordern. (Keine Kletterpartien oder gefährliche Stellen, empfohlen ab etwa Grundschulalter, wenn die Kinder Wandererfahrung haben).

Alternative Startpunkte

  • Parkplatz am Adlerstein bei Engelhardsberg
  • Parkplatz an der Kuchenmühle, Kuchenmühle 21, Wiesenttal
  • Parkplatz am Dooser Berg (nahe Oswaldhöhle)
  • Parkplätze in Muggendorf

Ausrüstung
Der Wanderweg führt mitten durch die Oswaldhöhle hindurch, die an einigen Stellen extrem dunkel ist. Auch für die Besichtigung der übrigen Höhlen ist unbedingt eine gute Taschenlampe oder eine Stirnlampe für alle Besucher einzupacken.

  • Taschenlampe/Stirnlampe für die Höhlenbesichtigungen
  • Festes Schuhwerk mit guter Profilsohle
  • Ausreichende Mengen an Getränken im Gepäck
  • Der Rundweg ist durch die langen Waldabschnitte gut für die Sommermonate geeignet
  • Bei Schnee und Eisglätte können einige Abschnitte sehr rutschig und schwer begehbar sein
  • Die meisten Höhlen sind im Winter gesperrt, weil sich dort das Winterquartier von Fledermäusen befindet (Fledermausschutzzeit ist vom 1. Oktober bis 31. März), bitte unbedingt beachten!
  • Hunde sind im Naturschutzgebiet (Naturpark) an der Leine zu führen - vor allem in der Brut- und Setzzeit

Einen Besuch wert

Neben Gößweinstein und Pottenstein ist Muggendorf sicherlich der bekannteste Ort der Fränkischen Schweiz. Es war bereits das Ziel der ersten Touristenwelle, die Anfang des 19. Jahrhunderts über die Fränkische Schweiz schwappte. Entsprechend gut ist die Infrastruktur in den Ortschaften. Überall gibt es kleine Museen und viele gemütliche Gaststätten, die in den Sommermonaten auch einen Biergarten betreiben. Trotzdem ist wegen der ländlichen Lage in den kleineren Ortschaften auch das Wirtshaussterben zu beobachten. Heute befindet sich nur noch in Muggendorf die Möglichkeit für eine Einkehr - und natürlich im Gasthof Kuchenmühle.

  • Gasthof Brückla, Wiesentweg 18, Muggendorf
  • Kuchenmühle, Kuchenmühle 21 (direkt am Wanderweg)

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