Zugänglich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Eltern mit Kinderwagen (sanfte Mobilität).
(S/Z) Der Place Hardat, der den alten, für den Bau des neuen Kanals vollständig abgerissenen Gemeindeplatz ersetzt, stammt aus den 80er Jahren. Für ihre Gestaltung wurden edle Materialien wie Blaustein (aus der Region) dem Asphalt vorgezogen. Trotz dieser bedeutenden städtebaulichen Veränderungen hat die Kastanie, die stolz auf der Esplanade emporragt, überlebt. Zum Glück übrigens, denn sie wurde am 4. Oktober 1930 gepflanzt und erinnert an das hundertjährige Jubiläum der Unabhängigkeit Belgiens.
(1) Hydraulischer Aufzug Nr. 4 Die vier historischen Aufzüge sind von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Sie sind in der Tat ein außergewöhnliches Zeugnis der bemerkenswerten Entwicklung der Wasserbaukunst im Europa des 19. Jahrhunderts. Zudem sind sie die einzigen weltweit, die noch in ihrem ursprünglichen Betriebszustand erhalten sind. Der Aufzug von Thieu wurde 1917 fertiggestellt. Er ist der vierte und letzte der Reihe. Allein er überwindet einen Höhenunterschied von 16,933 m.
Der ehemalige Kanal des historischen Zentrums. Die Bauarbeiten begannen 1883 und wurden 1917 abgeschlossen. Von diesem Zeitpunkt an konnten 300-Tonnen-Lastkähne von Charleroi nach Condé-sur-Escaut gehen und so vom Maasbecken in das Scheibecken und von dort aus nach Nordfrankreich gelangen. Auf dem Abschnitt zwischen Mons und La Louvière mussten nicht weniger als vier hydraulische Schiffshebewerke und sechs Schleusen passiert werden, um den Höhenunterschied von 89,457 Metern zu überwinden.
(3) Schiffshebewerk von Strépy-Thieu. Es ermöglicht den Schiffen, den Höhenunterschied von 73,15 m in wenigen Minuten zu überwinden. Der Bau begann 1982. Es wurde 2002 für den Verkehr freigegeben. Es handelt sich um einen Betonriesen, der 110 Meter hoch, 130 Meter lang und 75 Meter breit ist und fast 200.000 Tonnen wiegt. Es versteht sich von selbst, dass er mit solchen Maßen und seinen zwei Gondeln der größte der Welt ist. Der Aufzug von Thieu ist eine Seilbahn. Das bedeutet, dass die Behälter, in denen die Boote Platz finden, an Seilen aufgehängt sind und durch Gegengewichte ausbalanciert werden. Der Aufstieg selbst dauert etwa 7 Minuten. Die Gesamtdurchfahrtszeit beträgt jedoch 38 Minuten (Eingang und Ausgehen der Boote). Dieses einzelne Bauwerk gleicht den Höhenunterschied aus, der früher von vier hydraulischen Schiffshebewerken und zwei Schleusen bewältigt wurde.
(4) Der neue Canal du Centre. Um die Durchfahrt von 6 Schleusen und 4 Schiffshebewerken zu vermeiden, die den Verkehr der Lastkähne erheblich verlangsamten, wurde der Bau einer neuen Wasserstraße für große Schiffe (1350 Tonnen) unumgänglich.