Die Höhle im 20. Jahrhundert
Im Zuge unermüdlicher Erkundungen im Gebirgsmassiv entdeckte Abbé Abadie im Jahr 1946 in Begleitung eines Mädchens und ihres Vaters diese Höhle wieder. Das Mädchen, Noèle (und nicht Noëlle), betrat als Erste die Höhle, die fortan ihren Namen tragen sollte. Quelle: Abbé B. Abadie, „Le Sanglier du Picharrot“, Verlag Marrimpoey Jeune.
Die Höhle in der Vorgeschichte
Die Crèque Noèle ist das, was man als prähistorische Höhle bezeichnen kann.
Im Laufe mehrerer Ausgrabungskampagnen wurden dort bedeutende Fundstätten mit Tierknochen und Werkzeugen entdeckt.
Abgesehen von einigen jüngeren Knochenresten und Spuren mittelalterlicher Besiedlung lassen sich die meisten Fundstücke auf das frühe oder mittlere Paläolithikum datieren, wobei letzteres zwischen 30.000 und 80.000 Jahren liegt. Es war tatsächlich der Neandertaler, der in dieser Höhle lebte! Sie diente zudem als Unterschlupf für Höhlenbären.
Siehe Foto vom Inneren der Höhle und prähistorische Details.
Quellen http://www.patrimoines-lourdes-gavarnie.fr/ und Karstpfad von Saint-Pé-de-Bigorre
Ein wenig lokale Geschichte
Der Wald von Saint-Pé wird auch „Forêt de Très-Croutz“ (oder „Très-Crouts“, „Tres Croutz“, „Tres Crouts“ oder „Tres Crots“) genannt.
Der Ursprung dieses Namens „Très-Croutz“ geht vermutlich auf die „Trois Croix“ (très croutz auf Bigourdanisch/Gaskonisch) zurück, die am Ort „la Toue“ mitten im Massiv in einer Höhe von etwa 1.400 m in Stein gemeißelt sind.
Die „Trois Croix“ zeugen von uralten Weidekonflikten zwischen Asson, Salles und Saint-Pé-de-Bigorre.
Im Jahr 1569 beschlossen die Protestanten aus dem Béarn im Asson-Tal, die Bigourdans aus dem Estrèms de Salles anzugreifen, mit denen sie sich um die Berge von Azun und Maumula stritten. Die 1.500 Mann hatten vor, das Dorf Salles in Schutt und Asche zu legen und das gesamte Vieh aus Vergoun zu rauben. Doch die Schlacht wurde von den Bigourdans gewonnen. Diese Konflikte nahmen solche Ausmaße an, dass die Armee des Königs eingreifen musste. Dem Bischof von Tarbes war es unmöglich, den Frieden wiederherzustellen. Quelle: Abbé B. Abadie, „Le Sanglier du Picharrot“, Verlag Marrimpoey Jeune.
An dem Ort namens „Très-Croutz“ trafen auf diesem Berg die Bistümer Tarbes, Lescar und Oloron aufeinander.
Heute sind davon noch drei in einen Felsen eingravierte Kreuze und die Inschrift „1716“ erhalten. Sie sind auf der IGN-Karte zwischen dem „u“ und dem „e“ von „La Toue“ zu finden.
Fauna und Flora
Die Vegetation dieses Gebirgsmassivs spiegelt die starke Trockenheit des Bodens wider, die auf das Relief und die Beschaffenheit der sehr durchlässigen Untergründe zurückzuführen ist
, die jedoch durch die hohen Niederschlagsmengen und die starke Bewölkung ausgeglichen wird: Buchsbaum, Buche, Linde und Haselnussstrauch sind allgegenwärtig … Deshalb sind die bewaldeten Hänge sehr feucht und manchmal sehr rutschig. Quelle: Tourismusbüro von Saint-Pé.
Mit etwas Glück begegnen Sie auch einer artenreichen Tierwelt. Insbesondere Wildschweine, Rehe, Gamsen, unzählige Vögel und verschiedene Insekten sowie gelegentlich Amphibien (Frösche, Kröten, Salamander).
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
- Die Stadt Lourdes, die Marienwallfahrtsstätte;
- Das Dorf Saint-Pé-de-Bigorre, das Dorf selbst, sein kulturelles Erbe, seine Veranstaltungen, der Wald von Très-Croutz und das regionale Naturschutzgebiet Pibeste-Aoulhet sowie die Wassersportmöglichkeiten;
Mehr ergehen...
- Es empfiehlt sich, die Website und die Publikationen des regionalen Naturschutzgebiets Pibeste-Aoulhet zu konsultieren. Besonders hervorzuheben ist der „Wanderführer des Naturschutzgebiets“, der voller Informationen, Wanderrouten und Anekdoten steckt!
- Das Tourismusbüro von Saint-Pé veröffentlicht zudem zahlreiche Broschüren und detaillierte Wandervorschläge. Eine der Broschüren kann interessant sein, um die Fauna und Flora des Gebirges zu entdecken: die Broschüre zum Karstwanderweg, der einen Teil der vorliegenden Wanderung abdeckt.
- Man kann sich in die Lektüre lokaler Werke vertiefen:
* Abbé B. Abadie, „Le Sanglier du Picharrot“, Verlag Marrimpoey Jeune,
* Jacques-Emile Mengelle, „Bigorre de mon enfance“,
* Jean-Claude Mengelle, „Le solitaire de la Gargante“.