Der Ausgangspunkt der Wanderung befindet sich an der Malniu-Hütte auf 2.128 m. Von Frankreich aus erreicht man die Hütte über Puigcerda, Ger und Méranges. Nach Méranges und dem Weiler Girul wird die Straße schmaler, bleibt aber auf den nächsten 6,5 km asphaltiert. Nach der letzten Haarnadelkurve geht sie auf den verbleibenden 2 km in einen gut befahrbaren Feldweg über.
(S/Z) Am Ende des Parkplatzes lässt man die Hütte rechts liegen und überquert einen kleinen See über einen Metallsteg. Man geht links am Campingplatz entlang und hält Ausschau nach den Markierungen des GR®11. Man folgt diesen etwa 500 m lang und verlässt den GR® auf Höhe eines Schildes mit der Aufschrift „Campcardos“. Biegen Sie rechts ab. Von diesem Punkt an bis zum Gipfel ist die Route durch solche Schilder oder gelbe Pfähle markiert. Der Aufstieg erfolgt zunächst schräg, dann direkt am Hang hinauf bis zu einem kaum erkennbaren Pass auf etwa 2.480 m Höhe, dem Coll de les Molleres.
(1) Vom Coll de les Molleres aus ist der Gipfel bereits zu sehen, und man muss leicht in Richtung Nordosten gehen, auch hier wieder direkt am Hang entlang, ohne Schwierigkeiten. Auf einer Höhe von etwa 2650 nähert sich der Weg dem Rand eines links gelegenen Kares. Man gelangt auf das weitläufige Plateau der „Perdius Blanques“. Hier kommt man schneller voran. Der kaum erkennbare Weg ist eher überflüssig, da man nun auf Sicht voranschreitet. Bei Nebel können einige Steinmännchen helfen. Der Campcardos weist zwei Erhebungen auf, wobei die Karten den Nordgipfel als den höheren ausweisen. Zu diesem führt der markierte Weg.
(2) Der Südgipfel, der in 2 Minuten erreichbar ist, bietet einen etwas freieren Blick auf die Cerdagne und die Hochebene, die man gerade durchquert hat. Vom Nordgipfel aus verlässt man nun die Markierungen. Man hält Ausschau nach einer Steinmannreihe in Richtung Nordwesten. Man folgt ihr in sehr leichtem Abstieg hinunter zu einem kleinen Gebirgspass auf der linken Seite. Etwa 300 Meter hinter dem Gipfel trifft man auf einen Weg, der zunächst kaum markiert ist, aber gut sichtbar und leicht zu folgen wird, sobald sich das Gefälle abflacht. Von hier aus hat man einen Blick hinunter auf das Engorgs-Kar und unser nächstes Ziel: die Portella Blanca de Meranges. Die Engorgs-Hütte (Folch i Girona) ist während des Abstiegs in Richtung Südwesten ebenfalls gut sichtbar und ermöglicht es, den weiteren Verlauf der Route zu erkennen.
(3) Am Pass geht es links hinunter. Im Sommer ist der Kontrast zwischen dem mineralischen und steilen Nordhang und dem idyllischen, sanfteren Südhang, der von kleinen Seen belebt wird, besonders eindrucksvoll. Die hier beschriebene Route verläuft bewusst weit links vom See (Molleres d’Engorgs auf der spanischen Karte), um ein Feuchtgebiet zu umgehen. Sie führt in Sichtweite sanft abfallend durch Wiesen hinunter und erreicht die Berghütte nach der Überquerung eines Baches.
(4) Von nun an folgen wir dem GR®11 nach links bis zum Ende dieser Wanderung. Wir steigen hinunter zum Bach und auf der gegenüberliegenden Seite wieder etwa 250 m hinauf. Man muss sich unbedingt rechts halten und die etwas steile, geröllige Stelle ausmachen, über die man in die Schlucht hinabgelangen kann. Anschließend folgen wir dem GR® auf einem recht langen, aber ungefährlichen Kammweg und bewundern dabei prächtige Exemplare der Hakenkiefer. Sobald wir den Wald verlassen, sehen wir die Berghütte, die wir in 10–15 Minuten erreichen (S/Z).