Die Grotte de Soumartre, die Moulins de Faugères und die Carabelles

Im Herzen des Heidelands des Hérault bietet diese Route ein Eintauchen in eine für den südlichen Mittelmeerraum typische Landschaft zwischen unberührter Natur und ländlichem Kulturerbe. Die Wanderung beginnt an der Grotte de Soumartre, einem Naturkomplex aus drei unterschiedlichen Sälen, in denen man wunderschöne Kalksteinformationen und spektakuläre Stalaktiten bewundern kann – Zeugen jahrtausendelanger, langsamer Erosion. Die Route führt weiter zu den Moulins de Faugères, ehemaligen Windmühlen, die historisch zur Getreideverarbeitung genutzt wurden und deren erste Spuren bis ins Mittelalter zurückreichen. Schließlich führt der Weg durch ein bemerkenswertes Kulturerbe aus Trockenmauerwerk mit seinen Terrassenmauern, die einst den Anbau in Terrassenform prägten, sowie den „Carabelles“, kleinen Steinkonstruktionen, die als Unterstände oder landwirtschaftliche Werkzeuge dienten und ein Erbe der traditionellen bäuerlichen Praktiken sowie der Organisation der alten Gärten und Anbauflächen der Region sind.

Details

Nr.99620210
Erstelldatum:
Bearbeitungsdatum:
Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 6,32 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 2:25 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Leicht

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 202 m
  • ↘
    Abstieg: - 202 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 418 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 311 m

Beschreibung der Wandertour

Start am kostenlosen Parkplatz „Les Moulins de Faugères“, Chemin des Trois Tours. Dort gibt es einen Picknicktisch, eine Wasserstelle in der Nähe des „Office du Moulin“ sowie mehrere Parkplätze.

(S/Z) Vom Parkplatz aus in Richtung des DFCI-Wegs AVF8 gehen und dem zweiten Weg links folgen. Das Heideland in Richtung Norden durchqueren und dann im Wald weitergehen, bis man auf ein quer verlaufendes Feld stößt.

(1) Das Feld auf einem kaum erkennbaren Pfad durchqueren. Auf die Markierungen achten und geradeaus weitergehen, bis man auf einen besser markierten Weg trifft.

(2) Beginnen Sie einen kurzen Abstieg zum unauffälligen Eingang der Karsthöhle de Soumartre. Folgen Sie dem Naturpfad bis zum Ende des Tals, wo sich der Zugang zur Höhle rechts in einem steilen Abstieg befindet.
Karsthöhle von Soumartre: Der Eingang zur Höhle ist unauffällig und leicht zu übersehen. Der Zugang zum ersten Saal erfolgt normalerweise über eine etwa 5 bis 8 Meter lange Metallleiter. Diese weist jedoch mittlerweile einen fortgeschrittenen Korrosionszustand auf, und ihre Stabilität ist nicht mehr gewährleistet. Jeder Abstieg erfolgt auf eigene Verantwortung. Es wird dringend empfohlen, geeignete Ausrüstung sowie ein Abseil-Set mitzuführen, um die Höhle sicher zu betreten. Die Höhle besteht aus mehreren Sälen von beeindruckender Größe, die mit Kalksteinablagerungen, Stalaktiten und bemerkenswerten geologischen Formationen geschmückt sind. Der Ort dient zudem mehreren Fledermausarten als Rückzugsgebiet.

(3) Kehren Sie auf den Hauptweg zurück und steigen Sie bis zu einem Feldweg hinauf.

(4) Biegen Sie links ab und gelangen Sie zum Parkplatz.

(S/Z) Steigen Sie auf dem Feldweg in südlicher Richtung zu den Moulins de Faugères hinauf und erreichen Sie diese.

(5) Diese drei alten Windmühlen stammen aus dem 16. Jahrhundert und gehören zu den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten des Dorfes.
Gehen Sie zur nahegelegenen Orientierungstafel. Genießen Sie einen weiten 360°-Panoramablick auf das Mittelmeer, die Cevennen und die Pyrenäen.
Gehen Sie weiter auf dem Weg in Richtung Süden, biegen Sie dann kurz darauf rechts ab und gelangen Sie zu einer Dreiweg-Kreuzung.

(6) Halten Sie sich links und setzen Sie den Abstieg durch ein Labyrinth aus Trockenmauern fort, die von der früheren landwirtschaftlichen Nutzung des Gebiets zeugen. Biegen Sie am Weg rechts ab und gelangen Sie auf einen Feldweg.

(7) Folgen Sie diesem einige Meter nach links und biegen Sie dann rechts auf den Wanderweg ab. Überqueren Sie eine Talsohle und steigen Sie hinauf zu einem Weg. Biegen Sie erst links dann rechts ab und steigen Sie bis zu einer Weggabelung hinauf.

(8) Gehen Sie rechts weiter, zwischen Wald und Heideland hindurch, bis zu einer ungewöhnlichen Statue, die in der Nähe mehrerer traditioneller „Carabelles“ steht. Erreichen Sie einen Waldweg und folgen Sie ihm nach links, bis Sie die Überreste einer alten, verfallenen „Carabelle“ finden.

(9) Dem Weg weiter folgen und dann rechts auf den Pfad abbiegen. Nach einer 90°-Rechtskurve erreicht man eine weitere Carabelle, die sich perfekt in die Landschaft einfügt.

(10) Folgen Sie dem Weg weiter und steigen Sie an der Zufahrtsstraße zu den „Trois Moulins“ hinunter zum Parkplatz (S/Z).

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 383 m - Start am Parkplatz
  2. 1 : km 1.13 - alt. 388 m - Überqueren Sie das Feld, der Weg ist in der Mitte kaum zu erkennen
  3. 2 : km 1.53 - alt. 373 m - Dem Weg folgen, dann Abstieg zum unauffälligen Höhleneingang
  4. 3 : km 1.76 - alt. 311 m - Dem Naturpfad bis zum Fuß des Wanderwegs folgen
  5. 4 : km 2.37 - alt. 372 m - Wegbeschreibung bis zum Parkplatz
  6. 5 : km 3.59 - alt. 416 m - Moulin de Faugères – Die drei Türme
  7. 6 : km 4.13 - alt. 359 m - Biegen Sie links im Heideland ab
  8. 7 : km 4.63 - alt. 332 m - An der Kreuzung nehmen Sie den Weg, der direkt vor Ihnen liegt
  9. 8 : km 5.07 - alt. 379 m - Zwischen Carabelle und Wald: eine ungewöhnliche Statue
  10. 9 : km 5.45 - alt. 379 m - Forstweg und verfallene Karabelle im Wald
  11. 10 : km 5.7 - alt. 382 m - Letzte Etappe und Carabelle
  12. S/Z : km 6.32 - alt. 383 m - Zurück Ankunft Parkplatz

Hinweise

Wasserstelle hinter dem „Office du Moulin“; 2 kostenlose Parkplätze; Picknicktisch neben dem ersten Parkplatz und der Orientierungstafel + Behindertenparkplatz.

Wichtige Hinweise: Obwohl die Wanderung kurz und leicht begehbar ist, erfordert der Zugang zur Karsthöhle de Soumartre große Vorsicht. Die Metallleiter weist erhebliche Korrosionsspuren auf und darf nicht als zuverlässige Einrichtung angesehen werden. Für jeden Besuch der Höhle werden Helm, Taschenlampe und geeignete Ausrüstung dringend empfohlen.

Einen Besuch wert

(5) Die originalgetreu restaurierten Mühlen mit ihren Flügeln, die sich auf einer Höhe von 417 m den 13 Winden aussetzen, werden die Besucher mit ihrem atemberaubenden Panorama überraschen: Eine in Stein gehauene 360°-Orientierungstafel zeigt im Süden die Küste und das Meer, dann die Berge von den Cevennen bis zu den Pyrenäen und im Norden die Berge der Lozère und des Aveyron.

Die Mühlen von Faugères (Getreidemühlen) stammen aus dem 16. Jahrhundert und wurden in den 1990er Jahren restauriert. Die noch betriebsfähige Mühle ist mit den Originalmahlsteinen aus der Zeit der Brüder Rivière (die zwischen 1829 und 1849 als Müller an diesem Standort tätig waren) ausgestattet. Ein Turm dient heute im Sommer als Empfangsbereich für das Tourismusbüro. Wir laden Sie ein, diese außergewöhnliche Stätte das ganze Jahr über auf eigene Faust zu erkunden oder während der Saison an einer der Führungen teilzunehmen.

  • Haustiere erlaubt
  • Barrierefreiheit

Besichtigungen

Sprachen der Führungen: Französisch, Englisch

  • Dauer der Führungen: 40 Min.
  • Führung auf Anfrage

Diese „Trockenmauerkästen“, gemeinhin als „Trockenmauerunterstände“ bezeichnet, haben zahlreiche lokale Bezeichnungen.

In Faugères werden sie „Carabelles“ genannt (nach den Schriften von Émile Ségui und den Erzählungen der Dorfältesten).

Die Trockenmauerbauweise ist eine uralte Technik, die zeit- und ortsunabhängig ist und darin besteht, Mauern oder Hütten ohne Bindemittel (Sand, Zement oder Kalk) zu errichten und die Steine ausschließlich durch die Kraft ihrer gegenseitigen Verbindungen miteinander zu verbinden.

Sie stehen im Zusammenhang mit der Landwirtschaft und der Weidewirtschaft. Warum gibt es in Faugères so viele dieser Bauwerke? Zunächst einmal gibt es dort Stein im Überfluss!

Die Landumverteilung im Zuge der Revolution von 1789 ermöglichte es zahlreichen Bauern und Hirten, Kleinbauern auf einem Gebiet zu werden, das für großflächigen Ackerbau wenig geeignet war. Der Mont Marcou, ein weitläufiger Hügel, der das Dorf überragt, war daher unter anderem Schauplatz umfangreicher Rodungsarbeiten; man geht davon aus, dass die meisten unserer „Carabelles“ aus dieser Zeit stammen. Durch massive Entsteinung, um den Boden zu bewirtschaften oder als Weideland zu nutzen, haben diese Bauern und Hirten ihre Parzellen abgegrenzt, Mauern und Stützmauern errichtet, um die Erde zurückzuhalten, Unterstände errichtet oder „Carabelles“ in verschiedenen Formen und Größen gebaut.

Diese Art der Architektur zeugt von der Anpassung des Menschen an die natürliche Umgebung mit einem Know-how, das stets respektvoll mit dem Gebiet umgeht, das das Ergebnis intensiver geologischer Aktivitäten im Laufe der Jahrhunderte ist.

„Pierres Sèches“ – Erhaltung des Kulturerbes der Hauts Cantons. (Verein)

(3) Die Karsthöhle von Soumartre
Etwa 2 km nördlich von Faugères gelegen, verbirgt sich die Karsthöhle von Soumartre im Herzen des Heidelands hinter einem unauffälligen Eingang, den man leicht übersehen kann. Der Zugang erfolgt über eine etwa 5 bis 8 Meter hohe Leiter, über die man einen ersten großen, schräg abfallenden Saal erreicht. Einige natürliche Stufen führen anschließend ins Herz der Höhle, wo sich ein weitläufiger unterirdischer Saal von überraschender Größe öffnet. Zahlreiche Nischen, wunderschöne Stalaktiten und verschiedene Kalksteinformationen zeugen von der geologischen Aktivität des Ortes. Die Höhle dient zudem mehreren Fledermausarten als Zufluchtsort. Der Kontrast zwischen dem unscheinbaren Eingang und der Weite der unterirdischen Räume macht Soumartre zu einer der bemerkenswertesten Naturstätten in der Umgebung von Faugères.

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