Durch den Dennenloher Wald zum Großlellenfelder Moor

Direkt neben dem beliebten Schlosspark Dennenlohe, der für seine herrliche Rhododendronblüte bekannt ist, liegt ein weniger bekanntes, aber einzigartiges Fleckchen Natur am Rand des Dennenloher Forstes, das zu den echten Raritäten im mittelfränkischen Raum gehört. Die Rede ist vom Großlellenfelder Moor, das zu den sieben verbliebenen kleinen Moorflächen und Feuchtgebieten im südlichen mittelfränkischen Becken gehört, die alle im Landkreis Ansbach liegen.

Details

Nr.35429901
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Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 6,48 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 2:00 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Leicht

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 40 m
  • ↘
    Abstieg: - 39 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 473 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 447 m

Fotos

Beschreibung der Wandertour

Start der Tour ist auf dem Großparkplatz am Schlosspark Dennenlohe, 91743 Unterschwaningen.

(S/Z) Von hier aus halten wir uns weiter die Straße ortsauswärts. Der Schlosspark liegt neben dem Parkplatz auf der rechten Seite. Am Ende der Straße gehen wir geradeaus in den Wald hinein. Nach etwa 300 m halten wir uns an der Gabelung rechts.

(1) Wenn wir an der Kreuzung nach etwa 700 m geradeaus wandern, treffen wir auf den Neuweiher auf der linken Seite. Bei dem Weiher handelt es sich um einen von mehreren Fischweihern der Region, in dem ein Familienbetrieb bereits in dritter Generation die berühmten fränkischen Karpfen (und ein paar andere Fischarten) züchtet. Besonders interessant ist es hier im Frühjahr, wenn die unzähligen Teichfrösche ihr Hochzeitskonzert anstimmen.

Wir gehen am Neuweiher entlang bis zu dessen Ende. Hier macht der breite Weg einen Knick nach rechts. Wir gehen jedoch auf dem schmalen Pfad weiter geradeaus, um nach gut 500 m an der T-Kreuzung nach rechts abzubiegen. Dieser Waldweg mündet nach etwa 200 m auf einen Forstweg, an dem wir uns leicht links halten.

(2) Schon nach wenigen Metern Strecke sind die ersten abgestorbenen silberweißen Stämme der Moorbirken auf der linken Seite zu erkennen, die darauf hinweisen, dass wir jetzt am Großlellenfelder Moor angekommen sind. Das Feuchtgebiet ist zwar nur etwa 200 m breit und an die 500 m lang (insgesamt weniger als 10 Hektar), dafür ist es in dieser Region ein extrem seltener Lebensraum, was unter anderem an den geringen Niederschlagsmengen in Mittelfranken liegt.

Zusammen mit zwei anderen Teilgebieten in unmittelbarer Nähe handelt es sich beim Großlellenfelder Moor um die letzten zusammenhängenden Reste eines ehemals wesentlich umfangreicheren Feuchtgebietes zwischen Wörnitzaue und Heide. Dabei ist das Großlellenfelder Moor der am stärksten vermoorte Restbereich.

Hinter dem Feuchtgebiet liegt ein Waldstück auf immer noch recht feuchtem Untergrund.

(3) An dessen Waldrand (etwa 150 m vor der Straße) biegen wir nach links ab. Dieses Teilstück kann bei anhaltendem Regen sehr durchweicht sein. Falls es unpassierbar ist, kann eine Alternativroute gewählt werden:

Alternativroute: Wir gehen bis zur Straße weiter, biegen hier nach links ab. Die zweite Abzweigung nach links nach etwa 700 m bringt uns wieder auf die beschriebene Route, wenn wir uns an der Gabelung im Wald links halten (Strecke durch den Wald dann etwa 300 m) (4) .

Auf der beschriebenen Route geht es auf holprigen und teils durchweichten Pfaden bis zu einer T-Kreuzung (4). Hier stößt die Alternativrunde von rechts hinzu.

(5) Wir biegen nach links ab, gehen in einiger Entfernung an der Weiherkette Vogtsweiher vorbei durch den Wald.

Nach einer Linkskurve trifft der Weg auf einen breiten Forstweg (Markierung Theodor-Bauer-Weg). Hier biegen wir nach links ab. Ab hier folgen wir dem Weg immer geradeaus über mehrere Kreuzungen hinweg bis zum Waldrand.

(S/Z) Nach kurzer Strecke kommen wir zum Ausgangspunkt, dem Großparkplatz, zurück.

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 450 m - Parkplatz am Schlosspark Dennenlohe
  2. 1 : km 1.43 - alt. 459 m - Neuweiher
  3. 2 : km 2.42 - alt. 454 m - Großlellenfelder Moor
  4. 3 : km 2.83 - alt. 452 m - Abzweig (ab hier Alternativroute möglich)
  5. 4 : km 3.36 - alt. 465 m - Ende der Alternativroute
  6. 5 : km 3.73 - alt. 458 m - Vogtsweiher
  7. S/Z : km 6.48 - alt. 449 m - Parkplatz

Hinweise

Die Tour ist sehr einfach zu wandern, es sind keinen nennenswerten Höhenmeter vorhanden. Bei anhaltender Nässe (vor allem im zeitigen Frühjahr) ist es möglich, dass der Weg durch das Feuchtgebiet nur mit wasserdichten Schuhen passierbar ist. Im Zweifelsfall kann man entweder Gummistiefel für den Abschnitt einpacken oder trockenen Fußes über die beschriebene Alternativroute kommen. In die Kernzone des Moores darf man nicht hinein.

Ausrüstung

  • Wir empfehlen festes Schuhwerk, am besten wasserdicht!
  • In den ersten Monaten des Jahres und bei anhaltender Nässe sind Gummistiefel im Rucksack zu empfehlen.
  • Alternativroute für den Feuchtbereich vorhanden.
  • Auf dem Rundweg gibt es keine Einkehrmöglichkeiten, deshalb sollte eine Brotzeit oder ein Snack mitgenommen werden. Ausreichende Mengen an Getränken sind ebenfalls wichtig.
  • Der Rundweg ist wegen der möglicherweise teils matschigen Streckenführung nur bedingt für einen Kinderwagen oder Buggy geeignet.
  • Hunde müssen an der Leine geführt werden (Naturschutzgebiet)

Einen Besuch wert

Dennenlohe

  • Schlosspark Dennenlohe: Wunderschöne Parkanlage mit Weihern, Rhododendren und auch Trockengebieten sowie einem asiatisch geprägten Teilbereich. Zur Saison blühen hier nicht nur die Rhododendronbüsche, sondern auch über 15.000 Rosen und 3.000 Taglilien. (An speziellen Hundetagen dürfen auch die Vierbeiner mit rein).
  • Dennenloher See: Freizeit- und Badevergnügen für die heißen Tage.

Essen und Trinken
Leider ist die Gaststätte am Schlosspark seit einiger Zeit geschlossen. Eine Gaststätte gibt es im Nachbarort Unterschwaningen.

  • Zur Goldenen Schwanne, Markgrafenstr. 8 (Öffnungszeiten beachten!)

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