Vom Schloss Schwarzenberg zum Bernhardsee

Fast noch ein Geheimtipp im schönen Frankenland sind die vielen Wanderwege im Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim. Der mittelfränkische Teil des Naturparks Steigerwald punktet mit seiner sanften Hügellandschaft und den idyllischen Dörfern und Städten. Mittendrin die wunderschöne Stadt Scheinfeld, über deren Dächern eine alte Burganlage thront, die später zum Renaissanceschloss umgebaut wurde. Gleich nebenan: das Klosterdorf, das wahrscheinlich im 17. Jahrhundert als Kapellendorf errichtet wurde. Ringsum Wälder und Felder. Nicht zu vergessen sind auch die vielen Weiher, in denen die berühmten Karpfen der Region gezüchtet werden.

Details

Nr.59857823
Erstelldatum:
Bearbeitungsdatum:
Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 12,30 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 3:55 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Leicht

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 150 m
  • ↘
    Abstieg: - 150 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 413 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 307 m

Fotos

Beschreibung der Wandertour

Start: Der Rundweg beginnt auf dem Parkplatz am Schloss Schwarzenberg, Schwarzenberg 1, Scheinfeld. Alternativ ist auch ein Parkplatz gegenüber der Kirche des Klosterdorfes vorhanden (Klosterdorf 1). Sollten einmal alle Plätze belegt sein, steht der Parkplatz am Freibad noch zur Verfügung (Badstr. 5).
Direkt am Eingang zum Schloss Scheinfeld befindet sich eine Bushaltestelle der Linien 144 (Neustadt-Aisch/Scheinfeld) und 196 (Burghaslach/Bad Windsheim) und 8107 (Kitzingen/Scheinfeld).

Markierungen:

  • S3 und Roter Flieger
  • Baudenbacher Rundweg B1

(S/Z) Wir gehen zum Schloss Schwarzenberg.

(1) Zunächst besuchen wir das Schloss, in dem sich heute eine Realschule und Fachoberschule inklusive Internat befindet. Ein Rundgang durch den Innenhof der alten Gebäude lohnt auf jeden Fall.

(2) Eine Besonderheit sind auch die alten Riesenmammutbäume direkt vor dem Eingangsportal. Wir gehen durch den Torbogen am Eingang wieder zurück und halten uns auf der asphaltierten Straße geradeaus.

(3) Nach kurzer Strecke liegt hinter einem kleinen Waldstück das Franziskaner-Minoriten-Kloster mit der Wallfahrt- und Klosterkirche Mariä Geburt.

Wir gehen an der Wallfahrtskirche vorbei und biegen an der dritten Abzweigung (am Ende der Linkskurve) nach rechts auf den schmalen Weg, der uns zum Ortsrand und den dahinterliegenden Feldern bringt. An der nächsten Gabelung, an der sich eine Bank befindet, nehmen wir den rechten Zweig und wandern Richtung Waldrand. Das Waldstück durchqueren wir auf dem Hauptweg geradeaus. Auf der anderen Seite gehen wir geradeaus weiter am Waldrand entlang bis kurz vor den ersten Häusern des Scheinfelder Stadtteils Thierberg, das 1362 erstmals als Lehen der Nürnberger Burggrafen erwähnt wurde.

(4) Hier biegen wir nach rechts ab (Markierung S3 und Roter Flieger) und wandern uns immer leicht links haltend am Waldrand entlang weiter über die Wiesen und Felder. Kurz nachdem wir wieder den Waldrand erreicht haben, halten wir uns an der Gabelung rechts und treffen anschließend auf eine T-Kreuzung, an der wir nach rechts abbiegen.

An der folgenden Gabelung nehmen wir den rechten Weg, um weiter am Waldrand entlangzugehen. Kurz nachdem wir in den Wald eingetaucht sind, biegen wir an der Kreuzung nach links ab (Markierung S3 und Roter Flieger).

(5) Es geht immer auf dem Hauptweg weiter durch den Wald, vorbei an einem kleinen Tümpel auf der linken Seite, bis wir an einer asphaltierten Straße ankommen (NEA30). Hier verlassen wir die Markierung Roter Flieger, indem wir nach rechts abbiegen. Ab jetzt folgen wir nur noch der Markierung S3.

(6) Nach etwa 100 m entlang der Straße können wir bereits den Bernhardsee auf der rechten Seite sehen. Vor dem See befinden sich eine Holzhütte und einige Bänke. Hier biegen wir nach rechts auf den schmalen Pfad ab, passieren die Hütte und folgen dem Wegverlauf nach links und gleich wieder rechts um die Nordseite des Sees herum in einen schönen Mischwald hinein (Markierung S3).

Auf dem unbefestigten Grenzweg geht es ein gutes Stück bergab. An einer langgezogenen Lichtung treffen wir auf den Baudenbacher Rundweg B1, dem wir nach rechts folgen und zunächst ein Stück am Waldrand, dann über die Wiesen und Felder weitergehen.

(7) Kurz vor Ruthmannsweiler verlassen wir die Markierung S3 und gehen weiter geradeaus in die Ortschaft hinein, um dann an der Ortsdurchfahrtsstraße nach rechts abzubiegen. Ruthmannsweiler wurde 1303 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte über Jahrhunderte hinweg zu den Castell`schen Lehensgütern.

Wir folgen der Straße aus dem Ort hinaus Richtung Unterlaimbach an einem Weiher auf der rechten Seite vorbei. Hinter dem Waldstück auf der rechten Seite biegen wir auf den Forstweg nach rechts ab. An der Gabelung mit einer Infotafel biegen wir nach links ab und wandern über einen stark verwilderten Trampelpfad (sehr hohes Gras) am Waldrand entlang weiter.

An der nächsten Abzweigung gehen wir geradeaus, um an der folgenden Kreuzung nach rechts abzubiegen. Ein mit Pflastersteinen ausgelegter Forstweg führt uns kerzengerade durch den Wald. Kurz nachdem wir die Wiesen erreicht haben, biegen wir nach rechts ab und durchqueren die Felder.

(8) An der T-Kreuzung nach knapp 400 m biegen wir nach links und gleich nach 50 m wieder nach rechts ab. Hinter einem kleinen Bachlauf liegt auf der linken Seite ein kleiner Weiher. An diesem gehen wir rechts vorbei und biegen bei den ersten Bäumen an der Gabelung links und dann gleich rechts ab.

Hier begegnet uns an einem Baum auf der rechten Seite wieder die Markierung S3, der wir zunächst über einen (wegen des Regens am Vortag matschigen) Waldweg folgen, der dann in einen Forstweg mit Gras in der Mitte übergeht und uns durch den Mischwald führt. Hinter einer Kreuzung, an der wir geradeaus weiterwandern, liegt eine Weiherkette, die früher von den Mönchen des Klosters zur Fischzucht genutzt wurde.

(9) Hinter einer Picknickmöglichkeit am vorletzten Weiher (etwas nach hinten versetztes Häuschen) kommen wir zu einer Kreuzung und biegen dort vor dem letzten Weiher nach links ab.

Der Weg führt uns aus dem lichten Wald heraus zu den ersten Häusern des Klosterdorfes. An den ersten beiden Kreuzungen gehen wir auf dem Klosterweg geradeaus und gelangen dann über einen Pfad zwischen den Häusern hindurch zur Adi-Dassler-Straße, an der wir nach links weitergehen.

Bereits nach knapp 100 m biegen wir nach rechts auf die Straße Am Alten Berg und verlassen diese in der Linkskurve nach rechts auf den geschotterten Weg Richtung Wald. Nach etwa 70 m biegen wir an dem blauen Schild "Fußgänger" auf den Pfad nach rechts ab und anschließend links. Der Waldweg beschreibt nach kurzer Strecke eine Rechtskurve und führt uns auf eine Lichtung.

(10) Auf der rechten Seite steht das Kriegerdenkmal, das an die Gefallenen der Kriege 1870/71, sowie den Ersten und Zweiten Weltkrieg erinnert. Genau gegenüber vom Kriegerdenkmal verlässt ein unscheinbarer Trampelpfad die Wiese und leitet uns bergab zur Schwarzenberger Straße, die wir überqueren und auf der anderen Seite auf der Weinbergstr. weitergehen.

In der Linkskurve der Weinbergstraße biegen wir nach rechts auf den unbefestigten Weg ab, der uns auf der Rückseite des Schlosses den Berg emporleitet. Knapp hinter den Gebäuden des Schlosses biegen wir auf den Trampelpfad nach rechts ab.

(S/Z) Dieser bringt uns zurück zum Parkplatz am Schloss Schwarzenberg, von dem wir gestartet sind.

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 365 m - Parkplatz am Schloss Schwarzenberg
  2. 1 : km 0.17 - alt. 364 m - Innenhof Schloss Schwarzenberg
  3. 2 : km 0.31 - alt. 364 m - Riesenmammutbäume
  4. 3 : km 0.99 - alt. 362 m - Wallfahrtskirche im Klosterdorf
  5. 4 : km 2 - alt. 405 m - Ortsrand von Thierberg
  6. 5 : km 3.31 - alt. 409 m - Tümpel
  7. 6 : km 3.87 - alt. 400 m - Holzhütte und Picknickareal am Bernhardsee
  8. 7 : km 5.78 - alt. 322 m - Ruthmannsweiler
  9. 8 : km 8.26 - alt. 326 m - Kleiner Weiher
  10. 9 : km 10.32 - alt. 361 m - Picknickplatz am Ende der Weiherkette
  11. 10 : km 11.44 - alt. 366 m - Kriegerdenkmal
  12. S/Z : km 12.3 - alt. 365 m - Parkplatz am Schloss Schwarzenberg

Hinweise

Der Rundweg führt in großen Teilen über die Markierung S3 vom Schloss Schwarzenberg über das Klosterdorf in die Mischwälder südöstlich von Scheinfeld. Über Ruthmannsweiler geht es dann östlich am Gabersberg entlang bis zur Weiherkette. Bevor wir wieder zum Schloss gelangen, passieren wir noch das Kriegerdenkmal, das versteckt im Wald auf einer Anhöhe über der Schwarzenberger Straße mit dem Schwanensee steht.

Ausrüstung

  • Die Tour führt weitestgehend über Forst- und Feldwege, an einigen wenigen Stellen aber auch über schmale, etwas überwucherte Pfade. Trotzdem sollte die Tour bei schönem Wetter mit bequemem Schuhwerk machbar sein.
  • Bei Nässe oder Schnee ist gutes Schuhwerk (am besten knöchelhohe Wanderschuhe) zu empfehlen.
  • Die Tour ist zu großen Teilen wunderbar schattig und eignet sich damit auch für heiße Sommertage
  • Bis auf Start/Ziel keine Einkehrmöglichkeiten, daher unbedingt genügend Getränke und einen Snack mitnehmen
  • Nicht für Kinderwagen/Buggy oder Rollator/Rollstuhl geeignet
  • Keine schwierigen Passagen, auch für Anfänger und Kinder ab dem Grundschulalter geeignet
  • Hunde an den Straßenabschnitten und zur Brut- und Setzzeit anleinen

Einen Besuch wert

Schloss Schwarzenberg
Wunderschönes altes Schloss, dessen Vorgängerburg aus dem 12. Jahrhundert irgendwann im 17. Jahrhundert zu einem Schloss im Renaissancestil umgebaut wurde. Heute befinden sich in den alten Gemäuern eine private Real- und Fachoberschule mit Internat. Der Innenhof kann tagsüber jederzeit besichtigt werden. Schlossführungen von Ostern bis Oktober an Sonn- und Feiertagen. Treffpunkt um 14 Uhr am Eingangstor. Preis 3 Euro, keine Anmeldung notwendig (Stand 2024)

Klosterdorf Schwarzenberg
Das Kloster hat seine Ursprünge in einer kleinen Gnadenstätte namens Maria Hilf irgendwann im 17. Jahrhundert, die von einer der Gräfinnen des Schlosses errichtet wurde. Um auch ein religiöses Leben rund um die Kapelle aufzubauen, wurde durch die langjährigen Beziehungen des Fürstenhauses zu den Franziskanern ein kleines Kloster für diese errichtet.

Essen und Trinken
Während der Tour sind keine Einkehrmöglichkeiten vorhanden. Es gibt allerdings in Scheinfeld eine Vielzahl von Gaststätten. Wir empfehlen ein Picknick am Bernhardsee oder an der Weiherkette südlich des Klosterdorfes.

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