Traufgang Felsenmeersteig - Albstadt

Der Felsenmeersteig bei Albstadt wird als die Königstour unter den Traufgängen bezeichnet. Er läuft in großen Abschnitten am aussichtsreichen Albtrauf entlang und bietet dabei herausragende Tiefblicke von felsigen Aussichtsbalkonen in die facettenreiche Landschaft der Schwäbischen Alb. Im Mittelteil sorgen die Durchwanderung des Felsenmeeres mit seinen bizarren Gesteinsformationen, drei gewaltige Mammutbäume mitten im Wald und eine trutzige Feste, die bestiegen werden kann, für Höhepunkte. Zum Schluss wird dann noch der Heersberg erklommen, auf dem sich eine beeindruckende Wacholderheide ausbreitet, wie sie nur in der Alb anzutreffen ist.

Details

Nr.27236232
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Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 17,64 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 6:55 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Schwer

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 664 m
  • ↘
    Abstieg: - 660 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 969 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 668 m

Fotos

Beschreibung der Wandertour

Wir starten in den Traufgang Felsenmeersteig auf dem Wanderparkplatz am Ortseingang von Albstadt-Burgfelden (Nahe Eschenbachstraße / Böllatstraße)

(S/Z) Wir folgen der Beschilderung in der empfohlenen Gehrichtung vom Ort weg. Zuallererst wird eine Waldlichtung umrundet und am ersten Wegweiser geht es nach links und dann sofort wieder nach links. Die Route tritt auf diesem ersten Stück schon recht nahe an die Traufkante heran und gestattet erste Ausblicke ins Albvorland.

(1) Ein Wiesenweg mit zahlreichen Wildblumen führt zum Böllatfelsen. Hier treffen wir auf einen der sensationellsten Ausblicke vom Albtrauf. Bei entsprechender Wetterlage kann man hier über die Stadt Balingen hinweg bis zum Schwarzwald hinüber sehen. Sogar die Vogesen sollen dann und wann von diesem Felsenhorst zu sehen sein. Aber auch die Tiefblicke ins Wannental, das sich direkt unter dem Böllatfelsen ausbreitet, sind aller Ehren wert.

Wir folgen der Route über einen steil abwärts führenden, grob geschotterten Waldpfad ins Wannental. Wir wandern am Ortsrand von Burgfelden und biegen rechts ab., dann scharf links und dann die zweite rechts.

(2) Auf urigen Wurzelsteigen geht es am Waldrand entlang. Ein imposanter Blick zurück zeigt uns die exponierte Lage des Böllatfelsens. Der schmale Pfad mündet bald in einen breiten Forstweg ein. Hier biegen wir rechts und dann sofort wieder links ab.

(3) Ein kurzer aber lohnenswerter Abstecher führt geradeaus zu den Mammutbäumen. Drei Exemplare dieser gewaltigen, turmhohen Spezies, die aus der Sierra-Nevada in Kalifornien stammen, ragen hier mitten im Wald in den Himmel.

Wieder zurück auf dem breiten Forstweg, folgen wir einem schmalen, zur rechten Seite hin stramm in den Hang steigenden Waldpfad. Er führt an der munter plätschernden Schalksbachquelle vorbei.

(4) Dann folgen wir dem Pfad nach rechts zur Schalksburg hinauf. Bevor wir den Aussichtsturm der Schalksburg besteigen, folgen wir einem schmalen Pfad über ein bewaldetes Bergplateau zum Steinbergfelsen (5) hinüber.

Auch von dieser Felsenkanzel offenbaren sich uns tolle Ausblicke. Tief unten im Tal breitet sich sternförmig die Ortschaft Albstadt-Laufen aus. Darüber hinaus schweift der Blick über das Eyachtal auf die umliegende Erhebungen der Alb, an denen sich hier und da immer wieder lotrechte Felswände zeigen.

Dann erreichen wir die Schalksburg und können hier den Turm besteigen, um die traumhaften Aussichten zu genießen. Das heutige Gemäuer wurde in den Jahren 1957 - 1960 aus den Ruinenresten der Schalksburg zusammengefügt.

(4) Wir gehen zurück zur Abzweigung und biegen scharf rechts ab. Windungsreiche Pfade führen zunächst steil bergab. Wir treffen auf einen breiteren Weg (hier führt der Main-Neckar-Rhein-Weg weiter) und halten uns links weiter dem Traufgang folgend, es geht nun etwas sanfter bergab.

(6) Dann biegen wir links ab, die zweite erneut links und über grob geschotterte Waldwege geht es überaus steil in die Alb hinein. In halber Hanglage treffen wir auf den Namensgeber der Tour, das gigantische Felsenmeer.

Unzählige bizarre Gesteinsformationen und Furcht erregende Felsentürme ragen mitten im lichten Buchenforst auf. Moose und Flechten begrünen den kalkweißen Jurafels, aus dem sich durch das Zusammenspiel von Wasser, Kälte und Hitze diese wilden steinernen Zeitzeugen heraus gebildet haben.

Der längste aller Traufgange führt auf felsigen Steigen in zahlreichen Windungen mitten hindurch. Hier sind Trittsicherheit und ein klein wenig Klettergeschick erforderlich, um das Gelände unfallfrei zu durchsteigen.

Vom Felsenmeer geht es noch im Wald zunächst steil nach links bergab. An der nächsten Gabelung halten wir uns rechts und dann erneut rechts.

(7) Wir erreichen eine Wiesenfläche, biegen links ab und dann sofort zweimal rechts. Es geht etwas sanfter bergab ins Eyachtal.

(8) Am Sportgelände von Albstadt-Lautlingen treffen wir auf die Eyach. Auf einem breiten Uferweg folgen wir dem Gewässer flussaufwärts bis nach Margrethausen.

(9) Eingangs der Ortslage links schwenkend steigt der Felsenmeersteig überaus steil in endlosen Serpentinen und über hölzerne Trittstufen in den Heersberg hinein. Auf dem endlos erscheinenden Zickzackpfad haben wir die Klosteranlage von Margrethausen tief unten im Tal ständig im Rücken. Trotz der vielen anstrengenden und kräftezehrenden Höhenmetern ist es ein Traum, auf Wurzelsteigen an der Abbruchkante des Albtraufs bergwärts zu klettern, zeigen sich doch immer wieder herausragende Tiefblicke ins Eyachtal und von einer riesigen Freifläche auch herrliche Aussichten weit in die Albhochfläche hinein. Schließlich befinden wir uns hier schon jenseits der 900-Meter-Marke.

(10) Auf dem Heersberg treffen wir auf eine beeindruckende Heidelandschaft. Wacholderbüsche und einzeln stehende uralte Kiefern verzaubern die einsame Landschaft. Wir bezwingen den 964 Meter hohen Gipfel des Heersbergs. Zwei Ruhebänke laden hier zur Rast ein und wir können die angenehme Stille genießen.

(11) Vom Heersberg geht es durch die Wacholderheide jetzt sanft bergab und an einem Abenteuerspielplatz vorbei. Der Felsenmeersteig kehrt noch einmal zur Traufkante zurück. Erneut zeigt sich gleich von mehreren Panoramapunkten tief unten im Eyachtal die Ortschaft Albstadt-Laufen.

(12) Dann biegen wir rechts ab und folgen einem Wiesenweg ebenen Fußes zurück nach Burgfelden. Es geht durch den hübschen Ort und wieder zurück zum Wanderparkplatz (S/Z).

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 903 m - Wanderparkplatz Albstadt-Burgfelden
  2. 1 : km 1.59 - alt. 893 m - Böllatfelsen
  3. 2 : km 2.91 - alt. 798 m - Wannental - Wurzelsteige
  4. 3 : km 3.72 - alt. 804 m - Mammutbäume
  5. 4 : km 4.59 - alt. 865 m - Richtung Schalksburg
  6. 5 : km 5.25 - alt. 884 m - Steinbergfelsen
  7. 6 : km 7.75 - alt. 775 m - Richtung Felsenmeer
  8. 7 : km 10.42 - alt. 742 m - Wiesenfläche
  9. 8 : km 10.95 - alt. 668 m - Sportgelände Albstadt-Lautlingen
  10. 9 : km 12.19 - alt. 686 m - Margrethausen
  11. 10 : km 14.29 - alt. 963 m - Heersberg
  12. 11 : km 15.96 - alt. 898 m - Abenteuerspielplatz
  13. 12 : km 16.52 - alt. 905 m - Wiesenweg - rechts
  14. S/Z : km 17.64 - alt. 903 m - Wanderparkplatz Albstadt-Burgfelden

Hinweise

Gute Wanderschuhe sind empfehlenswert.

Teilweise ist Trittsicherheit erforderlich, vor allem wenn es durch das Felsenmeer geht.

Einen Besuch wert

Böllatfelsen (1)
Mammutbäume (3)
Schalksburg und Steinbergfelsen (5)
Felsenmeer (6)
Heersberg (10)
Viele tolle Aussichtspunkte entlang der Wandertour.

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