Hochalbpfad Tieringer Hörnle

Dieser tolle Hochalbpfad wird von einer Vielzahl grandioser Albpanoramen von der senkrecht abfallenden Traufkante, einer begehbare Kalksteinhöhle, der Durchwanderung des Naturschutzgebietes Hülenbuch, einem wilden Bannwald und nicht zuletzt dem Aussichtsbalkon des Tieringer Hörnle geprägt. Der Weg ist hervorragend beschildert und es geht meist über schmale Waldpfade, weiche Wiesenwege und wurzelige Steige.

Details

Nr.27236244
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Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 10,60 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 3:35 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Mittel

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 186 m
  • ↘
    Abstieg: - 180 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 958 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 812 m

Fotos

Beschreibung der Wandertour

Start der Wanderung ist an der Schlichemhalle in Tieringen (Hinter Burg 22, 72469 Meßstetten) Hier steht ausreichender Parkraum zur Verfügung.

(S/Z) Wir folgen der Beschilderung des Hochalbpfades bis zu einer Kreuzung und biegen dann rechts auf einen breiten Wiesenweg ab in das Schlichemtal hinein.

(1) Im Talschluss treffen wir auf den Schlichemursprung. Aus einem kleinen Fels ragt ein Fallrohr hervor, aus dem sich das junge Gewässer in ein eigens dafür angebrachtes Becken ergießt, um leise sprudelnd zu Tal zu fließen und dann als Fluss nach 34 Kilometern bei Epfendorf in den Neckar zu münden.

In der Nähe der Schlichemquelle lädt eine Schutzhütte mit Grillplatz zum Verweilen ein. Von der Schlichemquelle steigt die Route mit einem wurzeligen Steiglein in den Hang hinein.

(2) Durch hohen Buchenforst gelangen wir zum "Hohlen Backofen". Es handelt sich dabei um eine begehbare Kalksteinhöhle, wie sie in der Schwäbischen Alb recht häufig anzutreffen sind.

Bald verlassen wir den Wald und folgen der Beschilderung nach rechts in weitläufiges Weideland hinein. Hier wird man mit einer schönen Aussicht auf die umliegenden Erhebungen der Alb belohnt. Ebenen Fusses geht es zum Berghof hinüber und wir folgen der Straße nach rechts. Dann geht es links auf einen breiten geschotterten Fahrweg, der den 954 Meter hohen Bühlen umrundet.

(3) Kurz später erreichen wir einen tollen Aussichtspunkt mit einem Fernblick in den Schwarzwald. Tief unten im Schlichemtal zeigt sich die Ortschaft Hausen am Tann. Bei guter Fernsicht ist der Gipfel des Feldbergs am Horizont gerade noch zu erkennen.

Der breite Forstweg läuft nun zum Lochensattel hinüber. Scharf rechts schwenkend geht es jetzt auf schmalen Pfaden etwa vier Kilometer an der nach links steil abfallenden Traufkante entlang.

(4) Schon kurze Zeit später gelangen wir zum Panoramablick Schinderlucke. Hier fällt der Blick ins Albvorland und auf die Ortschaft Weilstetten die sich im Talgrund ausbreitet.

Weiche Wiesenpfade führen sodann in das beeindruckende Naturschutzgebiet Hülenbuch hinein. Sich im Wind wiegendes Magergras soweit das Auge reicht erwartet uns hier. Dieses erfährt nur durch einzeln stehende Buschgruppen eine Auflockerung. In diesem Teilabschnitt kann man den Eindruck gewinnen, durch eine weitläufige Grassteppe zu wandern. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Areal wegen seiner seltenen Kleintier- und Pflanzenwelt zum Naturschutzgebiet erhoben wurde.

(5) Am Gedenkstein der 4. Gebirgsjägerdivision „Enzian“ vorbei geht es dann hinüber zum Namensgeber des Hochalbpfades, zur Felsenkanzel des Tieringer Hörnle, einem der spektakulärsten Panoramablicke vom Albtrauf. Wie ein Schiffsbug ragt diese exponierte Felsnase hoch über dem Eyachtal in das Albvorland hinein und bietet traumhafte Panoramablicke auf die sich im Tal ausbreitenden Städte und Ortschaften.

Uns zu Füßen liegt die große Kreisstadt Balingen, gleich dahinter zeigt sich Geislingen und etwas nach rechts versetzt schon weit in der Ferne die Stadt Haigerloch. Wenn wir dann den Blick nach rechts wenden, können wir tief unten im Eyachtal die Ortschaft Albstadt-Laufen bewundern.

Vom Tieringer Hörnle läuft der Hochalbpfad direkt am Osttrauf entlang. Dabei zeigt sich linker Hand oftmals der Abgrund, während der Blick zur rechten Seite hin in die hügeligen Albwiesen des Naturschutzgebietes Hülenbuch schweift. Des Öfteren führt uns die Route auch kurz in die mit Wildblumen durchsetzten Wiesen hinein. Immer wieder jedoch kehrt sie zum Trauf zurück und geleitet uns noch zu einer Reihe von Panoramapunkten.

(6) Wir erreichen eine Kreuzung und halten uns halblinks. In halber Hanglage umrundet der Hochalbpfad auf wurzeligen Steigen den 954 Meter hohen Torbühl. Dabei geht es durch einen Bannwald in dem keine Forstwirtschaft mehr stattfindet. Lediglich der schmale Pfad, den man nicht verlassen sollte, wird für Wanderer frei und begehbar gehalten.

(7) An der nächsten Möglichkeit biegen wir rechts ab, dann die zweite links und es geht über eine Freifläche mit bunt blühenden Wildblumen. Über die nächste Kreuzung geht es geradeaus und dann die nächste rechts wieder zurück Richtung Ausgangspunkt (S/Z).

Hier erwartet ein uriger Barfußpfad den müden Wanderer.

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 820 m - Schlichemhalle Tieringen
  2. 1 : km 1.21 - alt. 891 m - Schlichemquelle
  3. 2 : km 1.63 - alt. 931 m - Hohler Backofen
  4. 3 : km 3.22 - alt. 926 m - Aussichtspunkt mit Fernblick auf Schwarzwald
  5. 4 : km 4.55 - alt. 940 m - Panoramablick Schinderlucke
  6. 5 : km 6.21 - alt. 947 m - Felsenkanzel des Tieringer Hörnle
  7. 6 : km 7.85 - alt. 928 m - Kreuzung
  8. 7 : km 8.4 - alt. 927 m - Freifläche
  9. S/Z : km 10.6 - alt. 820 m - Schlichemhalle Tieringen

Hinweise

Gute Wanderschuhe werden empfohlen.

Einen Besuch wert

Unterwegs gibt es mehrere tolle Aussichtspunkte, darunter vor allem die Felsenkanzel des Tieringer Hörnle

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