Berliner Stadtteile: rund um das Oranienburger Tor

Diese Route führt abwechselnd durch belebte Straßen, darunter die berühmte Friedrichstraße, und durch wesentlich ruhigere Straßen. Sie bietet die Gelegenheit, auf den Spuren der ehemaligen jüdischen Gemeinde Berlins zu wandeln, die vor der Nazizeit zu den bedeutendsten in Europa gehörte.

Details

Nr.408047
Erstelldatum:
Bearbeitungsdatum:
Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 5,09 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 1:30 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Leicht

  • ⚐
    Zurück zum Start: Nein
  • ↗
    Aufstieg: + 12 m
  • ↘
    Abstieg: - 12 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 48 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 30 m
  • ⚐ Land: Deutschland
  • ⚐ Gemeinde: Berlin 
  • ⚑
    Start: N 52.52027° / E 13.388282°
  • ⚑
    Ziel: N 52.522685° / E 13.402337°
  • Stündliche Wettervorhersage

Fotos

Beschreibung der Wandertour

In der folgenden Beschreibung sind die Namen der Wege und der wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Deutsch angegeben, d. h. so, wie man sie vor Ort vorfindet, und kursiv geschrieben. Der Buchstabe ß, der spezifisch für das deutsche Alphabet ist, wird wie ein doppeltes „s“ im Französischen ausgesprochen. Siehe die Ortsnamen unter der Rubrik „Praktische Informationen“.

Start: Bahnhof Friedrichstraße.

Anfahrt:
- S-Bahn – Linien 1, 2, 25, 5, 7 und 75.
- U-Bahn – Linie 6.
- Straßenbahn – Linien M1 und 12.

(S) Vom Bahnhof aus nehmen Sie einen der Ausgänge „Friedrichstraße“. Folgen Sie dieser Straße in Richtung Norden, überqueren Sie das Reichstagufer und überqueren Sie die Spree auf der Weidendammer Brücke. Biegen Sie direkt nach dem Verlassen der Brücke links ab und gehen Sie am Flussufer entlang auf dem Schiffbauerdamm. Passieren Sie den Bertold-Brecht-Platz auf der rechten Seite und biegen Sie an der folgenden Kreuzung rechts in die Albrechtstraße ein. Ignorieren Sie die Marienstraße auf der linken Seite.

(1) An der nächsten Kreuzung (mit dem monumentalen Bunker rechts gegenüber) die Reinhardtstraße überqueren und geradeaus weitergehen. Dann links in die Schumannstraße einbiegen. Am Deutschen Theater vorbeigehen und weiter an den pastellfarbenen Putzfassaden auf der rechten Seite entlanggehen. An der nächsten Kreuzung (Statue von Albrecht von Graefe) rechts in die Luisenstraße abbiegen. Links am Charité-Krankenhaus (großer Backsteinkomplex) vorbeigehen und geradeaus weitergehen. Den Robert-Koch-Platz überqueren und in dessen Verlängerung den Platz vor dem Neuen Tor. So gelangt man auf eine breite Allee, die Invalidenstraße.

(2) Der Allee nach links folgen, die Spree überqueren und den Eingang zum Museum Hamburger Bahnhof auf der rechten Seite erreichen.

(3) Kehren Sie auf demselben Weg zurück.

(2) Weiter auf der Invalidenstraße gehen und links am Museum für Naturkunde entlanggehen. An der nächsten Kreuzung ( U-Bahn-Station) rechts in die Chausseestraße abbiegen. Bei Nr. 125 das Brecht-Haus beachten. Unmittelbar danach die Straße verlassen und rechts in eine kleine Gasse einbiegen, die zu zwei Friedhöfen (Dorotheenstadtischer und Französischer Friedhof) führt. An einem kleinen Platz (Informationsschild) angekommen, biegen Sie scharf nach links ab und betreten den Französischen Friedhof. Durchqueren Sie den Friedhof diagonal nach rechts und nehmen Sie den Ausgang, der zurück zur Chausseestraße führt. Folgen Sie dieser Straße erneut nach rechts.

(4) An der nächsten Kreuzung (Ampel) überqueren Sie zunächst links die Chausseestraße und dann rechts die Torstraße. Gehen Sie weiter auf der Chausseestraße und biegen Sie an der nächsten Kreuzung links in die Oranienburger Straße ein. Eine Abzweigung auf der linken Seite sofort ignorieren und ein imposantes Gebäude auf der rechten Seite beachten, an dem im November 2016 umfangreiche Bauarbeiten stattfanden (ehemaliges „Loft“ oder „Künstler-Squat“). Anschließend die Auguststraße ignorieren, an der S-Bahn-Station Oranienburger Straße vorbeigehen (an der linken Ecke steht das monumentale ehemalige Hauptpostamt) und zur Neuen Synagoge gelangen.

(5) Weiter auf der Oranienburger Straße und die erste Straße links nehmen, die Krausnickstraße. Am Ende der Straße rechts in die Große Hamburger Straße abbiegen. Auf der linken Seite am ehemaligen jüdischen Friedhof entlanggehen, am Ende wieder auf die Oranienburger Straße stoßen und dieser nach links folgen. An der Kreuzung biegen Sie rechts ab und überqueren die Große Präsidentenstraße. Schlendern Sie über die Neue Promenade zum Hackeschen Markt und gelangen Sie von dort aus direkt zur S-Bahn-Station(Z).

Um nach Hause zu gelangen:
- S-Bahn – Linien 5, 7 und 75.
- U-Bahn – Linie 6.
- Straßenbahn – Linien M1, M4, M5, M6 und M8.

Wegpunkte

  1. S : km 0 - alt. 36 m - Bahnhof Friedrichstraße
  2. 1 : km 0.76 - alt. 38 m - Albrechtstraße x Reinhardtstraße
  3. 2 : km 1.77 - alt. 41 m - Invalidenstraße
  4. 3 : km 2.19 - alt. 36 m - Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
  5. 4 : km 3.53 - alt. 40 m - Chausseestraße x Torstraße
  6. 5 : km 4.17 - alt. 43 m - Neue Synagoge
  7. Z : km 5.08 - alt. 40 m - Bahnhof Hackescher Markt

Hinweise

Ortsnamen:
- Das Wort, das ganz allgemein zur Bezeichnung einer Verkehrsader in einer Stadt verwendet wird, ist „Straße“, unabhängig von deren Länge oder Breite. Dieses Wort wird meist mit dem Namen der Straße kombiniert, wie beispielsweise in „Friedrichstraße“. Es kann auch separat stehen, mit Bindestrichen, wie in „Rosa-Luxemburg-Straße“, oder ohne, wie in „Spandauer Straße“.
- Weitere Begriffe zur Orientierung: Allee (Allee, Boulevard, Avenue), Damm (Damm), Gasse (Gasse), Weg (Weg), Platz (Platz), Markt (Platz, auf dem ein Markt stattfindet oder stattfand), Brücke (Brücke), Bahnhof (Bahnhof), Station (Station).
- Gebäude: Kirche (Kirche), Dom oder Kathedrale (Kathedrale), Synagoge (Synagoge), Moschee (Moschee), Museum (Museum), Schloss (Schloss), Haus (Haus).

Öffentliche Verkehrsmittel:
Der öffentliche Nahverkehr ist sehr gut ausgebaut und erweist sich als sehr praktisch, wenn man Berlin besucht (und sicherlich auch, wenn man dort lebt). Man unterscheidet vier Arten des öffentlichen Nahverkehrs:
- S-Bahn (Vorortbahn)
- U-Bahn (U-Bahn)
- Straßenbahn (nur im ehemaligen Ost-Berlin)
- Bus (Bus)
Die Fahrkarten gelten für alle diese Verkehrsmittel und müssen entwertet werden. Fahrkarten können vor Ort an Fahrkartenautomaten gekauft werden. Tageskarten für 1, 2 oder 3 Tage sind ebenfalls vor Ort erhältlich oder können online gekauft und zu Hause ausgedruckt werden. Alle Details finden Sie auf der Website der Stadt Berlin.

Verkehr:
- Angesichts der räumlichen Gegebenheiten und der Stadtplanung vermittelt der Autoverkehr, der stellenweise zwar dicht sein kann, selten den Eindruck einer solchen Verkehrsdichte, wie man sie in einer französischen Großstadt vorfindet.
- Die Berliner halten sich strikt an die Ampelphasen für Fußgänger und schätzen es nicht besonders, wenn andere dies nicht tun... Es gibt jedoch zahlreiche Kreuzungen ohne Ampeln und ohne Fußgängerüberwege.
- Die Gehwege sind manchmal zwischen Fußgängerweg und Radweg aufgeteilt, wobei diese Aufteilung jedoch nicht immer deutlich gekennzeichnet ist.

Ausrüstung:
- Ziehen Sie Sport- oder Wanderschuhe mit niedrigem Schaft den Stadt-Schuhen vor.
- Von November bis März ist es in Berlin meist kalt, es kann sogar extrem kalt werden. Sparen Sie in dieser Zeit nicht an warmer Kleidung.

Zeiten, Ressourcen und Varianten:
- Die angegebenen Zeiten sind Gehzeiten, ohne Berücksichtigung der zahlreichen Zwischenstopps und Besichtigungen, die man unternehmen kann. Je nach Anzahl dieser Besichtigungen und deren Dauer kann die Dauer dieses Spaziergangs zwischen einigen Stunden und einem ganzen Tag variieren.
- Die Route wechselt zwischen belebten Orten und ruhigeren Abschnitten. Aufgrund der städtebaulichen Gegebenheiten Berlins ist auch an belebten Orten ausreichend Platz vorhanden.
- In den Kirchen sind angemessene Kleidung und ein angemessenes Verhalten erforderlich (siehe Hinweisschilder am Eingang). Während der Gottesdienste dürfen die Kirchen nicht besichtigt werden.
- Entlang der gesamten Strecke gibt es Bars und Restaurants, in denen man etwas trinken oder essen kann. Die Toiletten dieser Lokale sind ausschließlich den Gästen vorbehalten. Es gibt auch einige kostenpflichtige öffentliche Toiletten.
- Die Route lässt sich natürlich auf verschiedene Weise variieren, je nachdem, welche Orte man besuchen möchte oder wohin einen die Inspiration führt, vorausgesetzt, man hat einen detaillierten Stadtplan dabei (siehe unten). Sie lässt sich insbesondere durch die Wanderung „Berliner Stadtteile: Scheunenviertel und Prenzlauer Berg“ verlängern, die am Bahnhof Hackescher Markt beginnt.

Kartenmaterial:
Es ist unbedingt erforderlich, einen detaillierten Stadtplan mit den Straßennamen auf Deutsch mitzuführen (mindestens den dieser Beschreibung beiliegenden). Stadtpläne können vor Ort an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten erworben werden. Es ist auch möglich, sie in Frankreich in Fachbuchhandlungen zu kaufen (zum Beispiel bietet das IGN eine sehr praktische Karte im Maßstab 1:15.000 an).

Die Wanderung wurde vom Autor am 12. November 2016 unternommen.

Einen Besuch wert

Dieser Spaziergang ist Teil einer Reihe von Wanderrouten durch Berlin, von denen keine den Anspruch erhebt, alle Sehenswürdigkeiten oder Besichtigungsziele umfassend abzudecken. Neben der einzigartigen Stadtgestaltung, die sich vor allem durch ihre Weite auszeichnet, sind folgende Orte erwähnenswert:
- Die Weidendammer Brücke kurz danach (S). Schöner Ausblick auf die Spree und die Museumsinsel.
- Bunker (1). Dieses imposante Betongebäude, das 1943 errichtet wurde, beherbergte nach dem Krieg den NKWD (sowjetische Geheimpolizei). Von zweifelhafter Ästhetik, aber offenbar unzerstörbar, ist es heute zu einem Veranstaltungssaal umgebaut worden.
- Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart (3). Museum für moderne Kunst, untergebracht in einem stillgelegten Bahnhof.
- Museum für Naturkunde, zwischen (2) und (4): Naturkundemuseum.
- Brecht-Haus, vor (4). Haus, in dem Bertolt Brecht (1886–1956) und seine Frau Helene Weigel (1900–1971) ab 1953 lebten und das heute als Museum dient.
- Dorotheenstadtischer und Französischer Friedhof, vor (4). Geöffnet von 08:00 bis 17:00 Uhr von November bis Februar und von 08:00 bis 20:00 Uhr von März bis Oktober. Angemessenes Verhalten erforderlich (siehe Hinweisschild am Eingang).
- Neue Synagoge (5). Sie wurde zwischen 1859 und 1866 erbaut und im November 1938 während der Reichskristallnacht von den Nazis verwüstet. Nach den Bombenangriffen der Alliierten im Jahr 1943 wurde sie ab 1988 restauriert. Führungen gegen Eintritt täglich außer samstags.
- Ehemaliger jüdischer Friedhof entlang der Großen Hamburger Straße, vorne (Z).
- Hackescher Markt (Z), belebter Platz.

Bewertungen und Diskussionen

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