Naturschutzgebiet Brönnhof

Nördlich der unterfränkischen Stadt Schweinfurt befand sich bis vor wenigen Jahren einer der größten Truppenübungsplätze der US-Armee in ganz Europa. Heute rollen hier keine Panzer mehr. Sie sind allerdings dafür verantwortlich, dass eine einzigartige Landschaft entstehen konnte, auf deren steppenartigen Offenflächen unzählige seltene Tiere und Pflanzen ein Zuhause gefunden haben. Nach fast 100-jähriger militärischen Nutzung ist das Areal seit 2015 nicht nur zum Nationalen Naturerbe ernannt worden, sondern auch für Wanderer freigegeben.

Details

Nr.38095806
Erstelldatum:
Bearbeitungsdatum:
Letzte Bewertung:
  • Zu Fuß
    Aktivität: Zu Fuß
  • ↔
    Distanz: 10,59 km
  • ◔
    Durchschnittliche Dauer: 3:25 Std. 
  • ▲
    Schwierigkeitsgrad: Leicht

  • ⚐
    Zurück zum Start: Ja
  • ↗
    Aufstieg: + 136 m
  • ↘
    Abstieg: - 132 m

  • ▲
    Höchster Punkt: 419 m
  • ▼
    Niedrigster Punkt: 339 m

Fotos

Beschreibung der Wandertour

Start: Der Rundweg über das Naturschutzgebiet Brönnhof startet auf dem Parkplatz am TSV Pfändhausen (Wolfsgrube 41), das rechts an der Straße zwischen Pfändhofen und Rannungen liegt.

(S/Z) Vom Parkplatz aus gehen wir nach links, am Fußballplatz vorbei und biegen am Waldrand nach rechts Richtung Pfändhofen ab. Nach einem kurzen Waldstück kommen wir zur Straße Wolfsgrube, die wir geradeaus weiterlaufen. Nach etwa 150 m macht die Wolfsgrube einen Knick nach rechts (weiter geradeaus beginnt die Raiffeisenstraße). Wir gehen nach links über den Forstweg in den Wald hinein.

(1) Am Waldrand steht bereits die erste Infotafel zum Naturschutzgebiet Brönnhof, einem ausgedehnten Areal von rund 26 Quadratkilometer Fläche, das früher einmal ein Truppenübungsplatz war. Heute steht sowohl das Offengelände mit seiner einzigartigen Flora und Fauna als auch der breite Waldgürtel ringsum unter Naturschutz.

Wir folgen dem Verlauf des Forstweges und gelangen nach etwa 1,5 km an eine Sternkreuzung, an der einige der breiten Beton- und Asphalt-Fahrstraßen für die Militärfahrzeuge, die hier einst entlangfuhren, aufeinandertreffen.

(2) An der Kreuzung steht eine weitere Infotafel. Wir gehen die Straße weiter geradeaus (zweiter Weg jeweils von rechts und von links) weiter durch den Wald.

An der Gabelund etwa 400 m weiter nehmen wir den rechten Abzweig und treffen nach gut 600 m am Waldrand auf eine T-Kreuzung, an der wir uns links halten. Von hier aus hat man bereits einen atemberaubenden Blick über die ausgedehnten Trockenrasen, die durch die Befahrung mit schwerem Gerät entstanden sind und vielen seltenen Tieren und Pflanzen eine Heimat geben.

(3) Hinter einer kleinen Anhöhe treffen wir auf eine Kreuzung mit Infotafel über das Offenland im Naturschutzgebiet.

(4) Ein paar Meter geradeaus liegt der sogenannte Feldherrenhügel, hinter dem sich die Weiden der Angus-Rinder befinden, die auf natürliche Weise das Gelände frei von Baumbewuchs halten.

(3) Wir gehen wieder zur Kreuzung zurück und biegen nach links ab. Es geht durch die wunderschönen Trockenwiesen immer geradeaus bis wir nach etwa 700 m an eine Gabelung treffen.

(5) Etwas weiter geradeaus steht eine der wenigen Bänke im Naturschutzgebiet, deshalb lohnt hier eine kurze Rast. Vor allem deshalb, weil auf der Weide direkt gegenüber eine Herde Konik-Pferde lebt, die hier halbwild leben und wie die Angus-Rinder als vierbeinige Landschaftspfleger eingesetzt werden. Wir gehen das kurze Stück zur Gabelung zurück und biegen nach links ab.

(6) Es geht an den Konik-Pferden vorbei immer der Wegführung folgend geradeaus, mal durch Offenland, mal an ein paar kleineren Baumgruppen vorbei.

(7) Nach etwa 1 km steht auf einer kleine Anhöhe eine Infotafel zum Thema Historische Wurzeln, die wir geradeaus passieren und dem Streckenverlauf geradeaus folgen.

(8) Hinter einem kleinen Feuchtgebiet mit Moorcharakter liegt an einer Kreuzung ein gesperrter Bereich.

(9) Hier befinden sich einige militärische Gebäude und Anlagen. Wir biegen noch vor dem umzäunten Areal auf den schmalen Wiesenweg nach rechts ab, der hinter der Anlage in den Wald hineinführt.

(10) Wir überqueren die breite Heerstraße und laufen geradeaus weiter durch den Waldgürtel, in dem sich hier und da uralte Eichenbestände befinden.

Nach etwa 300 m biegen wir an der T-Kreuzung nach rechts ab, gehen an der Kreuzung etwa 600 m später nach links und gleich nach etwa 100 m nach rechts auf den Römerweg. Nach knapp 1 km kommen wir an eine T-Kreuzung. 

(11) Hier biegen wir nach rechts ab, gehen an dem mit Sträuchern und Gräsern überwucherten Teich auf der linken Seite vorbei und wandern auf dem breiten Weg immer geradaus.

(12) Hinter einer kleineren Offenfläche mit einer weiteren Infotafel gabelt sich der Weg am Waldrand. Hier folgen wir dem linken Weg durch den Wald bis zu einer T-Kreuzung. Wenn wir uns hier links halten, kommen wir zurück nach Pfändhausen.

(1) An der Straße biegen wir nach rechts ab und gehen über die Wolfsgrube weiter geradeaus.

(S/Z) Hinter dem Waldstück gelangen wir zum TSV Pfändhausen zurück, den Parkplatz erreichen wir, indem wir am Waldrand links und gleich wieder rechts abbiegen.

Wegpunkte

  1. S/Z : km 0 - alt. 392 m - Parkplatz am TSV Pfändhausen
  2. 1 : km 0.42 - alt. 382 m - Infotafel NSG Brönnhof
  3. 2 : km 1.94 - alt. 399 m - Infotafel 6
  4. 3 : km 3.1 - alt. 394 m - Info 4 Offenland
  5. 4 : km 3.15 - alt. 395 m - Feldherrenhügel
  6. 5 : km 3.74 - alt. 386 m - Bank
  7. 6 : km 3.8 - alt. 386 m - Konik-Pferde
  8. 7 : km 4.86 - alt. 382 m - Info hist. Wurzeln
  9. 8 : km 5.79 - alt. 371 m - Feuchtgebiet
  10. 9 : km 5.89 - alt. 371 m - Eingezäuntes Areal mit Militärbauten
  11. 10 : km 6.35 - alt. 365 m - Heerstraße
  12. 11 : km 8.08 - alt. 367 m - überwucherter Teich
  13. 12 : km 8.59 - alt. 382 m - Infotafel zur Ganerbschaft
  14. S/Z : km 10.59 - alt. 392 m - Parkplatz TSV Pfändhausen

Hinweise

Der Rundweg führt durch das weite Offenland im Norden von Schweinfurt, das über Jahrzehnte für militärische Übungen genutzt wurde. Die einzigartigen Magerwiesen und kleineren Feuchtgebiete beherbergen eine Vielzahl seltener Pflanzen und Tiere. Ringsum erstreckt sich ein etwa 2 km breiter Waldgürtel. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen ist das Gelände recht flach, schwierige oder steile Stellen gibt es keine. Meist verläuft die Wegführung über die Betonplatten oder asphaltierten Straßen, die noch aus Zeiten des Truppenübungsplatzes stammen. Im Wald sind die Wege weniger gut ausgebaut, aber dennoch sehr gut zu begehen.

Ausrüstung

  • Die Tour ist im Sommer mit bequemen Schuhen machbar, bei Nässe und Schnee empehlen sich robustere Schuhe, da es auf der Wiese und den Waldwegen schlammig sein kann.
  • Der Weg führt in weiten Teilen über breite Militärstraßen, jedoch gelegentlich auch durch die Wiesen und den Wald. In den Sommermonaten ist nicht nur ein guter Sonnenschutz, sondern auch ein Mückenspray von Vorteil.
  • Es empfehlen sich ausreichende Mengen an Getränken im Gepäck.
  • Für einen kleinen Imbiss sind nahezu keine Bänke auf der Strecke vorhanden. Wir haben lediglich bei der Koppel der Konik-Pferde (Wegpunkt 5) eine einzelne gefunden.
  • Hunde sind an der Leine zu führen (Naturschutzgebiet)
  • Bitte die Pferde nicht füttern (Kolikgefahr)

Einen Besuch wert

Sehenswürdigkeiten in Schweinfurt

  • Wildpark an den Eichen, Albin-Kitzinger-Straße, 97422 Schweinfurt: kostenloser Eintritt, etwa 18 Hektar großer Wildpark mit über 40 Tierarten. Homepage: https://www.schweinfurt.de/leben-freizei...
  • Deutsches Bunkermuseum: Der Bunker A8 in Schweinfurt Oberndorf beheimatet eine Ausstellung zu den Themen Luftschutz und Zivilschutz. Führungen nur nach Voranmeldung, (https://www.deutsches-bunkermuseum.de/bu...)
  • Historische Innenstadt mit Rathaus und Kirche
  • Unzählige Museen in Schweinfurt und Umgebung

Essen und Trinken
Auf der Strecke selbst gibt es leider keine Einkehrmöglichkeiten. In Pfändhausen und dem Nachbarort Hambach sind ein paar Gaststätten ansässig.

  • Pizzeria à la Giorgio, Milchhöfer Str. 29, Pfändhausen
  • Gasthaus zum Hühnernest, Heinrichweg 5, Hambach
  • Gasthaus Geißler, Hambacher Hauptstraße 41, Hambach
  • Restaurant Delphi, Zeller Str. 15, Hambach

Bewertungen und Diskussionen

4.3 / 5
Anzahl an Bewertungen: 1

Zuverlässigkeit der Beschreibung
4 / 5
Bequemes Folgen der Tour
4 / 5
Attraktivität der Tour
5 / 5
mit-mama-nach.de
mit-mama-nach.de

Lieber unbekannter Wanderfreund,

herzlichen Dank für die hilfreiche Info. Ich werde den Wegverlauf dann gleich ändern, damit sich nicht noch mehr Leute mit dem unbegehbaren Teilstück rumärgern müssen.

Herzliche Grüße und lieben Dank für die Bewertung und Info.

Lg, Michaela

Julien VR
Julien VR ★

Hallo!
Danke fürs Bewerten und für den ausführlichen Kommentar.
Ich werde mich diesbezüglich mit der Autorin in Verbindung setzen.
Mit freundlichen Grüßen,
Julien

Inhaltsverwalter & Benutzerbetreuer

Benutzer/in 25749785

Gesamtbewertung : 4.3 / 5

Datum deiner Tour : 19. Mai 2025
Zuverlässigkeit der Beschreibung : ★★★★☆ Gut
Bequemes Folgen der Tour : ★★★★☆ Gut
Attraktivität der Tour : ★★★★★ Sehr gut
Tour stark frequentiert : Nein

Die Strecke ist landschaftlich echt toll. Leicht für jeden zu wandern, da nur ein Anstieg enthalten.
Allerdings ist da ein Teil er Strecke nicht begehbar. In der Beschreibung bei Punkt 10 heißt es: ...gehen an der Kreuzung etwa 600 m später geradeaus weiter, um dann an der folgenden Gabelung nach links abzubiegen. Nach einer Linkskurve kommen wir an einer T-Kreuzung an.
Nach den 600m sollte man links abbiegen und auf den parallel verlaufenden Römerweg ausweichen. Die Originalstrecke ist dermaßen zugewachsen, dass ein Durchkommen nicht möglich ist. Wir sind dann im Wald rumgeirrt, da ist der Spaßfaktor eher gering. Bei Punkt 11 kommt man dann problemlos wieder auf die Originalstrecke.
Wenn man meiner "Umleitung" folgt, ist die Runde echt klasse. Interessant sind auch die aufgestellten Infotafeln. Die könnten allerdings mal gereinigt werden...
Fazit: Tolle Runde mit ungewöhnlicher Natur!

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