Start: Der Rundweg startet auf dem Großparkplatz an der Stralsunder Straße (Ecke Mukraner Straße) in Sassnitz. Vom Bahnhof Sassnitz aus sind es rund 1 km Fußweg bis zum Startpunkt. Hier halten die Züge der Linie R9 von Stralsund (Bergen und Lietzow auf Rügen) mehrfach täglich.
(S/Z) Vom Parkplatz aus halten wir uns zunächst an der Stralsunder Straße ein Stück ortseinwärts (rechts) und biegen nach gut 400 m in die Straße der Jugend nach rechts ab.
(1) Auf der rechten Seite befindet sich der Fischerring. Hier wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eine Siedlung für die vielen Fischer in dem Ostseeort errichtet. Dass man versehentlich vergaß, in die Wohnungen Toiletten mit einzubauen, davon berichtet unter anderem eine Schautafel.
(2) Gleich hinter dem Fischerring steht auf der rechten Seite ein Gebäude, das ein wenig an einen Pavillon erinnert. Dabei handelt es sich um den Schmetterlingspark Sassnitz, in dem in den Sommermonaten unzählinge exotische Schmetterlinge umherschweben. Hinter dem Schmetterlingshaus überqueren wir den Tribber Bach und biegen nach etwa 50 m nach links in den Wald ab.
(3) Am Eingang zum Wald weist ein Hinweisschild mit weiteren Informationen bereits auf das Schloss Dwasieden hin. Wir folgen dem Weg, rechts und links begleiten uns bereits alte Stacheldrahtzäune und aufgegebene Wärterhäuschen, die auf die ehemalige militärische Nutzung des Geländes hinweisen.
(4) Wir folgen dem unwegsamen Hauptweg geradeaus. Auf einer Lichtung erhebt sich ein alter Kamin des Heizhauses hoch über die Bäume, darunter verfallene Mannschaftsgebäude und eine alte Werkhalle.
(5) Hinter den Gebäuden auf der rechten Seite befinden sich noch Reste des ehemaligen Schlosses. Adolf von Hansemann.
Der Erbauer, war Ende des 19. Jahrhunderts sicherlich einer der reichsten Menschen in Deutschland. Sein Geld hat er mit der Disconto Gesellschaft gemacht, dem Vorreiter der Deutschen Bank. Und deshalb hatte er die nötigen Mittel (4 Millionen Reichsmark), um sich ein prächtiges Domizil aus Granit und Marmor auf Rügen zu erbauen, das er als Sommersitz für je zwei Monate im Jahr nutzte. 1934 zogen in das Gebäude die Offiziere der Kriegsmarine ein, 1948 wurde das Gebäude gesprengt. Damals mussten alle militären Altlasten weichen, bevor die sowjetische Besatzung anrückte. Am meisten ist noch von dem ehemaligen Marstall übrig geblieben.
Nach einer Dreiviertel-Umrundung der Marstall-Ruine gehen wir nach links auf dem Weg in den Wald hinein.
(6) Wenn wir uns immer leicht rechts halten, kommen wir nach einiger Zeit am Strand an. Es geht auf demselben Pfad zurück in den Wald, an den folgenden beiden Kreuzungen gehen wir jeweils geradeaus, um dann an der Gabelung den linken Weg zu nehmen.
(7) Dieser führt uns weiter durch den Buchenwald bis zu einer Kreuzung. Hier biegen wir nach links ab und gehen an der T-Kreuzung rechts, dann wieder rechts. Am Waldrand befindet sich das Fürstensteingrab und eine Großsteinanlage, die aus großen Findlingen aufgebaut ist und mit rund 5.000 Jahren wahrscheinlich die älteste Anlage auf Rügen ist. An der folgenden T-Kreuzung biegen wir nach rechts ab, dann an der Kreuzung von vorhin links und laufen weiter durch den Wald. Wir passieren zwei Kreuzungen geradeaus
(8) Wir treffen auf den Waldfriedhof auf der linken Seite. Dabei handelt es sich um einen Gedenkfriedhof aus dem Zweiten Weltkrieg. Bei einem Angriff der englischen Jagdbomber 1945 starben hier in Sassnitz viele Menschen, deren hier in Dwasienden gedacht wird.
Gut 100 m hinter dem Waldfriedhof biegen wir scharf rechts ab, dann an der Gabelung links. Der Weg führt uns wieder zu den Ruinen der Militärbauten zurück. Hinter den ersten Gebäuden halten wir uns auf dem breiten Weg links und folgen dessen Verlauf nach rechts. Er führt uns weiter geradeaus an weiteren alten Militärgebäuden vorbei.
(9) Am Waldrand treffen wir auf die Straße der Jugend. Hier biegen wir nach links ab und wandern anschließend leicht rechts an den Gebäuden des Beruflichen Bildungszentrums über den Parkplatz. An der gegenüberliegenden Seite tauchen wir auf dem schmalen Weg wieder in den Wald ein, halten uns leicht links und kommen an der Mukraner Straße raus, an der wir nach rechts gehen.
(S/Z) Nach der Überquerung des Tribberbachers kommen wir wieder am Parkplatz an, von dem wir gestartet sind.