Aaaaah, abseits der Innenstadt kann man durchatmen – auch deshalb leben wir so gerne in St-Cyprien: weniger hohe Gebäude, breitere Straßen und vor allem Platz für Grünflächen und ein Nachbarschaftsleben, das Toulouse seinen Status als „volksnahe“ Stadt verleiht, in der es sich gut leben lässt.
Ich schlage vor, durch die Straßen von Saint-Cyprien zu schlendern und ein Stückchen dieser Natur, die im Viertel allgegenwärtig ist, mitzunehmen.
(S) Los geht’s. Ich liebe Gemeinschaftsgärten, sie verbinden Landwirtschaft, soziale Bindungen und gegenseitige Hilfe. Wir treffen uns auf einem großen Platz, auf dem sich ganz hinten der Gemeinschaftsgarten „Jardin partagé des Micocouliers“ befindet.
Die Zürgelbaumart ist ein Laubbaum mit ovalen, gezackten, wechselständigen und rauen Blättern, die drei von der Basis ausgehende Adern aufweisen. Sie ähneln denen der Brennnessel. Der Zürgelbaum ist gut an das mediterrane Klima angepasst und gilt als Symbol der Provence; durch den Schatten seiner Blätter spendet er viel Kühle.
Obwohl der Platz ideal für eine Partie Pétanque wäre, sollte man sich nicht dazu verleiten lassen, sondern den Rundgang fortsetzen.
(1) Gehen Sie die Rue des Fontaines entlang, um den Parc de Bourrassol zu erreichen, der in der Impasse Pouvillon liegt.
Betrachten Sie diese majestätischen Bäume und schauen Sie sich insbesondere ihre Blätter genau an. Ein Hinweis, um sie zu erkennen: Aus ihren Blüten lassen sich beruhigende Kräutertees zubereiten, und sie sind eine Freude für Imker. Es handelt sich um Linden. Man findet sie häufig in Parks und entlang von Alleen, ihr dichtes Laub spendet Schatten.
(2) Kehren Sie zur Rue des Fontaines zurück, um einen kleinen, grünen Park zu entdecken: den Jardin des Fontaines. Hier hat man Lust, sich ins Gras zu legen oder eine Partie Tischtennis zu spielen.
Halten Sie während dieses Spaziergangs die Augen weit offen, um die Natur an jeder Straßenecke zu erkunden. Wenn Sie eine bestimmte Pflanze nicht erkennen, können Sie sie mithilfe von Apps wie PlantNet identifizieren oder später in einem Buch oder einem Pflanzenbildband nachschlagen.
Nächster Halt: die Rue des Braves, um eine andere Form der Natur zu bewundern – in Form eines urbanen Wandgemäldes. Es heißt „Summer Garden“ und wurde von YGrek Beats gestaltet.
(3) Ein kurzes Stück zu Fuß bis zur nächsten Station, um an der Avenue de Lombez 45 anzukommen. Dort befindet sich die Clinique Pasteur, auf deren Dach sich 500 m² Anbaufläche befinden, die für den Anbau bestimmter Gemüsesorten und Kräuter genutzt wird, um die Klinik mit eigenen Produkten zu versorgen.
(4) Nun geht es weiter zu einem neuen künstlerischen Abstecher. Geht in Richtung Les Arènes, 8 Rue de Bagnolet. Schaut genau hin, um ein Tier zu entdecken, eine Art Fuchs. Es ist bunt – es handelt sich um ein urbanes Wandgemälde namens „Guache (COL), Coyote“.
(5) Für alle, die ein Fahrrad besitzen – ein Fortbewegungsmittel, das ich besonders schätze, um durch das Viertel zu radeln und die Landschaft zu genießen –, gibt es die Möglichkeit, eine Selbstbedienungs-Reparaturstation in der 59 Rue Louis Vestrepain zu nutzen. Genießt anschließend den Park direkt dahinter.
(6) Setzen Sie den Spaziergang fort, um einen kleinen, wenig bekannten Park in der Rue Adolphe Coll 47 zu entdecken. Hier lässt es sich wunderbar eine kleine Pause einlegen.
Anschließend gelangt man zu einem weiteren Park in der Rue de Bourrassol 31. Dieses Viertel bietet zahlreiche Orte, an denen man sich ausruhen, die Umgebung beobachten und die Natur genießen kann.
(7) Gehen Sie ein Stück weiter die Straße entlang bis zur Rue de Bourrassol 50. Dort erreichen Sie einen neuen Gemeinschaftsgarten namens „Le coin de terre toulousain Édouard Bertrand“.
Zum Abschluss geht es zur Place du Ravelin, wo Sie in der Lesebox im Herzen des Platzes eine kleine Überraschung erwartet. Ein kleines Notizbuch, das diesem schönen Spaziergang gewidmet ist und in das Sie eine kleine Erinnerung, eine Spur Ihres Besuchs oder ein paar Worte für Ihre Nachbarn hinterlassen können... (Z).