Anfahrt:
Von Cilaos aus: Gehen Sie über die D241 in Richtung Îlet à Cordes. Nach der ersten Schlucht sehen Sie auf der linken Seite den Beginn des Wanderwegs, der durch ein Schild gekennzeichnet ist. Parken Sie hier am Straßenrand.
Von Îlet-à-Cordes: Gehen Sie über die D241 in Richtung Cilaos. Nach etwa 10 Kilometern sehen Sie auf der rechten Seite den mit einem Schild gekennzeichneten Beginn des Wanderwegs. Parken Sie an dieser Stelle am Straßenrand.
(S/Z) Begeben Sie sich auf den Weg, zunächst durch einen Filaos-Wald, dann auf offenem Gelände. Vor Ihnen liegt ein zerklüfteter Teil des Plateaus, auf dem die Stadt Cilaos liegt.
(1) Nach einer ersten Reihe von Serpentinen kreuzen Sie den alten Weg zur Cascade du Bras Rouge. Dieser begann an den ehemaligen Thermalbädern von Cilaos, die heute nicht mehr zugänglich sind.
An dieser Kreuzung folgen Sie der Wegbeschreibung zum Wasserfall Cascade du Bras Rouge und biegen rechts ab. Der mehr oder weniger breite Weg wird nun flach und verläuft in westlicher Richtung. Hier entdecken Sie zum ersten Mal die Corne du Rhinocéros und den Pain de Sucre, an dessen Fuß sich die Kapelle befindet. Der Weg verläuft zwar am Rand einer Klippe, ist aber selten schwindelerregend, da er durch die Vegetation gut vor dem Abgrund geschützt ist.
Links überragt man den Bras des Étangs, den man hören, aber kaum sehen kann und den man nie überqueren wird. Links sieht man auch die sehr zerklüfteten Flanken des Bras des Étangs, wo man sich unweigerlich vorstellen kann, dass es in diesem Teil des Kar häufig zu Steinschlägen kommt. Der Weg überquert manchmal Schluchten, bevor er wieder in ein Unterholz aus Filaos-Bäumen führt.
Einige Kurven weiter kann man endlich das Rhinocéros sowie den Grand Bénard oder auch das Château Fort sehen, einen großen Felsblock, der der Roche Verre Bouteille ähnelt und bei Kletterfreunden sehr beliebt ist.
(2) Nach fünfzehn Minuten Abstieg gelangt man zu einer zweiten Reihe von Serpentinen, die einfacher und weniger steil sind als die ersten. Man kann Abkürzungen nehmen, die die Strecke um einige Meter verkürzen, aber einen steileren Anstieg mit sich bringen. Nach dieser zweiten Reihe von Serpentinen kann man durch einige Lücken den Bras des Étangs sehen, den man nur sehr selten zu Gesicht bekommt. Der schmale Weg ist nach dieser zweiten Reihe von Serpentinen etwas schwindelerregender. Der Weg führt nun unter einem riesigen Felsen hindurch, der zwischen zwei Felswänden eingeklemmt ist. Die Passage unter diesem natürlichen Bogen signalisiert die bevorstehende Ankunft an der Ravine Ferrière.
Anschließend führt der Weg zeitweise an Gebieten vorbei, die sicherlich vom Menschen genutzt wurden, wie die kleinen Steinmauern zeigen. Etwa hundert Meter nach diesen Mauern kann man auf der linken Seite den Bras Rouge sehen, der nicht mehr weit entfernt ist. Nach einigen weiteren Kurven bietet sich uns der Blick auf die Cascade Ferrière (die an diesem Tag trocken ist).
(3) Einige hundert Meter weiter überquert der Weg die Ravine Ferrière und führt ganz in der Nähe eines Beckens und seines kleinen Wasserfalls vorbei. Leider ist die Schlucht ausgetrocknet, sodass wir nur das Becken zu sehen bekommen. Dann beginnt eine dritte Reihe von Serpentinen: Es ist der letzte Abstieg zum Wasserfall Cascade du Bras Rouge. Der Weg ist völlig ungeschützt und der Hang etwas steiler.
(4) Bald erreichen wir ein Schild, das auf die Gefährlichkeit der Stelle hinweist. Wir biegen am Schild links ab, um den Wasserfall Cascade du Bras Rouge zu sehen, und gelangen dann zum Aussichtspunkt am Ende des Weges.
(5) Der Aussichtspunkt auf diesen für das Kar de Cilaos so symbolträchtigen Wasserfall ist beeindruckend und einen Abstecher wert!
Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um diesen unglaublichen Wasserfall zu bewundern, und kehren Sie dann auf dem gleichen Weg zum Ausgangspunkt zurück (S/Z).