Martagon-Lilie
Im Unterholz zu Beginn der Route fällt sie durch ihren langen, aufrechten Blütenstiel auf. Dieser ist mit drei bis zehn violett-rosa, mit Purpur gesprenkelten Blüten geschmückt, aus denen lange orangefarbene Staubblätter hervorschauen. Man sollte sie bewundern, ohne an ihr zu riechen, denn so schön sie auch ist, so übel riecht sie auch!
Buchenwald
Diese Buchen sind fast die letzten, wenn man das Durance-Tal hinaufgeht. Dieser Baum kann bis zu 40 m hoch werden und zeichnet sich durch seinen stahlgrauen, glatten und schlanken Stamm, seine horizontal verlaufenden Äste und seine ovalen, ganzrandigen Blätter mit gewellten Rändern und Härchen aus. Die Früchte, die sogenannten Bucheckern, sind in einer mit Stacheln besetzten Schale eingeschlossen, die sich zu Beginn des Herbstes öffnet.
Schwarzspecht
Dieser seltsame schwarze Vogel mit rotem Helm und langem, hellem Schnabel ist der größte Specht der Alpen. Er ist schwer zu beobachten, da er sehr zurückhaltend und misstrauisch ist. Dank zahlreicher Hinweise, die auf seine Anwesenheit hindeuten, ist es jedoch möglich, seinen sehr typischen und klangvollen Gesang und seine Rufe wahrzunehmen. Er trommelt unermüdlich, um sein Revier zu verteidigen oder Borkenkäfer und Holzameisen aufzuspüren.
Alte, kurz vor der Mahd stehende Wiesen und Steinmauern
In den durchquerten ehemaligen Mähwiesen zeugen die kleinen Mauern und Steinhaufen von der jahrhundertelangen Arbeit der Bergbewohner. Die von den Feldern entfernten Steine wurden am Rand aufgeschichtet. Das gemähte Heu wurde in Stoffsäcken ins Dorf gebracht, die auf Maultiere oder Schlitten verladen wurden, sofern es nicht auf dem Rücken eines Mannes transportiert wurde.
Lärche
Als Pionierbaum in Höhenlagen sind seine abfallenden Nadeln fein genug, um Licht durchzulassen. Im Herbst färben sie sich in prächtige gelb-orangefarbene Töne. Seine Zapfen sind im Frühjahr von charakteristischem Dunkelviolett.
Birkhuhn
Das Birkhuhn, auch „kleiner Heidehahn“ genannt, gehört zur Familie der Hühnervögel (Galliformes). Das Männchen ist etwa so groß wie ein Huhn und hat ein schwarzes Gefieder mit blauen Schimmern. Der Schwanz endet in einer Leierform. Das unauffälligere Weibchen ist braun und rotbraun gefärbt. Im Winter gräbt es sich in den Schnee ein, um der nächtlichen Kälte zu entgehen. Bei schlechtem Wetter kann es lange Zeit in diesem „Iglu“ verbringen.
Bartavelle
Das Bartavelle ist ein Hühnervogel, genau wie das Birkhuhn. Sie sitzt auf einem Felsvorsprung und singt abgehackt. Man erkennt sie an ihrem grauen Rücken, den gestreiften Flanken, der weißen Kehle und dem roten Schnabel. Sie lebt in den Bergen an sonnenexponierten Hängen und bevorzugt Felsen und offene Heideflächen, wo die Jungvögel sich von Insekten ernähren können, die für ihr Wachstum unverzichtbar sind.
Grüne Eidechse
Diese große, leuchtend grüne, schwarz gesprenkelte Eidechse kann bis zu 40 cm lang werden. Während der Balzzeit ist das Männchen an seiner blauen Kehle zu erkennen. Im Écrins-Massiv kann sie auf den am besten exponierten Südhängen bis zu 2.000 m Höhe erreichen. Ihre Aktivität erstreckt sich von Mitte März bis Mitte Oktober, mit bemerkenswerten Ausnahmen bei winterlichen Warmwetterperioden.
Weißkopfseeadler
Der Schlangenadler ist ein großer Raubvogel, der durch seine weiße Bauchseite und seinen großen, oft schokoladenbraunen Kopf leicht zu erkennen ist. Eine Verwechslung mit bestimmten sehr hellen Mäusebussarden ist jedoch möglich. Dieser transsaharische Zugvogel ernährt sich vor allem von Reptilien, die er in Steppengebieten, im Heideland, auf Brachflächen, in felsigen Lebensräumen, aber auch in den Bergen bis hin zu den alpinen Wiesen jagt. Das recht kleine Nest wird oft in Kiefern gebaut.